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Telefunken T9

Alles zum Thema "Fragen und Technik" bei professionellen Studio- und Tonbandgeräten der Firma Telefunken

Moderator: Administratoren


Beitrag Samstag 16. Februar 2013, 20:39
studer289 Trippel As
Trippel As

Beiträge: 133
Hier folgt mal ein bildli,meiner eigentlich schon länger total restarierten T9
Serie nr. 102 (ab wann fing die serien nr.an? bei 100?)

Sie stand angeblich im labor,um bänder zu prüfen,so hab ichs jedenfalls verstanden.

Mit freundlichen grüssen Clemens
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Beitrag Samstag 16. Februar 2013, 23:55
revoxidiert Foren As
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Beiträge: 52
Wohnort: 58285 Gevelsberg
Oh dieser spröde Charme !

Ich hatte mir mal vor geraumer Zeit eine T 9
über E... ersteigert , aber nur das " nackte " Laufwerk.

Ohne Verstärker-Einschübe etc.

Ich hab dann kalte Füße bekommen , dem Anbieter 70.- €
Abstandsgebühr bezahlt , und war sie damit wieder los.

Sie wäre für meine Verhältnisse sicherlich ein Restaurations-Grab
geworden.

Aber trotzdem Schade !

Gruss
Wolfgang

Beitrag Sonntag 17. Februar 2013, 01:04
revfan Lebende Forenlegende
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Hallo Clemens,

so ein Gerät sieht man auch nicht mehr alle Tage.

Glückwunsch

revfan

Beitrag Sonntag 17. Februar 2013, 14:12
cavemaen Benutzeravatar
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Ich hatte mal ein Paar T9u stehen. Gegen die V86 / V87 war nichts zu sagen, einfach traumhaft.

Aber irgendwann brannte der rechte Wickelmotor durch und von der Ersatzmasche der wurde trotz gesunder ELKOs auch nach 20min. sehr sehr warm!

In Frankfurt hatte ein junger Tontechniker das gleiche Problem. Ein erfahrener Meister einer Ankerwicklerei sagte mir nach einem Blick in die Schaltung, dass dieser Motor aufgrund seiner 4 Ständerwicklungen warm wird und dass dieser eben für nur 220V berechnet (gewickelt) sei und man damals vor 50 Jahren nicht die Isolierungen für das Kupferlackdraht hatte wie heute.

Aber diese Motore zu wickeln für 230-240V ist unmöglich, da im Ständer nicht genügend Platz ist.

Habe aber noch ein Paar Bremsbänder liegen... ;-)

Ab der Telefunken M10 hatte man Wickelmotoren mit mehr Platz im Ständer verbaut, die bis zuletzt in der M15A verbaut wurden, wovon noch einige bei mir lagern.
Man hatte nur eine andere Läuferwelle verbaut, da man die Bremsen von unten nach oben verlegte.

Schaltungen habe ich auch noch.

Anmerkung zum Schluß:

Die Vorgänger der V86 und V87 hießen V66 / V66u (umschaltbar) und V67u mit Stahlröhren.

Gegenüber den Glasröhren hatte ich noch nie eine Stahlröhre, welche Luft gezogen hatte, die waren dicht!

Am schlimmsten sind Glasröhren mit Goldpin; der Pressglassockel zieht immer etwas Luft und zerstört diese Glimmstengel.

Die fetten Kondensatoren waren in verlöteten Metallbechern drin mit keramischen Lötanschlüssen - einfach unkaputtbar!


Rudy

Beitrag Sonntag 17. Februar 2013, 15:03
hugohabicht Lebende Forenlegende
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cavemaen hat geschrieben:
Aber diese Motore zu wickeln für 230-240V ist unmöglich, da im Ständer nicht genügend Platz ist.
:o Dass eine bestimmte Person das nicht kann mag ja sein aber dass es unmöglich ist können wir glaube ich getrost in den Bereich der Fabel verweisen... Die Umwickelei ist auch gar nicht nötig da es ein kleiner Vorschaltspartrafo genauso tut. Viele Geräte waren auch zu 220 Volt Zeiten mit +-10% spezifiziert so dass 235V noch gut im grünen Bereich liegen. Ausfälle würde ich heute eher brüchig gewordener Isolierung als mangelhafter Auslegung zuordnen.

@Clemens: danke für das schöne Bild ! Eine T9 habe ich noch nicht gesehen. Welche Geschwindigkeiten kann die denn? Hast Du auch Wickelteller dafür? Viel Platz scheint ja über den Motorlüftungen nicht zu sein; vielleicht werden die deshalb warm.

Beitrag Sonntag 17. Februar 2013, 18:15
cavemaen Benutzeravatar
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Hallo Hagen!

Die T9 wurde mit 76cm ausgeliefert, die spätere T9u hatte ursprünglich stets 76/38cm und die Wickelmotoren sind 4-polig und wurde ab Mitte der 1950er Jahre bis etwa 1967 gebaut und löste die Vorgängerin K8 ab.

Später gab es Tonmotore für nur 38cm und eine optional erhältliche Spannhülse zum Aufstecken auf die Tonwelle machte wieder 76cm Bandvorschub.

Die mit Stromstoß-Relaise umschaltbare Umstellung der Geschwindigkeit übernahm man später bei der M10. Die M10A bekam dann einen Papstmotor und V396/97 Audiokarten, identisch mit denen der M5c und späteren M15 (nicht M15A).

Versionen mit 19/38 gab es vor der Einführung der M10 nur wenige mit dünnerer Tonwelle, dafür mit aufsteckbaren Klemmhülsen wieder für höhere "Bandtransportleistungen".

Der schwere Gussrahmen erinnert stark an die K8, die vierpoligen Wickelmotoren wurden von der K8 übernommen.

Augenscheinlich hatte die K8 den kombinierten Gleich / Wechselstromantriebsmotor der AEG K2 drin, der bei Gleichstrom-Batteriebetrieb (im Ü-Wagen) die anderen Spannungen für die Röhrenverstärker als Generator erzeugte.

Das war Innovation in den 1940er Jahren!

Rudy

Beitrag Sonntag 17. Februar 2013, 20:55
studer289 Trippel As
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Grüezi zusammen..

Danke für euer intresse,für die maschine zu betreiben fahre ich mit einem regeltrafo(stelltransformator)
da wie Rudy schon schreibt, die motoren sonst zu stark beansprucht würden.

Spielen tut sie mit 76.2cm,verbrauch 1000 meter = 22 min :D :D

Die verstärker fehlten leider,so habe ich aber die erste generation der m5(röhren) verbauen können,ein freund hat
mir verstärker ohne laufwerk geschenkt..(tolle optik,viel chrom ;-) )

Weitere bilder folgen bald......

Mit freundlichen grüssen ins forum Clemens

Beitrag Sonntag 17. Februar 2013, 21:30
cavemaen Benutzeravatar
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Habe meine Maschinen einem guten Bekannten vererbt incl. vielen Ersatzteilen. Falls Du mal was brauchst, gib' Nachricht!

Die M5-Verstärker sind sehr gut und leicht anzuschließen; eine Wanne = ein Kanal.

Ab der mit Papstmotor bestückten M5A gab es neuere Röhrenverstärker, die mittels Brückenstecker umprogrammierbar waren auf entweder 38/76 oder 19/38.

Tonköpfe und Kopfträger sind auch noch in meinem Keller eingelagert (zwischen Konserven und Nudeln). Auch Einschubschienen mit Gegenstecker der V66/67 und V86/87, die untereinander voll kompatibel waren und sind - heute ohne Adapter undenkbar!

Unterlagen kann ich als PDF anbieten.

Rudy

Beitrag Montag 18. Februar 2013, 19:17
revfan Lebende Forenlegende
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Hallo,

was der Rudy alles in seinem Keller bunkert !!

Pass bloß auf, dass Du nicht eines Tages aus Versehen mal die Konserven als Stahlröhren in einem Verstärker verbaust und die Tonköpfe zum Abendessen in die Pfanne haust :!: :!:

revfan

Beitrag Dienstag 19. Februar 2013, 12:17
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Hallo Arno!

Da passe ich schon auf, denn die gulaschstückgroßen Tonköpfe ergeben viele leckere Mahlzeiten... ;-)

Habe gestern erfahren, dass Hans Becker (abe) mit Schlaganfall in der Klinik liegt, so fällt wieder einer der Herrschaften aus, der uns sehr gute wohlklingende Technik hinterlassen hat.

Konntest Du dir schon einen Tunnel durch den Schnee zum Auto graben, oder ist es bei Euch nicht so schlimm?

Rudy

Beitrag Dienstag 19. Februar 2013, 19:04
cavemaen Benutzeravatar
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Sorry, war vom Thema abgekommen.

Habe heute erfahren, dass ein Chinese sich hier in Germanien ein großes Paket mit Dutzenden von Studiobandmaschinen schnüren lässt, alles ältere Maschinen wie T9, M5, M10 bis M15 und eine Handvoll Studer.

Werde von mir Tonköpfe beisteuern...

Nebenbei erfuhr ich, dass von der Telefunken M10 rund 4.000 Maschinen gebaut wurden und von der Studer A816 offiziell nur 368 Stück und diese sollen fast alle bei der Deutschen Welle gestanden haben.
(Angeblich mussten die ersten A816 häufig repariert werden, so dass die ARD nicht die vorgesehene Menge abnahm).

Geplant war auch die Fertigung von 4.000 Stück der A816, der gebaute Rest wurde billigst unters Volk gebracht wie die Revox C-Serie und heute will jeder eine haben.

Ich denke mir, dass damals Studer daraufhin €uropaweit einmalig 3.000 Stück der A820 auflegte, die uns für rund 48.000,-DM angeboten wurden, die erste Serie war für 23.500,-DM zu haben und man dann die Fertigung einstellte.

Rudy

Beitrag Samstag 23. Februar 2013, 13:31
studer289 Trippel As
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Grüezi zusammen

Hier nun weitere bilder von meinem heim-studio...T9 M15A M21 usw..

Möchte aber den speicherplatz im forum nicht zu sehr verbrauchen.
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Beitrag Samstag 23. Februar 2013, 13:35
studer289 Trippel As
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Lieber Rudy

Was hast du denn für tonköpfe am lager!!(Nicht solche zum essen :D )

Freundliche grüsse ins forum

Clemens

Beitrag Samstag 23. Februar 2013, 18:45
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Hallo Clemens!

Alle Sorten habe ich, bis auf die der M28 / M12.

Die Vacodurköpfe haben nur unterschiedliche Befestigungen erhalten, sind von der Induktivität her kompatibel geblieben.

Neben Mono-Vollspur habe ich Zweispurköpfe mit 2mm Trennspur und 0,75mm Schmetterlingsköpfe da, zum Teil gebraucht, einige noch neu.
Ferner sind auch die schwarzen Ferritköpfe darunter.

Die von der T9 haben üblicherweise welche im Mu-Metallbecher identische wie die M5, neuere Serien hatten geänderte Taumelplatten und M10-Tonköpfe drin.

Dazu müsste ich wissen, welche Taumelplatten drin sind. Die KT mit den fetten Mu-Metallbecher ist die ältere Version, von denen ich noch neue Zweispur Wiedergabeköpfe da.

Vorteil:

Man kann damit auch Revoxbänder abspielen!

Nur Vierspurtonköpfe gab es bei Telefunken Studiomaschinen nie, wohl aber 4-Kanal (bis 32 Kanal).

Gruß,

Rudy

Beitrag Sonntag 24. Februar 2013, 12:20
revfan Lebende Forenlegende
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Hallo Clemens,

solche Telefunkenschätze im Studer-Kernland - wer hätte das gedacht :o

Beste Grüße

revfan

Beitrag Sonntag 24. Februar 2013, 13:39
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Beiträge: 2496
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Studer Kernland?

Nein, es gab die Rhein-Main-Grenze. Nördlich davon gab es fast nur Telefunken, südlich des Limes mehr Studer.

Schöne Kaffee+Kuchen-Grüße aus Nordhessen,

vom Rudy :D

Beitrag Sonntag 24. Februar 2013, 18:14
studer289 Trippel As
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Grüezi aus dem studer kernland :lol:

Bin natürlich immer noch ein grosser studer und revox fan,aber die deutschen maschinchen habens mir
einfach angetan.(da ich auch selbst ein halber deutscher bin)papa war seemann.. ;-)

Mit freundlichen grüssen Clemens

Beitrag Sonntag 24. Februar 2013, 21:01
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Freut mich, bin selbst großer Fan von Euch Eidgenossen!

Rudy

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