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Telefunken Magnetophon 12 A verkaufen ?

Alles zum Thema "Fragen und Technik" bei professionellen Studio- und Tonbandgeräten der Firma Telefunken

Moderator: Administratoren


Beitrag Dienstag 27. September 2016, 12:06
tamas Benutzeravatar
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Hallo Leute !

Ich habe mehrere Telefunken Tonbandgeräte. "Magnetophon 12A" "M...28" . Was ist ein fairer Preis heutzutage für diese geräte ?

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Beitrag Donnerstag 29. September 2016, 15:06
cavemaen Benutzeravatar
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Grundsätzlich geht der Wert nach Marktpreisen.

Steht Studer drauf, gibt es mehr. Viele Modelle von Telefunken sind öffentlich unbekannt, da diese nur in der ARD und Staatstheatern zu finden waren.

Aber;

- Zustand?
- Ausstattung?
- Geschwindigkeit?
- Entzerrung?
- Revision fällig oder

keine Prüfung möglich da Netzkabel fehlt (üblicher Spruch in iiBäh wenn's geraucht hat)?

Die M12A (nur die mit A oder B!!) taxiere ich zwischen 50,- und 300,-€ ein, die M28 bis 200,-€, falls es eine Stereo ist und noch läuft.

Eine Revision kostet soviel wie die einer Revox, also 250,- bis 450,-€.

Ich habe viele Telefunken ab 1982 repariert und habe in letzter Zeit auch Arbeiten abgelehnt, wenn darin schon unsachgemäß gelötet wurde oder Teile fehlten, verbogen waren oder es sich einfach nicht lohnte!

Die M21 ist kompliziert und aufgrund "Roedersteine" nicht mehr zuverlässig, aber qualitativ völlig verkannt!

Die M20 ist zwischenzeitlich sehr gesucht als eierlegende Wollmilchsau. Aber auch hier; keine halben Sachen und eine Grundrevision einplanen.

Wurde die Mühle zu teuer erworben, kann es beim Ausfall schnell zum wirtschaftlichen Totalschaden kommen!

Als sehr treue und zuverlässige Maschinen nenne ich hier mal die Telefunken M15 + M15A, M28 und M12A / M12B.

Finger weg von der normalen M12 (Zwitter zwischen M28 und M12A+B), von der M5B und T9.

Hinstellen und sich daran erfreuen ist o.k. - aber nicht jeden Tag damit stundenlang spielen. Die damals geplante Lebensdauer wurde schon mehrfach überschritten..... :idea:

Rudy

Beitrag Samstag 1. Oktober 2016, 16:37
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Danke für die infos !
Was meist du mit "Roedersteine" ? Röderstein Elkos ? Kann man die nicht tauschen ?

Beitrag Sonntag 2. Oktober 2016, 17:00
cavemaen Benutzeravatar
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Doch, WIMAs, Roedersteine und RIFAs sollten in Rente geschickt werden!

Beitrag Montag 3. Oktober 2016, 13:57
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OK ! Danke für den tipp. Ich werde sie erst gar nicht einschalten, sondern erst ein paar teile in die "Rente schicken"....Aber sonst lese ich nur gutes von der M21. Wäre doch eine schöne Ergänzung als Master maschine zu meiner A80, denke ich. Warum hast du geschrieben , die M21 sei kompliziert ? Nur wegen die Kondensatoren ? Oder gibt es da sonst noch "probleme" ?

Beitrag Montag 3. Oktober 2016, 16:57
cavemaen Benutzeravatar
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Die Telefunken M20 / M21 wurden von Ingenieuren geplant, deren Hauptaufgabe es war, Briefsortieranlagen für die Post zu bauen.

Das Geschäft der Magnetophone lief nebenbei mit ganz wenigen Spezialisten welche bereit waren, damals von Hamburg nach Konstanz zu gehen.

Im Gegensatz zur M15A (sehr servicefreundlich wie Studer), ist die M21 verbaut.

An die Laufwerksteuerung, Capstanregelung, Wickelsteuerung und Audioplatinen kommt man noch gut ran, dann hört es aber auch schon auf.

Wenn die unteren Wannen abgeklappt wurden, ist die Netzteilplatte im Wege. Von dieser gehen sehr viele einseitig gesteckte Flachbandkabel zu den Leistungsendstufen im hinteren Maschinenteil.

Von dort laufen Signale wieder zurück zu Netzteil, Steuerung und Verbrauchern, auch einige zum Bedienungs-Panel.

Die Capstan-Leistungs-Elektronik sitzt auf einer Stange, welche völlig unüberlegt quer zwischen Netzteil und Leistungsstufen verbaut wurden.
Auch hier läuft man Gefahr, beim Erneuern der TIP130 Kabel zu vertauschen, oder sich Kabelbruch einzufangen!

Schwachpunkt sind eindeutig die Flachbandkabel, welche sich gerne lockern und bei öfterem Bewegen zum brechen neigen, als hätten sie meine Kontoauszüge gesehen. :lol:

Jetzt suche mal einen Fehler, ohne zuvor das fette Handbuch gelesen zu haben - unmöglich!

Der Unterschied zur M20 ist aber dann nicht mehr so schlimm, wenn man sich mal TimeCode weg denkt.

Statt Poti's hat man ICs verbaut, in denen die "virtuellen Potis" in 256 Einzelschritten digital justiert und abgespeichert wurden.
(Auffällig ist hier die Nähe zur Studer A810)

Man sollte schon einige M21 "durchgelötet" haben, um mitreden zu können behaupte ich mal.

Vorteil der Studer:

- aufgeräumte übersichtliche Steckkartentechnik
- große Ähnlichkeit zu anderen Maschinen mit identischer Audioschaltung
- hohe Stückzahlen und weltweit zu finden
- gebrauchte Ersatzteile gibt es oft
- nach Ausbau der TimeCode-Elektronik läuft die Studer weiter, eine M20 nicht.

Aber beide Maschinen, ob A810 oder M21 klingen gleich gut, denn beide haben gleiche Schaltkreise drin und beide haben verglaste Tonköpfe an Bord (Studer-Köpfe ab Version 1.318.....).

Vorteil der M21 gegenüber der A810:

- M21 ist billiger zu haben
- kommt ohne Batterie aus
- kann 1000m Wickel mit 30cm Tellern tragen.

Rudy

Beitrag Mittwoch 5. Oktober 2016, 11:22
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Danke für die ausführliche Erklärung ! Wie immer ,sehr lehrreich und freundlich .

Beitrag Sonntag 16. Oktober 2016, 19:52
studer289 Trippel As
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Noch mein saft dazu....stimmt die T9 ist das vielfache gelaufen...und braucht eine anständige revision....wird im vergleich zu den IC gräbern
aber immer irgendwie im stande sein zu spielen...

bei studer gehts bei mir bis zur A80...danach reichts mir mit den schaltkreisen...habe beide 812 abgegeben...


herzlich Clemens

Tralalalala

Beitrag Sonntag 16. Oktober 2016, 21:19
heinzmen Benutzeravatar
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""" beide haben verglaste Tonköpfe an Bord (Studer-Köpfe ab Version 1.318.....). """

Es gibt bei Studer KEINE verglasten Köpfe...... auch die 1.318.... nicht...

Gruss Heinzmen

Beitrag Montag 17. Oktober 2016, 19:49
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Meines Wissens hat Studer angefangen, den Kopfspalt zu verglasen und Telefunken machte es nach.

Oder wie nennt sich die Schicht in den 1.318er Tonköpfen???

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