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Magnetophon – AEG-Universalgerät für Tonaufnahme und – wiede

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pmeinhold Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
Wohnort: Wiesbaden
Hallo Bandmaschinen Fans,
endlich ist es soweit, das Buch
Magnetophon – AEG-Universalgerät für Tonaufnahme und – wiedergabe
ist bei mir lieferbar und kann bestellt werden.
246 Seiten, mit zahlreichen historischen Fotografien und Zeichnungen, Hardcover
Preis incl. Versand Deutschland 42,-- EUR
Die Entwicklung des Magnetbandverfahrens von den Grundlagen bis zur Ausformung und technischen Reife
Mit dieser Publikation soll der kurze, aber wesentlichen Zeitabschnitt der Entwicklung des Magnetbandverfahrens von den vorbereitenden Erfindungen Ende der 1920er Jahre bis zur Ausformung und technischen Reife der universell einsetzbaren AEG-Magnetophon- und Tonschreiber-Geräte in den 1930er und 1940er Jahre beschrieben werden.
Anfang der 1930er Jahre begann die AEG in Zusammenarbeit mit der I.G. Farben, erstmals und systematisch die Idee der Tonaufzeichnung mittels Magnetophonband und einem speziell dafür entwickelten Aufnahme- und Wiedergabe-Magnetbandgerät zu verwirklichen. Der daraus folgende fulminante Aufstieg des Magnetbandverfahrens zu einem hochqualitativen, universellen Speichersystem für Audio-, Video- und sonstige Daten, fußte, neben einer Vielzahl bedeutender Detailentwicklungen, auf drei fundamentalen Erfindungen:
1. Das Magnetband, erfunden 1928 von Fritz Pfleumer in Dresden.
2. Der Ringkopf, erfunden 1933 von Eduard Schüller in Berlin.
3. Die Hochfrequenz-Vormagnetisierung, (wieder-) entdeckt 1940 von Dr. Walter Weber und Hans Joachim von Braunmühl in Berlin.
Als 1935 mit dem Magnetophon K 1 das Magnetbandverfahren seine öffentliche Premiere hatte, ahnte kaum jemand, dass dies der Beginn einer mehr als sechs Jahrzehnte langen Epoche war, in der dieses vielseitig einsetzbare magnetische Aufzeichnungs- und Reproduktionsverfahren allen anderen Speicherverfahren weit überlegen sein wird. Der millionenfache Einsatz von Magnetbandgeräten und der damit verbundene gravierende Wandel der Massenmedien wirkte sich dabei so tiefgreifend auf kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen aus, wie nur wenige andere Technologien jemals zuvor. Doch begonnen hat alles mit einem AEG-Magnetbandgerät, das man heute mit Fug und Recht als Legende bezeichnen kann - dem Magnetophon.
Der Schwerpunkt des Buches liegt natürlich auf der Entwicklung bei der AEG bis zum Kriegsende, gezeigt und beschrieben werden aber auch noch die Nachkriegstypen “K8”, “T8”, “T9”.
Es wird aber etwas kürzer auf den letzten Typ “M 20” von 1985 eingegangen, mit welchem die Entwicklung bei der AEG endete.
Aber auch andere frühe Nachkriegsgeräte wie die von Sander&Jansen, Vollmar, Tonschreiber d (HF-Dora) und Ariphon werden vorgestellt.
Gruß
Peter
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revfan Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 677
Hallo,

bestellt, geliefert und schon gelesen.

Für die, die sich für die "richtig alten Kisten" interessieren, ein absolutes Muss. Auch die zeitgeschichtlichen Bezüge für sich allein sind schon überaus lesenswert.
Neben den sehr schönen Fotos sind auch ein Haufen Schaltpläne und andere technische Details wiedergegeben. Viele wichtige Zeitzeugen kommen zu Wort.

Das Buch ist unter Mitarbeit von Herrn Friedrich Engel entstanden - den kennen wir hier im Forum doch auch ;-)

revfan

P.S.: Zum Schmunzeln: auch mal das Impressum Seite 245 lesen

revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 677
Noch ein Nachtrag:

Bei der Vorstellung des K4 wird auch ausführlich (Seite 106ff) auf die zumindest hier doch vielfach in Vergessenheit geratene "Option" in Südtirol 1939 und die anschließende Sammlung von Südtiroler Brauchtum durch Alfred Quellmalz 1939 bis 1942 - sogenannte Südtiroler Sammlung - im Auftrag eines von Heinrich Himmler geführten Vereins eingegangen.

Es wurden unter "teils abenteuerlichen" technischen Bedingungen mit zwei je 130 kg schweren K4 Geräten annähernd 3000 Aufnahmen (das Buch spricht von 2490) überwiegend von Volksmusik in damals z. T. schwierig zugänglichen Gegenden gemacht. Sie wurden später im Rahmen eines EU-Projekts digitalisiert und waren Gegenstand etlicher Forschungsarbeiten (Näheres zur umstrittenen Einordnung des Projekts zwischen offensichtlicher NS-Ideologie und Motivation einerseits und hohem volkskundlichem Wert der Aufnahmen anderseits bitte nachlesen).

Für alle, die sich genauso wie ich gefragt haben,wie das denn klingt, was damals aufgenommen wurde, ist im StudienVerlag, Innsbruck, im Auftrag einer Abteilung der Universität Mozarteum Salzburg, der Universitätsbibliothek Regensburg und anderer ein Büchlein "Bäuerliche Volksmusik aus Südtirol 1940 bis 1942" Herausgeber Thomas Nußbaumer erschienen. Beigefügt sind 2 CD's mit 68 hochinteressanten aufbereiteten Beispielen aus den damaligen Aufnahmen in erstaunlicher Klangqualität.

revfan


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