Start Der ganz normale Wahnsinn... Musik Legale Kopien

Legale Kopien

Neben der Technik von Bandmaschinen & Tontechnik möchte ich dieses Forum rund um das Thema moderieren, um das es uns allen geht: Wer hört welche Art von Musik bzw. was gibt es auf dem Musikmarkt Interessantes zu entdecken?

Moderator: Administratoren


Beitrag Donnerstag 6. Oktober 2011, 22:47
Krottendorf Benutzeravatar
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Hallo miteinander


Ich habe eine interessante Seite gefunden, schöne Beiträge und Fotos

http://www.funkstunde.com/

Und, hier werden Bandkopien legal angeboten, auch ganz interessant.

http://www.funkstunde.com/de/musik/tont ... gebot.html

L.G. Konrad

Die hier gezeigte Werbung wird nicht durch "Das STUDER und ReVox Forum" bereitgestellt, sondern automatisiert durch Google. Grundlage sind die verwendeten Schlüesselwörter in den Beiträgen. Besucher dieser Links werden gebeten sorgfältig mit den angebotenen Produkten/Seiten umzugehen.
 
Beitrag Samstag 8. Oktober 2011, 14:52
cavemaen Benutzeravatar
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Diesen Mann kenne ich, der war beim NDR Synfonie-Orchester - darf aber auch keine Bänder oder Kopien verkaufen!

Abgabe für kulturelle Zwecke ja, aber unentgeldlich, sonst fallen Tandiemen an und die Aufnahmen müssen mind. 70 Jahre alt sein, sond kommt die GEMA!

Rudy

Beitrag Samstag 8. Oktober 2011, 16:44
revfan Lebende Forenlegende
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Hallo cavemean,

Die Urheber müssen sogar schon 70 Jahre tot sein, nicht nur die Aufnahme 70 Jahre alt .
Also wer es schafft, mit 20 etwas zu schaffen (Komponist) und 90 Jahre alt wird, beschert sich und seinen Erben eine Gesamturheberschutzdauer von sogar 140 Jahren :!:

Der Schutz ausübender Künstler (z.B.: reine Musiker) und auch des Lichtbildners (z.B.: Fotografen) richtet sich nach dem Erscheinungsdatum und es gibt auch nur 50 Jahre. Es gibt auch Schutzfristen für Veranstalter und andere.

revfan

Beitrag Samstag 8. Oktober 2011, 16:45
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Hi, Rudy.

Dann ist seine "schreibe" auf de Homepage falsch, ich habe mich gewundert, aber der Profi in diesen Dingen bin ich ja nicht und wenn das so einigermaßen professionell angeboten wird...

Also 70 Jahre müssen die Urheber tot sein ??!!
In der Klassik ist das ja noch ok, aber in der ((normalen)) Musik, na ja. Aber eigentlich so alte Aufnahmen braucht dann auch keiner mehr.

Aber Du schreibst Gratis Kopien dürfen gemacht werden?

L.G: Konrad

Beitrag Samstag 8. Oktober 2011, 16:54
revfan Lebende Forenlegende
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Hallo Konrad,

gratis oder gegen Geld ist grundsätzlich egal. Die Vervielfältigung für nicht rein private Zwecke (z.B.: Einzelstück als Geburtstagsgeschenk) und auch allein schon die Verbreitung als solche verletzt die Rechte, sofern nicht alle (!) Rechteinhaber zugestimmt haben, also z.B.: Dirigent, Orchester, Solist, Klofrau............

revfan

Beitrag Samstag 8. Oktober 2011, 17:44
cavemaen Benutzeravatar
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Wenn Du legal im Besitz eines Masterbandes bist, kannst Du selbst damit machen was Du willst.

Kopieren ist verboten und der Verkauf auch, da Du damit Geld einnimmst.

Es ist richtig, dass alle Mitwirkenden jeder Art von Vervielfältigung ect. zugestimmt haben müssen ect. ect. was sich aber auf neuere als 70 Jahre alte Aufnahmen bezieht und nach 70 Jahren ist die GEMA raus und die alten Rechte aufgehoben.

Er kann mit seinem Band machen was er will es sei denn; er ist Rechte-Inhaber - oder:

Dieses Band aber durfte das Funkhaus nie verlassen, darauf wird sehr streng geachtet und jeder welcher Zugang zum Archiv hat, mußte zuvor dafür eine Belehrung unterschreiben und haftet mit seinem Job!

Dieser Mann aber war 1. Geiger vom RSO des NDR und hatte Zugang als Orchestermitglied. Diese Personengruppe war berechtigt, für private Zwecke eine Beleg-Kopie zur Qualitätsbeurteilung vor einen Plattenpressung oder Ursendung zu erhalten und diese Bänder wurden auch nie zurückgefordert.
Jeder aktive Musiker achtet selbst darauf, dass seine Aufnahmen nicht in falsche Hände gelangen.

Auch hat rechtlich ein Interviewpartner Anspruch auf ein Beleg-Exemplar einer Sendekopie oder auch ein Druckerzeugnis bei den Schreiberlingen!

Diese Rechte können variabel verkauft werden, so ist es möglich und auch Praxis, dass man sein "geistiges Eigentum" einmalig zur Veröffentlichung anbietet, zeitlich beschränkt, dauerhaft verkauft und jedesmal mit kassiert, oder vertraglich geregelt einmalig bezogen auf vorgenannte Möglichkeiten.

Interviewpartner haben auch das Recht, jederzeit weitere Veröffentlichungen zu untersagen.

Im Falle dieses Bandes kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, wann durch wen und wo das Band verlorenging und wer dieser eventuelle "Bezugsberechtigte" mal war, da das Band mehrere Jahrzehnte alt ist.

Auch kann man bei der ARD Bandkartons aus dem Müll holen und ein kopiertes Band eines Radiomitschnittes, CD o.a. reingelegt werden, auch kann behauptet werden, das Band sei so gefunden worden.
Aber dann handelt es sich um Unterschlagung!

Fakt ist; auf allen Bandkartons bespielter Bänder prangt immer ein Stempel des Eigentümers; unerlaubte Auführung, Verfielfältigung ect. sei grundsätzlich verboten.....

und so ist auch der Verkauf ausgeschlossen.

Jedenfalls kann man daraus einen riesen Affen machen, wenn man nicht aufpasst.

Ich habe auch Masterbänder, werde aber niemanden Titel, Interpret(en) ect. auf die Nase binden und diese Bänder niemals zum Verkauf anbieten!

Verschenken wäre eine Möglichkeit aber ohne "Absender" drauf und ohne Herkunftsquelle.

Es gibt offizielle Kopien von Masterbändern zu kaufen. Aber es handelt sich um unbekannte Interpreten, unbekanntes Musikmaterial und das Studio gibt die Bänder nur numeriert ab - zu rund 200,-N€umark für 20-30 Minuten zweifelhaftes Vergnügen.

Kostenfrei und ungefragt dürfen nur Fragmente von Bild + Ton bis zu 15 Sekunden in Nachrichtensendungen veröffentlicht werden, was wir ja kennen.

Ohne ins Detail gehen zu wollen hoffe ich, aus meiner Erfahrung im Hörfunk 'nen kleinen Einblick gegeben zu haben.

Rudy

Beitrag Samstag 8. Oktober 2011, 20:29
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Danke Rudy für Deinen ausführlichen Beitrag!

Auch mir kommen Zweifel wenn ich die Worte "legal" und "Kopie" lese - passt irgendwie nicht so zusammen...
Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Freunde von der Funkstunde gut abgesichert haben bei dem was sie tun.

Gruß,
Christoph

Technik ändert sich - Gefühle bleiben!

Das STUDER und ReVox Infoportal | Tonbandgeschichte

Beitrag Sonntag 9. Oktober 2011, 11:16
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Verschenken wäre eine Möglichkeit aber ohne "Absender" drauf und ohne Herkunftsquelle.


Hallo Rudy,

ich geb dir mal meine Adresse ;-)

LG
Jean

Beitrag Sonntag 9. Oktober 2011, 12:31
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Hallo Jean

Ich wollte auch auf dieselbe Weise antworten, habe aber an der Glaubwürdigkeit von Rudys unüberlegten Satz gezweifelt.

Und was sind geschenkte Sachen meist wert?!

L.G. Konrad

P.S. Trotzdem schade, legal oder nicht, wenn man bedenkt wie viel Tonmaterial bei uns allen lagert das leider nur wenigen letzt endlich zur Verfügung steht und mit fast 100% Sicherheit will von uns nicht kommerziell verwerten werden würde.
Aber jetzt ist Schluss, geht eben nicht.
Freue sich doch jeder der zu einem Masterband kommt, plus deren Nachkommen und den Ebäyern die dann wieder was davon haben.

Beitrag Sonntag 9. Oktober 2011, 13:41
revfan Lebende Forenlegende
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Leute, das stimmt so nicht, wenn es auch zum richtigen Ergebnis führt - und glaubt mir, davon verstehe ich etwas auf Grund meiner beruflichen Erfahrung.

Mit der Gema oder gar mit Interviews (Persönlichkeits- nicht Urhberrechte) hat dies alles zunächst einmal überhaupt nichts zu tun. Es gibt Künstler, die Ihre Rechte nicht an die Gema abgetreten haben und natürlich auch Werke, die entstanden sind, bevor es die Gema überhaupt gab. Rechtlich streitet aber für die Gema die sog. "Gemavermutung", du muss also beweisen, dass die Gema keine Rechte hat, wenn sie Dich belangt.

Irgendwann aber werden alle Werke gemeinfrei, wenn das auch lange dauern kann, wie ich schon geschrieben habe. So ist zum Beispiel auch mal eine große Plattenfirma übel auf die Nase gefallen, da eine von ihr verbreitete CD eines sehr bekannten amerikanischen Rappers Teile aus den carmina burana von Orff (ich glaube aus den 1930-ern) übernommen hatte, und der ist erst in den 80-ern gestorben.

Zu unterscheiden ist aber zunächst, ob es sich um eine reine Aufführung handelt, oder ob der Aufführende auch der Komponist oder Verfasser war. Bei einer reinen Aufführung ist nach 50 Jahren Schluss. Die Aufnahme darf dann sogar gewerblich verkauft werden, falls sie noch jemand interessiert. Wenn das Werk aber bearbeitet wurde, sieht es schon wieder anders aus. Dann gelten wieder 70 Jahre nach dem Tode.

Ob der Originaltonträger "geklaut" wurde ist urheberrechtlich von untergeordneter Bedeutung und im übrigen wäre das wohl eher Diebstahl nach § 242 StGB und nicht Unterschlagung i.S. von § 246 StGB, wenn es nicht gerade der Rundfunkintendant oder ein verantwortlicher Chef war.

Jedes Musikwerk (Achtung: keine Computerprogramme!), das keinen Kopierschutz aufweist darf kopiert werden, aber nur zu sogenannten privaten Zwecken.

Also falls Rudy mir mal zu Weihnachten etwas schenken wollte, dürfte er das :lol:)


revfan

Beitrag Sonntag 9. Oktober 2011, 14:33
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... siehste, das mit mit 50 Jahren war mir nicht geläufig.

Danke für Deine ergänzenden Worte, gut zu wissen, dass man nicht allein da steht!

Offiziell darf und werde ich keine Kopien herausgeben. Was ich aber zu Hause hinter geschlossenen Türen bei / mit Besuchern mache....

Rudy
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Beitrag Sonntag 9. Oktober 2011, 15:42
revfan Lebende Forenlegende
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Rudy schrieb:
Was ich aber zu Hause hinter geschlossenen Türen bei / mit Besuchern mache....


Dich sollte man also besser nicht besuchen.....

revfan

P.S.: Tschuldigung....... das musste einfach raus.. :lol:

Beitrag Sonntag 9. Oktober 2011, 19:27
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... macht nix, ist eh alles zu eng und voll hier geworden.

Nach Terminabsprache kann jeder mal kommen - aber auf eigene Gefahr!

Zum Thema Schmutz auf Bändern und deren Größenverhältnisse habe ich folgende Datei gefunden zur allgem. Info.

Rudy
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Beitrag Dienstag 11. Oktober 2011, 10:40
Broesel6900 Jungspund
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Hallo Forum

Da ich den Betreiber der http://www.funkstunde.com/ persönlich kenne, habe ich mal nachgefragt, was er zu diesem Thema zu sagen hat:

Mit Ausnahme der nur Teilaspekte beschreibenden Anmerkungen von revfan liegen alle anderen Beiträge rechtlich weitestgehend daneben, aber kein Wunder, denn das Urhebrrecht ist sehr komplex und es sind noch etliche Dinge mehr zu beachten bei der Tonträgerherstellung als im Forum angesprochen.
Aber wer von der Funkstunde ein Band erhält, kann sicher sein, daß NICHT der Staatsanwalt einen Tages vor der Tür steht. Alle Rechte an den Aufnahmen der Funkstunde liegen bei mir als Tonträgerhersteller. Selbstverständlich sind die Rechte der GEMA, der GVL, der Verlage und der Künstler berücksichtigt dabei! Nach 50 Jahren Tätigkeit auf dem Gebiet ohne ein einziges Urheberrechtsproblem (mit Ausnahme eines Betrugsversuchs der GEMA gegen MICH) darf ich alle besorgten Geister beruhigen. Geschäfte mit Bandüberspielungen werden ohnehin bei der Funkstunde nicht gemacht, die Abgabe erfolgt zu Selbstkosten weil uns die Beschäftigung mit der alten Rundfunktechnik immer noch ungebrochen Freude macht und jede Stunde, die Musikfreunde mit einer analogen Aufnahme verbringen, eine verlorene Stunde für die Digitalisten ist! Also Analogfans, willkommen bei uns!


Gruß
Markus

Beitrag Dienstag 11. Oktober 2011, 11:33
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Soweit hat Markus Recht; Radiomitschnitte sind wieder völlig legal - für private Zwecke und wenn sie zu Hause mitgeschnitten werden - beweise mir einer das Gegenteil (grins)!

Das Urheberrecht ist in der Tat extrem komplex und ständigen Veränderungen unterworfen und mein Wissensstand als ehemaliger "Funktionär" einer Kabelradiostation ende im Jahre 2003.

Dennoch sind und bleiben Masterbänder immer Eigentum der Rundfunkanstalt, des Produzenten, des / der Musiker oder Auftraggeber - wer auch immer das ist, war oder sein wird und wer gerade die Rechte daran erworben hat und dürfen nicht an Dritte veräußert werden, Punkt.

Tipp: es interessiert aber niemenden, ob ich das Originalband zu Hause horte mit Programminhalten, welche schon gesendet
wurden, kann ja eine Kopie oder mein persönlicher Radiomitschnitt sein....

Rudy

Beitrag Dienstag 11. Oktober 2011, 16:19
revfan Lebende Forenlegende
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Also Leute, als jemandem, der mal eine zeit lang mit Urheberrecht seine - wenigen - Brötchen verdient hat, zieht es mir gerade die Socken aus.

Also sehr vereinfacht dargestellt :!:: Wem das Band gehört, ist völlig egal, wenn man es nicht gerade klaut. Dann werden aber nicht Urheber- sondern Eigentumsrechte verletzt. Kopien für private Zwecke sind völlig legal, soweit es sich nicht um Computerprogramme oder kopiergeschütztes unter Knacken des Kopierschutzes ( z.B.: DVDs - auch umstritten, Abfilmen geht) handelt. Selbst wenn derjenige, dem das Band als solches gehört, mit einer Vervielfältigung einverstanden ist, reicht das in keiner Weise, es sei denn, er hat auch die Verwertungsrechte oder ist selber der (einzige) Künstler. Auch ein Band, dass man im Müll findet, darf man nicht gewerblich verwenden.

Der Begriff private Zwecke ist aber urheberrechtlich autonom und eng zu verstehen. Du musst keine Firma haben, damit du in dem Sinne gewerblich handelst. Daher ist auch der private Verkauf alter Bänder , die nicht gelöscht sind, streng genommen eine Urheberrechtsverletzung, auch wenn man nur die Hitparade im Radio aufgenommen hat oder auch die Aufnahme durch jemand erfolgte, der längst tot ist (also Tipp: alte Bänder vor dem Verkauf selber löschen !!). Auch "gegen Unkosten" ist gewerblich. man muss keinen Gewinn machen wollen. Aber auch mal gerade zwei Dutzend Kopien verschenken, ist in diesem Sinne gewerblich.

Umgekehrt darf jeder seiner Oma, Schwiegermutter oder einem guten Kumpel beruhigt eine Kopie von einem Band zukommen lassen, das er selber hat oder auch nur selber aufgenommen hat, es sei denn, Du hättest mehr als 7 Schwiegermütter!! :? . Es darf halt nur keinen einzigen Cent kosten. Die Grenze bei der Anzahl wird weithin als 7 angesehen, obwohl das nirgendwo steht. Wenn der liebe Filius also gerade mal die ganzen Klasse mit einer Kopie der neuesten CD beglückt, darf er das nicht. Bei dem hübschen Mädchen aus der Parallelklasse sieht das anders aus (auch beim hässlichen aber netten).

Langer Rede kurzer Sinn: entscheidend bei der gewerblichen Nutzung im obigen Sinne ist letztlich die Frage,ob der Rechteinhaber (Künstler, Dirigent, Komponist) oder der, der vom Rechteinhaber ein übertragbares Verwertungsrecht erworben hat (hier also eventuell die Rundfunkanstalt) der konkreten Verwertung zugestimmt hat (umgangssprachlich: Lizenz, ist aber an sich kein deutscher Rechtsbegriff). Im Fokus steht aber im Allgemeinen aber nur der Vertreiber, nicht der Erwerber, es sei denn, er kann die Rechtswidrigkeit erkennen (aber auch das ist im Detail umstritten).

In der Schweiz oder anderen Ländern kann das Alles übrigens wieder ganz anders sein. Es gibt - noch - kein europäisches einheitliches Urheberrecht.

Das sollte als vereinfachtes Kochrezept reichen, damit jeder weiß, was er darf und was nicht.

Schlauberger, die einen "Trick" kennen, fallen allerdings meist übel auf die Nase - wenn sie denn erwischt werden oder nicht ihrerseits den anderen auch an der Gurgel haben (wie zum Beispiel großen Computerhersteller, die sich gegenseitig fertig machen, solange bis der Preis für die Lizenz stimmt).

revfan

Beitrag Dienstag 11. Oktober 2011, 16:37
Willi Routiner
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Soweit ich das verstanden habe, verkauft er nur das Bandmaterial.

Beitrag Dienstag 11. Oktober 2011, 19:37
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Hallo zusammen.

Vermutlich nehmen wir das dann doch zu ernst, wenn man bedenkt.
Man darf auch nicht alkoholisiert fahren und trotzdem kommt es gelegentlich vor?!
Man darf auch nur 130 auf Autobahnen und trotzdem kommt es gelegentlich vor das jemand etwas schneller fährt?!
Man darf auch nichts stehlen und trotzdem....

Also ehrlich:
Wie viele Mastertapes sind den schon in Händen von privaten Tonband Freunden?
Wie viele wollen den dann wirklich eine Kopie haben? Ich habe mal gehört das es Weltweit nur an die 100.000 sind die sich mit Tonband beschäftigen.
Und wenn, dann will doch jeder eine Kopie vom Original, also die Gefahr das von der Kopie weiter kopiert werden kann ja ausgeschlossen werden.
Und da soll sich jemand ernsthaft darum kümmern?
Da ist es wesentlich lukrativer den Musikdiebstahl vom Internet zu verfolgen, als von unsere Minderheit.

Aber sei es wie es sei, ich bin einer der gerne für Musik zahlt und sich nicht gratis im Internet bedient und respektiere daher dass ein ganz gewissenhafter Masterband Besitzer keine Kopien macht. Ein Master alleine zu besitzen hat ja auch einen gewissen Charme, oder?

L.G. Konrad

P.S. Ich kenne andererseits genug die das nicht ganz so streng sehen. Und verdammt die (fast legale) Musik macht richtig Spaß!

Beitrag Dienstag 11. Oktober 2011, 20:04
revfan Lebende Forenlegende
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Sorry, also noch einmal:

Jemand nimmt Geld egal für was, Ergebnis: keine private Kopie mehr im Sinne des Urheberrechts, also rechtswidrig, sofern man keine Rechte vom Rechteinhaber ableiten kann. Die Verbreitung und die Vervielfältigung der Aufnahme an sich sind schon das Problem, das darf nur der Berechtigte oder der seine Rechte von einem Berechtigten hat. Eine Gewinnerzielungsabsicht mit der Musik ist nicht nötig.

Jemand verschenkt alles an einen größeren Personenkreis, Ergebnis: ebenfalls keine private Kopie, auch wenn es überhaupt kein Geld gibt.

Jemand macht eine Tonbandkopie unentgeltlich für ein oder sieben gute Freunde zu Weihnachten: grundsätzlich legal, wenn das Original nicht ersichtlich geklaut oder illegal ist.

Es gibt - wie immer - noch ein paar Ausnahmen, die im allgemeinen aber keine Rolle spielen dürften, z.B. beim Gebrauch durch Behörden, im Rahmen der Forschung, zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch und anderes.

revfan

Beitrag Dienstag 11. Oktober 2011, 20:10
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 670
Hallo Krottendorf,

Du hast sicher insoweit Recht: Wo kein Kläger dort kein Richter, wie das Sprichwort sagt (das aber eigentlich etwas anderes meint).

Dennoch: ich mache alkoholisiert keine Tonbandaufnahmen und kopiere auch nicht illegal mein Auto :lol:

revfan

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