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PTH - Filter

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Moderator: Administratoren


Beitrag Montag 1. Februar 2016, 19:27
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Hallo zusammen,

wer kennt sich da aus, zum Thema PTH - Filter?
Was ist das?
Ist das ein Monobildner oder ein selektiver Filter für bestimmte Frequenzbereiche? Wo wird bzw. wurde er eingesetzt?

Würde mich freuen wenn mich jemand aufklären könnte.

Dank im Voraus und schönen Abend noch...

JR

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Beitrag Montag 1. Februar 2016, 21:13
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Grüße Dich auch!

Tipp:

Gib' uns bitte mehr Informationen. In meinen Schulungsunterlagen (ZDF Tontechnik) ist diese Abkürzung unbekannt und im Bereich TV / Optik ect. kenne ich mich nicht aus.

Wäre es ein 90°-Filter, wäre der auch so beschriftet worden.

Handelt es sich um eine Europa-Steckkarte, oder eine Danner-Kassette und welcher Hersteller ist es?

Das würde weiterhelfen.

Rudy

Beitrag Montag 1. Februar 2016, 22:04
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Hallo Rudy,

herzlichen Dank für die schnelle Reaktion.

Auch ich habe zuvor alle möglichen Quellen durchstöbert. Von Dickreiter über Webers bis Singspiel. Nichts ist unter PTH zu finden.
Auch bei Google nicht. Weder unter "alle" noch unter "Bilder". Oftmals ist die Suche unter "Bilder" auch nicht verkehrt...

Nur ein Hinweis spuckt eBay aus: Eine alte Auktion von eBay aus 2013. Da sind inzwischen jedoch alle Texte und Bilder gelöscht. Es ist nur noch die Kopfzeile gespeichert und die spricht von 2x Siemens PTH Filter. Mehr nicht. Aber eben wie bei mir seinerzeit.

Damals habe auch ich ein Konvolut an Teilen ersteigert und dabei waren 2x Siemens PTH :-)
Alles Weitere ist inzwischen untergebracht oder verarbeitet. Bis auf diese beiden Teile.
Nun möchte ich auch die integrieren. Aber für was sind die gut?

Um auf Deine berechtigten Fragen einzugehen: ES handelt sich um zwei Einschübe aus der bekannten SITRAL Serie. Fotos anbei.
Der Aufbau ist rein passiv.

Wer kann mir nun vielleicht etwas dazu sagen? Scheint ja nicht alltäglich zu sein:-(

Freue mich auf jeden Hinweis!

Gruß

JR
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Beitrag Mittwoch 3. Februar 2016, 21:55
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Danke für die Bilder, das Layout kommt mir irgendwie bekannt vor!

Solche (oder optisch ähnliche Baugruppen) habe ich auch in meinem Konvolut und stammen aus der Sendertechnik.

Meine sind gepaart kommen von TAB mit dem TAB U375 alphapre.

Solche Filtergruppen und sollen den Eingang der UKW-Sender oberhalb von 15KHz dichtmachen, da die oft im gleichen Raum befindlichen TV-Sender mit 15624Hz gerne in die FM-Sender eindrangen.

Bei der Telefunken M10 und M15 konnte man mit einer Lötbrücke auch bei 15KHz dichtmachen und die mit Wasserstoff gefüllten Klystron's konnten ungestört ihre Rechteckfequenzen (15000Hz + 624Hz Zeilenfrequenz = 15624Hz) zur Antenne blasen.

Daher könnten das warscheinlich (da ich die Schaltung nicht kenne) solche HF-Filter ohne aktive Bauteile sein.

Wären da 6 gleich große HF-Kerne drauf mit entsprechender Halbleiterbestückung, hätte ich auf einen Stereo-Decoder mit Filter 9. Ornung getippt, aber so...

Rudy

Beitrag Freitag 5. Februar 2016, 17:54
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Hallo Rudy,

besten Dank für Deine Recherchen bzw. Antwort. Das klingt ausgesprochen logisch und wird drum so sein. Passt auch ein wenig, denn wenn ich mich recht erinnere waren in dem damaligen Paket fast ausschließlich typische Rundfunk - Geräte / Platinen. So unter anderem 2 NTP Limiter, wie seinerzeit in vielen Sendeanstalten üblich.
Ich werde bei Gelegenheit mal mit Signalgenerator und Pegelmesser ran gehen. Da hätte ich auch früher drauf kommen können... und dann wahrscheinlich auch schneller verstanden :-(

Gruß & Dank

JR

Beitrag Samstag 6. Februar 2016, 22:23
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Null Problemo.

R.
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Beitrag Samstag 13. Februar 2016, 16:30
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Hallo Mitleser,
hallo Rudy,

habe nun mal einen der beiden PTH Filter durchgepfiffen.

Hier die Resultate: (leider nur umständlich stufenweise abgelesen und notiert. Kein Protokoll des Verlaufs)

Ausgang Generator: 50 Ohm
Pegel Eingang PTH: +6dBu
Eingang Pegelmesser (Belastung) 500 Ohm

20 Hz : -54dB
30: -49
40: -45
50: -42
60: -39
80: -35
100: -31
200: -24,5
300: -22
500: -20,5
1K: -19
2K: -16
3K: -15
4K: -14,5
5K: -20
6K: -28
7K: -34,5
8K: -40
9K: -46
10K: -51,5
11K: -70

??? Merkwürdig... kommt also als Filter zur Unterdrückung von Zeilenfrequenzen o.ä. wohl nicht in Frage.
Die sich daraus ergebende Kurve erinnert mich dann doch fatal an die Bewertungskurve 3 bei Geräuschspannungsmessungen.
Kann das denn sein? Dienten solche Teile zur Korrektur bei Messungen? Und dann in solchen Einschubgehäusen (Sitral).
Wurden solche Filter denn in einer Messstation in einem Rack eingesetzt?

Vielleicht macht es bei alten Haudegen nun irgendwie "Klick"...

Bin gespannt ob da noch etwas Konkreteres kommt.

Wie oben mal angedeutet, wurde ein solches baugleiches Pärchen PTH Filter in 2013 bei eBay schon mal angeboten.
Ergo: Offenbar gab es dann doch des Öfteren solchermaßen bestückte Stationen. Und daraus folgend bei Siemens wohl auch eine Serie, wenn auch vielleicht nur eine Miniserie :-)
Schließlich sind die beiden Frontplatten entsprechend spezifisch bedruckt, wenn auch der Siemens-typische Aufkleber auf der Seite des Gehäuses an beiden Geräten fehlt...

Gruß

JR

Beitrag Samstag 13. Februar 2016, 18:39
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Bei mir liegt auch noch eine solche Karte Cagnac - äh RUM, die ab 12,5KHz nach oben dicht macht.

Leider kenne ich die Frequenzgänge von Mittelwelle nicht und kann mir nur vorstellen, dass das Signal beschnitten wird.

Rudy
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Beitrag Sonntag 14. Februar 2016, 15:29
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Hallo Rudy,

ja, Begrenzungen oberhalb einer bestimmten Frequenz, z.B. stark abfallend ab 12, 13 oder auch 16kHz, waren seinerzeit in Funkhäusern üblich und auch notwendig. Oftmals sogar in End-, Verteil- oder Übergabeverstärkern mit integriert oder zumindest zuschaltbar.
Okay, offenbar auch als einzelne bzw. zusätzliche Einheiten (Einschübe).

Aaaaber hier erfolgt eine etwas schwächere Dämpfung auch unterhalb ~ 4kHz.
Und diese sich daraus ergebende Kurve erinnert mich halt an die Bewertungskurve "3" bei Geräuschspannungmessungen.
Vielleicht entspricht oder entsprach die PTH Charakteristik exakt dieser Bewertungskurve. Die hier gemessenen Abweichungen resultieren womöglich aus Fehlmessungen (Fehlanpassungen) meinerseits oder eben an eventueller Alterung der PTH-Einschübe.
Könnte ja sein....
Ich frage mich nur ob der Funk damals solche Messeinrichtungen nicht wie üblich mit Einzelgeräten (Messinstrumente) vorgenommen hat, sondern die erforderlichen Filter (und gegebenenfalls andere Messgeräte) in dieser rackfähiger Audführung installierte?

Gruß

JR

Beitrag Mittwoch 17. Februar 2016, 21:52
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Senderanlagen wurden stets redundant aufgebaut, fast alles war doppelt vorhanden.

Neben den Ballempfängern waren auch oftmals Hauptsender mit doppeltem Steuersender versehen und separater Endstufe für mehrere Programme.

Fiel ein Gerät aus, wurde das zugeordnete Reservegerät mittels Ablöseautomatik aktiviert, für andere Gestelle gesperrt und ein Ausfall-Melder aktiviert.

Daher machte es Sinn, kleinere Schaltungen in Racks unterzubringen mit entsprechender Verkabelung.

Meine Module wurden übrigens von TAB in Wuppertal gefertigt - bisher ohne Chance an Unterlagen zu kommen!

Rudy
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