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Gleichlaufprobleme bei A77 MKIII

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Mittwoch 20. Juni 2012, 22:14
Münzelmaik Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Wohnort: Westerwald
Hallo zusammen!

Ja, ich weiß, dass Gleichlaufschwankungen schon öfter Thema hier waren. Alles, was ich dazu gefunden habe, war mir aber zu unspezifisch.
Aaaalso:
Nachdem ich meine A77 endlich einsatzbereit hatte, habe ich eine Probeaufnahme gemacht und musste feststellen, dass gegen Ende des Bandes (große Spulen) arge Tonhöhenschwankungen auftraten. Ich würde das ganze als "echtes Leiern" bezeichnen.
Die Andruckrolle macht einen guten, nicht zu harten Eindruck.
Das Band ist in einem guten Zustand (kein sichtbarer Abrieb, kein Schmieren, Top-Klang).
Die Bremsen funktionieren vorschriftsgemäß und auch nur dann, wenn sie bremsen sollen.

Zwei konkrete Fragen hätte ich hier auch noch:
1. Hat der Bandführungshebel (links) eine aktiv-regelnde Funktion? Oder dient er nur der (passiven) Straffung des Bandes?
2. Welchen Sinn hat es, dass Revox das vordere Lager des Capstan-Motors als Bronze-Sinterlager ausgeführt hat? Würde an dieser Stelle ein Kugellager nicht mehr Sinn machen (allein schon wegen der relativ hohen seitlichen Kräfte, die die Andruckrolle ausübt)? Können die Gleichlaufschwankungen auch von einem defekten Capstan-Motor-Lager herrühren (die sich dann offensichtlich erst bei warmem/heißem Motor bemerkbar machen)?

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, welche Erfahrungen Ihr zu diesem Thema gemacht habt und welche Tips ich (hoffentlich) von Euch erhalte!

Gruß, Maik

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Beitrag Donnerstag 21. Juni 2012, 16:53
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 673
Hallo,

mach erst mal eine Aufnahme mit einem wirklich neuem Band nach sorgfältigster Reinigung aller vom Band berührten Teile mit Alkohol und berichte dann. Dass das Band gut klingt, schließt nicht aus, dass es doch teilweise Klebt.

revfan

Beitrag Donnerstag 21. Juni 2012, 16:57
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2549
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Zu der A77 gebe ich aus Erfahrung folgende Hinweise:

- Bandzug rechts zu schwach
- Tonwelle verschmiert
- Andruck von Gummirolle zu schwach
- linker Fühlhebel verhindert nur Bandschlaufen ohne regelnde Funktion.

Drück mal die Andruckrolle mit dem Finger nach!

Rudy

Beitrag Donnerstag 21. Juni 2012, 17:44
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Maik,

zu 2: ein Kugellager macht hier wenig Sinn da die geforderten Genauigkeiten schwerer einzuhalten sind. Praezisionsschleifmaschinenhauptspindeln haben auch Gleitlager und keine Kugellager. Die Hauptursache von Gleichlaufschwankungen wuerde ich im Zusammenspiel Capstan / Gummirolle sehen. Gegen Ende des Bandes ist der Gegenzug am Capstan am hoechsten; also wuerden sich hier Probleme zuerst zeigen. Die Gummirolle ist schnell gewechselt; bau' doch mal eine neue ein und schau ob der Fehler weg ist. Federandruckkraft in Ordnung? Ein Capstanlager mit zuviel Spiel ist sicherlich auch nicht hilfreich. Kannst Du das radiale Lagerspiel messen (Messuhr)? Die elektronische Regelung muss natuerlich auch funktionieren. Ist das Tachosensorsignal sauber; wie im Handbuch beschrieben? Hat die Motorglocke einen Schlag abbekommen und hat keinen sauberen Rundlauf mehr?

Viele Gruesse,
Hagen
.

Beitrag Freitag 22. Juni 2012, 08:24
BonyTanks Routiner
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Wohnort: Bad Oeynhausen
Hallo zusammen,

ich habe das gleiche Problem bei meiner B 77 MKII mit neuer Andruckrolle und neuen Bändern LPR 35.
Am schlimmsten ist es bei 9,5 cm. Die Größe der Spulen spielt dabei keine Rolle. Das Alles nach penibler Reinigung.

Viele Grüße und Euch allen ein sonniges Wochenende.
Uwe

Beitrag Freitag 22. Juni 2012, 08:53
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Uwe,

bei neuer Rolle wuerde ich erst mal die Andruckkraft und Zugmagneteinstellung pruefen. Dann den Tachosensor und die elektronische Regelung und das radiale Lagerspiel. Der Gleichlauf muss meiner Meinung nach auch beim stehendem rechten Wickelmotor gegeben sein (Papierkorbbetrieb). Wenn der Austausch der Wickelmotorkondensatoren Verbesserung bringt ist dass fuer mich ein Zeichen dass woanders etwas nicht richtig funktioniert.

Viele Gruesse,
Hagen
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Beitrag Freitag 22. Juni 2012, 15:03
revfan Lebende Forenlegende
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Hallo,

wahrscheinlich ist wirklich der Anpressdruck der Rolle zu niedrig. Zumindest ist es einen Versuch wert. Der lässt sich mit einem Schraubenschlüssel (nach Erinnerung 8 mm) auch vom Laien von Außen leicht mit etwas Gefühl einstellen (die silberne Schraube in der Mitte des Arms, an dem die Rolle hängt, nicht die seitliche schwarze Schraube am Ende :!: ).

Der Zugmagnet ist nach meiner Erinnerung abgesehen von der wohl unveränderten Montagepositon an sich nicht einstellbar. Die Motorlager müsste man eigentlich hören, falls die hin wären.


revfan

Beitrag Freitag 22. Juni 2012, 15:54
BonyTanks Routiner
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Hallo,

schonmal vielen Dank für Eure Hilfe. Ein Bekannter riet mir, mal den Capstan zu ätzen???? :o

Viele Grüße
Uwe

Beitrag Freitag 22. Juni 2012, 17:23
cavemaen Benutzeravatar
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Sandstrahlen ginge auch, aber leichter ist es, mit angefeuchtetem (nassem) 1200er Wasserschleifpapier zwischen den Fingern 2-3 Mal bei laufender Tonwelle hoch und runterschleifen - fertig.

Rudy

Beitrag Freitag 22. Juni 2012, 19:47
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Uwe,

bevor Du jetzt Deine Capstanwelle potentiell vermurkst ueberpruefe erst einmal den Rollenanpressdruck und dass sie leicht laeuft. Kraftmesser bekommst Du billig auf ebay und anderswo; wenn Du selber schrauben willst brauchst Du eine Minimalausstattung an Messgeraeten sowieso.

Wenn da alles stimmt und Dein Radiallspiel im Rahmen ist (Messuhr mit Stativ kannst Du Dir dann auch gleich besorgen) kannst Du immer noch versuchen die Welle aufzurauhen. Anleitung mit Aetztechnik findest Du auf dem Revox Forum von Frank Schieschke.

Viele Gruesse,
Hagen
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Beitrag Samstag 23. Juni 2012, 17:05
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 673
Hallo Uwe,

da hat Hagen wirklich Recht. Wenn die Welle in Ordnung ist, wovon eigentlich auszugehen ist, machst Du damit nur deren Oberfläche kaputt. Das Gerät muss mit einer unveränderter und einwandfrei sauberen Capstanwelle einwandfrei laufen. Da ist eher die Andruckrolle hin, als die Welle. Die Andruckrolle sollte man nach der langen Zeit sowieso mal erneuern.

revfan

Beitrag Samstag 23. Juni 2012, 19:17
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Arno,

die Frage ist auch ob Uwes Rolle wirklich neu ist (d.h. aus aktueller Herstellung) oder unbenutzt 20 Jahre irgendwo im Regal lag. Das ist nicht dasselbe.

Viele Gruesse,
Hagen
.

Beitrag Samstag 23. Juni 2012, 21:28
BonyTanks Routiner
Routiner

Beiträge: 42
Wohnort: Bad Oeynhausen
Hallo Ihr alle,

ich habe die Andruckrolle Ende 2011 in der Bucht bei "revox_de" Black Reel-Audio Hifi gekauft. Ich kann natürlich nicht
prüfen, ob die Rolle wirklich neu war. Bin aber davon ausgegangen, da in der Artikelbeschreibung "neu" stand.

Liebe Grüße
Uwe

Beitrag Samstag 23. Juni 2012, 22:15
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Beiträge: 822
Wohnort: Irland
Hallo Uwe,

wie von Rudy vorgeschlagen druecke mal mit dem Finger an der Rolle nach. Wenn die Sache besser wird messe erst mal die Andruckkraft nach wie im Servicehandbuch beschrieben. Die erlaubte Toleranz hier ist relativ gross; Du kannst hierfuer eine billige elektronische Zugwaage (z.B. Gepaeckwaage) nehmen. Wenn die Kraft stimmt forschen wir weiter.

Viele Gruesse,
Hagen
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