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A700 Einmessen

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Mittwoch 27. Juni 2012, 06:31
physman Doppel As
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Beiträge: 86
Hallo Revox Freunde. Ich habe die Absicht meine A700 bei 9,5 er Geschwindigkeit auf HiBias Band (z.B. Maxell) und bei 19 er auf z.B. LPR35 einzumessen. Funktioniert das so oder beeinflussen sich die Werte gegenseitig so stark, dass man damit nicht glücklich wird? Hat das jemand schon mal so praktiziert? Gruß. physman

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Beitrag Donnerstag 28. Juni 2012, 15:50
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 2549
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Hallo Kollege!

Du kannst die Bandmaschine bei jeder Geschwindigkeit auf andere Bandsorten einmessen, das ist so normal und vorgesehen.
Schließlich steht da nichts von Fostex, Tascam oder anderen "Fischfabriken" drauf! :?

Meine M15A und M21 habe ich auch unterschiedlich eingemessen und bei der M15A sogar ein Paar zusätzliche Aufnahmekarten daneben liegen für weitere unterschiedliche Bänder und deren Eigenschaften.

Rudy

Beitrag Donnerstag 28. Juni 2012, 17:01
Niederberger Jean Benutzeravatar
Trippel As
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Beiträge: 160
Wohnort: Lugano
Voraussetzung für das perfekte Einmessen ist auch natürlich vom Zustand der Trimmer abhängig. Ein bekannter Spezialist für Revox Revisionen "in Perfektion" ersetzt die alten Trimmer mit gekapselten und wechselt zugleich auch einige "veraltete" Kondensatoren.
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.

Beitrag Donnerstag 28. Juni 2012, 21:26
physman Doppel As
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Beiträge: 86
Hallo zusammen. Danke für die schnellen Antworten. Ich hab die Maschine selber revidiert. Dabei sind alle Potentiometer durch gekapselte Cermettypen getauscht worden. Ich hatte mich gerade mal daran gemacht die Spurlagen mit einem Bezugsband zu justieren. Das hab ich zum ersten mal mit dem Oszi gemacht. Muss allerdings leider feststellen, dass ich den 0° Strich, respektive Phasenlage, nicht ganz stabil einstellen kann. Hat da jemand Erfahrung ob und wieviel Schwankung da noch normal ist bzw. wie man das Problem am besten reduzieren kann. Mir würde da ja blos die Manipulation der insgesamt 4 Bandführungsbolzen einfallen. Danke und Gruß. physman

Beitrag Montag 2. Juli 2012, 14:28
zeppelin Benutzeravatar
Trippel As
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Beiträge: 146

Hallo,

da mach Dir mal nicht zu sehr einen Kopf. Ich gehe mal davon aus, dass Du die Phasenlage bei 10 kHz einstellst.

Phasenschwankungen wirst Du immer beobachten, dazu ist die Bandführung nicht stabil genug. Ausserdem machen sich Unebenheiten wie Staub auf dem Band bemerkbar, als auch Vibration rund um den Kopfträger. Erfahrungsgemäß kann man bei einer A/B77 Phasenschwankungen von bis +/- 10 Grad beobachten. Bei einer A700 dürfte es unwesentlich besser sein.

Daher muss beim Einstellen ein gutes, mittelndes Augenmaß walten. Übrigens ist die im Service Manual beschriebene Maximum-Methode garnicht schlecht.

Diese Phasenschwankungen machen sich übrigens weitesgehend als Phasen- bzw Seitenbandrauschen bemerkbar. In frühen Prospekten hatte Revox hierzu auch immer ein Diagramm angegeben. Die Stabilität der Bandführung ist, neben der Funktionalität, auch der wesentliche Unterschied zwischen professionellen und Amateur-Maschinen und schlägt sich entsprechend im Preis nieder.

Gruß

Ulf
Anti-"High Ender" - Geh mir weg mit Voodoo

Beitrag Donnerstag 5. Juli 2012, 06:26
physman Doppel As
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Beiträge: 86
Hallo Ulf, danke für die Info. Was die Bandführung betrifft muss ich dir voll zustimmen. Durch die Lupe betrachtet läuft das Band mit einem geschätzten, max. halben Milimeter Höhenschlag an den Köpfen vorbei. Dieses spiel gibt die Breite der Bandführungsbolzen so her. Ich habe die Bandführung ersteinmal so eingestellt, dass das Band nirgends an den Begrenzungen anschlägt. Damit resultiert diese Spiel wenigstens nur einen leichten Höhenschlag bei min. Winkelschwankungen. Alternativ ist noch die Frage, ob man die 4 Bolzen so einstellt, dass das Band wechselnd mal gegen deren obere bzw. untere Begrenzung drückt.
Mit dem Oszi habe ich nach der 1 kHz.Grobeinstellung den 10 kHz optimiert. Danach auf 15 kHz mit 19er und 9,5 Gechwindigkeit gegengetestet. Manuelle Justage ist mir unter den brutalen Messbedingungen natürlich nicht mehr mgl. gewesen. Da weiß man bei 9,5er nicht mehr wo man hindreht. Immerhin ergab das Schirmbild noch ein schwankendes Oval bis flachen Kreis mit 45° Rechtsneigung unter letztgeannter Bedingung. Die akustische Gegenprobe ist ganz ordentlich gewesen. Guß. Jens

Beitrag Donnerstag 5. Juli 2012, 13:47
zeppelin Benutzeravatar
Trippel As
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Beiträge: 146

Der genannte Höhenschlag erscheint mir zu hoch, den könnte man dann ja schon mit dem bloßen Auge erkennen. Von Relevanz sind eigentlich nur eventuelle Schwankungen zwischen der 2. und 3. Bandführung, d. h. über Aufnahme- und Wiedergabekopf.

Mutig finde ich es gleich an den vier roten Bandführungsbolzen zu drehen. Wenn es keinen zwingenden Grund gibt, sollte man diese nicht anfassen. Du wolltest Deine Maschine einmessen, da ist es okay die Kopfjustage zu prüfen und ggf. zu korrigieren. Die Bandführung bedarf in der Regel keiner Korrektur.

Wenn Du fortlaufend Schwankungen in der Bandlaufhöhe feststellst, stellt sich die Frage wo diese herkommen. Der Kardinalverdacht fällt da immer zuerst auf die Andruckrolle und Verschmutzungen.

Gruß, Ulf
Anti-"High Ender" - Geh mir weg mit Voodoo

Beitrag Freitag 6. Juli 2012, 18:03
physman Doppel As
Doppel As

Beiträge: 86
Hallo Ulf. Tja ein halber mm ist eventuell zu hoch gegriffen. Man sieht es ja auch nur bei einer Kopfhöheneinstellung wenn dass Band gerade eben unter der Bandkanteneinfräsung der Köpfe entlangläuft. Da hat man einen Fixpunkt. Die maschine ist auch nicht aus Erstbesitz. Gerade der Bolzen rechts neben dem PB Kopf schein getauscht zu sein. Er sitzt in einem Reparaturgewinde. Deher bin ich ma mutig und mache alles neu. Von Außen nach Innen wird der Bandlauf geprüft. Bandteller, Umlenkrollen der Bandwaagen. Die sollten schon untereinander sowie links und rechts, ebenentreu auf dem Chassis sitzen. Ist der Parallellauf zwischen den Bandwaagengrollen, als äußerste Bandführung, gegeben gehts weiter mit den Bolzen der Kopfplatte. Imme schön von außen nach innen. So hab ich mir das zumindest vorgestellt. Mit Sorgfalt sollte es funktionieren. Und wenn dann noch jemand praktische Erfahrungen und Tipps teilen kann ist es um so besser. Was die Andruckrolle betrifft, so kann ich deine Vermutung nur teilen. Ein geringes Taumeln schiebt das Band auf dem Capstan hoch und runter. Verschmutzungen sind selbstredend ausgeschlossen. Soetwas ist völlig tabu.Ich werde auf jeden Fall über das Resultat berichten. Gruß Jens.

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