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Defekte B77 MK1

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Dienstag 31. Mai 2016, 00:48
Skeptiker49 Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Hallo Gemeinde,

Wie ich in der Vorstellung schon dargestellt habe, besitze ich seit einigen Wochen eine B77 MK1, an die ich mich noch nicht so richtig rangetraut habe.

Ein Freund, der selbst so ein Gerät hatte, hat mich dann überredet, sie doch mal einzuschalten. Nach mindestens 6 Jahren Standzeit hatte ich gleich befürchtet, dass uns die Kondensatoren um die Ohren fliegen. Dem war aber nicht so.

Etwa eine halbe Stunde lang lief alles problemlos, dann ging plötzlich das Zählwerk nicht mehr.

Kurz darauf, beim Zurückspulen des Bandes schaffte das der linke Bandwickel nicht mehr.

Mein Freund hat dann das Band von den Tonköpfen weggenommen und erneut die Rückspultaste gedrückt, was zu einem Abriss des Bandes führte.

Im gleichen Moment entstieg den linken Lüftungsschlitzen ein beachtlicher Qualm mit entsprechenden Gerüchen. In absoluter Panik habe ich den Netzstecker herausgezogen, obwohl ich mir einbilde, dass die Beleuchtung der VU-Meter zu diesem Zeitpunkt noch an war. Also kein Ausfall der Stromversorgung, obwohl es optisch so aussah?

Seither habe ich das Gerät nicht mehr angerührt, aus Sorge, dass ich noch mehr Teile zerstöre.

Vielleicht hat jemand von Euch einen Tipp für einen Neuling?

Freundliche Grüße

Skeptiker49 / Reinhard

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Beitrag Mittwoch 1. Juni 2016, 21:23
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 2576
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Hallo erstmal...!

Ferndiagnosen sind immer schwer.

Beim Zählwerk kann nur der Riemen runter sein. Wenn aber das Band schwer läuft, kann es am Band selbst liegen (schmiert, saut Tonköpfe ein), oder an den Bremsen.

Gerade nach langer Standzeit kann der Belag der Bremstrommel klebrig geworden sein, auch kann ein Motoren-ELKO fertig sein und wollte Dir sein Ende mit dem "Rauchzeichen" signalisieren, ferner kann auch der Motor gestunken haben, WIMA's oder Rifa's sollten in Rente geschickt werden ect....

Da hilft nur eine Grundüberholung von jemanden, der das schon mal gemacht hat und genau weiß, was er tut.

Bitte die gängigen VDE-Sicherheitsvorschriften beachten!

Rudy

Beitrag Donnerstag 2. Juni 2016, 01:40
Skeptiker49 Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Hallo Rudy,

danke für Deine Antwort.

Ich habe mich jetzt doch noch mal rangetraut und festgestellt, dass das Gerät - trotz der damaligen Qualmentwicklung - immer noch einwandfrei läuft.
Heftige Suche in den Foren hatte mich darauf gebracht, dass es auch "nur" ein abgerauchter Entstörkondensator gewesen sein könnte, der mich so in Panik brachte.
Aber prinzipiell hast Du natürlich recht. Ich möchte keine Maschine, die nur so läuft, sondern eine, die völlig in Ordnung ist. Insofern ...

LG
Reinhard

Beitrag Donnerstag 2. Juni 2016, 20:23
9146 Doppel As
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Hallo Reinhard,

ich bin auch der Meinung daß der Zählwerkriemen, nach der längeren Standzeit sicherlich gealtert und brüchig, in seine Einzelteile zerfallen ist. Oftmals läuft der dann mehr oder weniger ein paar Minuten um dann den Geist endgültig aufzugeben. Absolut typisch.
Typisch auch das Rauchzeichen nach 10 bis 20 Min. aus dem Bereich der Motor-Kondensatoren. Das sind meist die großen Alubecher. Der Rauch steigt dann entweder links oder rechts, je nachdem welcher Motor betroffen ist, durch die Belüftungsschlitze auf.
Und auch nicht selten, dass das Gerät nach kurzer Ausschaltpause dann doch noch funktioniert. Jedenfalls auf den ersten Blick, denn nach der Selbstheilung hat der Elko bestimmt nicht mehr den korrekten Wert.
Der Betroffene, als auch alle anderen Elkos gehören also bald getauscht.
Genau wie Rudy auch schon anmerkte steht also eine Überholung und ein Einmessen an.

Aber es lohnt sich...

JR

Beitrag Samstag 4. Juni 2016, 01:06
Skeptiker49 Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Hallo JR,

danke für die Antwort, so sehe ich es inzwischen auch.
Ich werde mich darum kümmern.

LG
Reinhard


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