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B77 Aufnahmeregler/ Potis

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Dienstag 18. September 2007, 22:48
dr.roberts Jungspund
Jungspund

Beiträge: 5
Hallo!
Ich habe eine B77 und stellte bei der Aufnahme fest das ich die Regler zur Aussteuerung nur minimal bewegen muß, dann schlagen die VUs bis zum Ende!Ein Kratzen ist bei der Wiedergabe wenn ich die Regler betätigt habe auch zu hören.
Ich gehe davon aus das die Regler kaputt sind, wo bekomme ich nun neue her, kann ich die selbst einlöten oder ist das Hexenkunst?
Hat einer eine Idee.
Vielen dank im voraus!!!!!!

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Beitrag Dienstag 18. September 2007, 23:20
Niederberger Jean Benutzeravatar
Trippel As
Trippel As

Beiträge: 160
Wohnort: Lugano
ich bin kein Techniker aber ich denke es sind eher Trimmpoties auf dem Aufnahme (Eingangs) Verstärkerprint ? Es gibt sicher noch eine fundierte Antwort von einem Techniker.
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.

Beitrag Mittwoch 19. September 2007, 21:18
PhonoMax Haudegen
Haudegen

Beiträge: 257
Wohnort: München
Lieber Dr. habil. Roberts,

leider gibt es im Gegensatz zu Jeans Vermutung keine Trimmpotentiometer auf dem Eingangsprint der B77 (oder auch A77). Die Empfindlichkeit wird zwar umgeschaltet; dies aber erfolgt wohl überlegt (die A77 war ein Wurf!) mit Festwiderständen. Nachdem die Empfindlichkeit der Line-Eingänge der B77 (Radio und AUX) auch keineswegs abartig hoch ist, verwundert deine Beobachtung ein wenig, denn in der Amateurtechnik sind Quellenausgangsspannungen von über 1,5 Volt fast nicht zu finden. Die 1,5 Volt aber verdaut eine B77 tadellos.

Deshalb folgende Fragen:

Welche Quelle (welches Gerät mit welchem Ausgang) benützt du, wenn deine Probleme auftreten?

Welchen Eingang der B77 verwendest du?
Solltest du den Eingangswahlschalter auf "Mic Lo" stehen haben, darf dein Problem allerdings nicht verwundern, da diese in deiner Anordnung zweifelsfrei fehlerhafte Einstellung als solche für die Mikrofonaufnahme dienen soll und daher zwangsläufig keine Line-Pegel wegstecken kann.

Hast du die B77 in irgendeiner trickreichen 'Kunstschaltung' laufen, die ggflls. zu einer Rückkopplung des B77-Ausganges auf den Eingang der Maschine (Ausgang auf "Source" stehend) führen könnte?

Nachdem die Empfindlichkeit der Eingangsstufe des in Frage stehenden Verstärkertyps A77/A78/B77 nicht über Festwiderstände einer klassischen Gegenkopplung, sondern über die Wechselspannungsverstärkung des Eingangstransistors erfolgt -der Verstärkungsfaktor steigt mit der Verkleinerung des wechselspannungsseitig wirksamen Emitterwiderstands-, scheidet ein Kontaktmangel am Eingangswahlschalter für deine Symptomatik aus. Auch an den Potentiometern dürfte es schwerlich liegen, weil interne Kontaktstörungen nicht solcherart dramatische Folgen -auf beiden Kanälen identisch obendrein, denn du berichtest nichts anderes- haben dürften.

Es spricht daher mancherlei für einen Bedienungsfehler. Wenn du mir obige Fragen beantwortest, sehe ich vermutlich klarer.

Hans-Joachim

Boschd schkribdum:
Ich bin zwar kein Techniker, sondern musicus (classicus dazu...), dem allerdings der technische Hintergrund nicht fremd ist.

Beitrag Mittwoch 19. September 2007, 22:10
Niederberger Jean Benutzeravatar
Trippel As
Trippel As

Beiträge: 160
Wohnort: Lugano
Danke Hans-Joachim, für die Belehrung, es war meinerseits so eine Ueberlegung, aber jetzt haben wir eine Antwort von einem "musicus" der sich auch als "tecnicus" auskennt !
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.

Beitrag Donnerstag 20. September 2007, 00:23
dr.roberts Jungspund
Jungspund

Beiträge: 5
Hallo!
Liebe Leute Dank für eure Mühe, ich hab alles auseinander geschraubt und festgestellt das keine originalen Drehregler
eingebaut waren!
Ich habe die silbernen Knöpfe von den Reglern nur mit Gewalt abziehen können, die anderen gingen ganz leicht ab!
Da habe ich gesehen das dort irgendwelche Drehregler eingeklebt waren !
Sogar die Achse war eingeklebt, jetzt sind sie natürlich hinüber!
Jetzt brauche ich neue, woher nehmen!!!!!
Hat einer einen Tipp
An Bedienungsfehler habe ich auch erst gedach;aber da habe ich alles probiert,es sind halt die defekten Regler!
MfG.an alle

Beitrag Donnerstag 20. September 2007, 13:03
dr.roberts Jungspund
Jungspund

Beiträge: 5
Hallo Leute !
Die Originalen Potis sind nicht mehr zu bekommen, wat nu??
Es gibt verschiedene Drehpotis von ,CONRAD, brauche ich einen Wendelpoti 10 Gang mit 10 Ohm. 50 KOhm, oder Drahtpoti,
oder Drahtdrehwiederstand mit verschiedenen Ohm Bereichen.Alle haben 3 Lötanschlüsse wie der Originale auch.
Es gibt so viele welchen nehm ich denn???????????????
MfG.

Beitrag Donnerstag 20. September 2007, 13:17
PhonoMax Haudegen
Haudegen

Beiträge: 257
Wohnort: München
Lieber Jean,

hoffentlich kam dich meine Information nicht zu sauer an, was mir als Altstuderaner, der 'da fast drinstitzt', Leid täte. Nichtsdestoweniger suchte ich mein Lebtag -im Gegensatz zum aktuellen, sozialen Mainstream- die Belehrung bewusst, weil man sich ja schließlich und endlich irgendwo etwas herunterschneiden muss. Das ist in den letzte 40 Jahren so konsequnet passiert, dass selbst 25 Jahre Digitalerfahrung daran nichts ändern konnten.

Ansonsten erodiert inzwischen selbst die letzte Studer-Generation, denn vorvorvergangenen Montag musste der leidenschaftliche Flieger Walter Derrer auf dem Lahrer Flughafen sein Leben genannter Leidenschaft opfern. Auch er und seine ständig glimmende Pfeife sind also nicht mehr unter uns.


Nun zu dir, lieber Dr. habil. Roberts,

der aktuelle Befund ändert nichts daran, dass die Potis allein deine Beobachtungen zur letzten Reparatur nicht erklären können. Du musst, gleichgültig, ob die Potis nun falsch, schlecht oder was weiß ich wie angeschlossen sind, die Eingangsstufe auch mit wesentlich zu hoher Empfindlichkeit betrieben haben (sie mein Post oben), um zur geschilderten Fehlersymptomatik zu gelangen.

Die Potentiometer auch der B77 stammten, soweit ich mich erinnere, von Preh, wo sie aber nicht mehr hergestellt werden, weshalb du vermutlich nur aus dem offiziellen Nachlass des Ersatzteillagers der Regensdorf-Löffinger neuen Ersatz erhalten wirst, dafür aber Festspielpreise wirst bezahlen müssen: Die Nachfrage bei Revox in Villingen-Schwenningen oder einer der assoziierten Werkstätten klärt auf, was dort noch liegt. Inwieweit Enzo di Benedetto in Regensdorf Neumaterial abgeben kann, müsste man auch mit ihm telefonisch klären, wie denn Nachfragen bei http://www.revox-ersatzteile.de, dem revox-Joschi und anderen bis hin zum Gebrauchtmarkt und ebay helfen können, an die beiden 4k7-Pots heranzukommen. Auch auf dem Surplusmarkt fährt nach wie vor jede Menge von Preh-Potentiometern herum, die jedoch nur nach Zuarbeitung in die B77 eingesetzt werden können, was einiges an handwerklichem Geschick voraussetzt; dies gilt umso mehr, als die B77 nicht gerade der Ort für unfachmännisches Gebastel ist. Quod erat demonstratum. Zur Vermeidung jenes Gebastels zählt übrigens auch der Erwerb der korrekten Ersatzteile. Insofern willst du die Pots beim Lieferanten genau beschreiben und nach Einlangen bitte auch korrekt einbauen (und den Eingangsverstärker ebenso bedienen), wenn dir am Erfolg gelegen ist.

Wenn solcherart verzweifelt kosmetischen Gangbarmachungen von Vorbesitzern ins Werk gesetzt wurden wie bei deinen B77-Potentiometern, ist oft mehr im Feuer, weshalb man das Gerät vielleicht sorgfältig (und ohne Hammer und Meißel) einer fachmännischen Überprüfung unterziehen sollte, damit es auch die nächsten 20 Jahre seinen Fähigkeiten entsprechend hienieden bleibt.

Hans-Joachim

P.s.: Ich sehe, dass du nachgelegt hast, trotzdem ändere ich meinen Text oben nicht, denn ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob du in VS nachgefragt hast. Der revox-ersatzteile-Freak könnte genau deine Pots in seiner Liste haben. Nachsehen!
Wendelpots haben hier überhaupt nichts zu suchen. Die Werte der beiden Monopotentiometer sind oben angegeben. Ansonsten steht dies auch in der Schaltung, die ich dir dringend herunterzuladen empfehle(ftp://ftp.studer.ch/Public/Products/Revox/Revox_B77), zumal Reparaturen an Bandgeräten zwar technisch mit einfacherem Gut umgehen als Rechnererweiterungen, generell aber mehr Sachverstand erfordern. Man muss grundsätzlich wissen, was man tut.

Beitrag Donnerstag 20. September 2007, 22:41
dr.roberts Jungspund
Jungspund

Beiträge: 5
Hallo!
Phono Max, deine informationen waren sehr gut, ich habe bei Revox nachgefragt und die haben die originalen auch nicht mehr bieten aber welche an zum Hammerpreis von 31,00 € per Stück und die haben einen anderen Kennlinienverlauf da muß denn noch was Kurzgeschlossen werden !
Ich glaube auch das eine fachmännische Untersuchung angebracht ist da auch an allen Pegelreglern gedreht wurde, weil das angebrachte Papier durchstoßen ist !
MfG. Dr.med. Roberts

Beitrag Freitag 21. September 2007, 02:23
PhonoMax Haudegen
Haudegen

Beiträge: 257
Wohnort: München
Lieber Drroberts,

es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben... Bei mir hielten allerdings die Papiere über den Löchern auch nicht besonders lange, und das zu einer Zeit, als mich noch der ungebremste Bannstrahl Willi Studers höchstpersönlich in fast jugendlichem Elan hätte treffen können. Allerdings wusste ich genau, was ich tat. Außerdem erhielten meine beiden A77ORF auch noch eine Klappe genau vor jenem Einstelltableau, das damit ohne Zerlegung der Maschine zugänglich wurde -allein durch das Öffnen jener Klappe. Die Einmessung gestaltete sich so wenigstens von der mechanischen Seite her zum Kinderspiel. Und das war schon etwas, weil die Bandmaschinen grundsätzlich über Dolby A liefen.

Hans-Joachim

Beitrag Mittwoch 3. Oktober 2007, 01:15
dr.roberts Jungspund
Jungspund

Beiträge: 5
Hallo!
Jetzt habe ich Potis für meine B77 und alles funktioniert tadellos.
Vielen Dank für die vielen Tipps und Anregungen !!!
MfG.

Beitrag Donnerstag 4. Oktober 2007, 00:05
Niederberger Jean Benutzeravatar
Trippel As
Trippel As

Beiträge: 160
Wohnort: Lugano
Es bleibt nur Dir viel freude mit der Revox B-77 zu wünschen !
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.

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