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Studer 963

Fragen und Antworten zur Technik bei STUDER Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Donnerstag 14. Juni 2012, 14:03
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo,

ich habe mal eine Frage an die Mischpultexperten: wenn die Frontplatte so aussieht, kann man dann davon ausgehen dass die Schiebepotentiometer nur noch zum Entsorgen gut sind? Immerhin müssen sie ja noch funktioniert haben, sonst hätten die Benutzer ja aufgehört die Frontplatten weiter abzuwetzen.

Viele Grüße;
Hagen
.
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Beitrag Donnerstag 14. Juni 2012, 17:59
Niederberger Jean Benutzeravatar
Trippel As
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Wohnort: Lugano
@ Hagen
ich würde nie Geld in ein solch "abgenudeltes" Mischpult investieren, denn da stehen m.E. teure Revisionen an.
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.

Beitrag Donnerstag 14. Juni 2012, 23:14
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Jean,

Ich denke das einzige was schwer zu ersetzen ist sind die Schiebepotis. Da Studer denke ich dort gutes Material eingesetzt hat könnte ich mir vorstellen dass die Potis noch gut sind obwohl sich die Lackierung schon verabschiedet hat. Einfache Logik sagt mir dass sobald ein Poti Probleme macht der Kanal nicht mehr zu benutzen ist; ergo der Lack danach nicht weiter abgenutzt wird. Der Umkehrschluss würde bedeuten dass entweder alle Potentiometer jetzt kaputt sind und deswegen das Pult zum Verkauf kommt oder aber die Potis eventuell noch funktionieren; darauf zielte meine Frage ab.

Teuer wird es natürlich wenn man das von Studer Experten machen lässt; wenn ich als (Zitat) "selbsternannter Techniker mit Geiz-ist-Geil Mentalität daran rumfrickel und rumbastel" (Zitat Ende Studer Experte) kostet es mich halt viel Zeit. Das Ergebnis kann dann natürlich auch nur absoluter Pfusch sein...

9xx Besitzer jetzt bitte nicht weiterlesen...

Ich brauche irgendwas in der Richtung; aber ich denke ich baue mein C279 um. Ist von den Baugruppen her baugleich mit dem A779 und alle Signalwege sind in Stereo ausgelegt (Es hat nur jemand vergessen die zweite Eingangsbuchse symmetrisch für den jeweiligen Kanal anzubringen). Entspricht vielleicht nicht ganz Rudys Ansprüchen aber für das was ich damit machen will tut's das wahrscheinlich.

Viele Grüße,
Hagen
.

Beitrag Freitag 15. Juni 2012, 11:04
STUDER 970 Doppel As
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wenn die Frontplatte so aussieht, kann man dann davon ausgehen dass die Schiebepotentiometer nur noch zum Entsorgen gut sind? Immerhin müssen sie ja noch funktioniert haben, sonst hätten die Benutzer ja aufgehört die Frontplatten weiter abzuwetzen


Das ist der einzige ;-) schwache Punkt bei den STUDER 9xx Pulten, dass die Frontplatteneinfärbung nicht ausreichend haftet und ziemlich schnell abgerieben wird. Zuerst geht die Beschriftung ab, dann die graue Farbe und das Aluminium kommt zum Vorschein.

Allerdings kann man die Frontplatten ersetzen, falls sie noch bei STUDER verfügbar sind.

Ich hatte mal vor einigen Jahren Originalfrontplatten für das 970er Pult bei STUDER gekauft, das waren dann die allerletzten.
Und das hatte echt Geld gekostet. Nun gibt es keine mehr für die 970er.
Ob noch was für die anderen Pulte vorrätig ist müsste man erfragen.

Natürlich wurde mit den meisten Pulten viel gearbeitet, und die sehen daher auch entsprechend aus.
Ich würde nicht daraus schliessen, dass die Fader verschlissen sind.
Einerseits sind die eingebauten Penny&Giles Fader sehr robust, und andererseits weiss man nicht, ob sie nicht schon ersetzt/gewartet wurden.

Mich stört auf jeden Fall das Optische, wenn die Frontplatten dermassen schlecht aussehen.

Vielleicht könnte man mit viel Liebe und Mühe neue Frontplatten herstellen lassen?

LG
Jean

Beitrag Freitag 15. Juni 2012, 11:11
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Jean,

Du meinst also dass die Fader noch gut sein könnten? Falls nicht bekommt man noch Ersatz?
Ein Pult mit diesen Frontplatten würde ich mir nicht ins Zimmer stellen (würg..); eine Wiederherstellung wäre für mich aber problemlos.

Viele Grüße,
Hagen
.

Beitrag Freitag 15. Juni 2012, 19:47
STUDER 970 Doppel As
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Hallo Hagen,

im 970 Pult sind definitiv Penny&Giles Fader drin.

Ich habe folgende Äquivalenzen ermittelt:

Fader Specifications for Penny & Giles Stereo Fader
Penny & Giles Studio Equipment Ltd. U.K.
Type: PGF 3222/C Made in the U.K.
Spec. N°: D460 451/2
Customer Ref N°: STUDER 1.960.032.00
Serial N°: 039 724 39


Fader Specifications for Penny & Giles Mono Fader
Penny & Giles Studio Equipment Ltd. U.K.
Type: xxxxxxxxxxxxxx Made in the U.K.
Spec. N°: xxxxxxxxxxx
Customer Ref N°: STUDER 1.960.011.81 (Mono Log.)
Serial N°: xxxxxxxxxxx


Fader Specifications for Penny & Giles Stereo Fader (26.02.2011)
Penny & Giles Studio Equipment Ltd. U.K.
Type: PGF 3222/C Made in the U.K.
Spec. N°: D460 451/2
Customer Ref N°: STUDER 1.960.032.00
Serial N°: 19991064
in Studer 970 Stereo Channel 1.970.753.81


Wie du siehst, fehlt mir die Referenz zu den Mono Fadern.

Was jetzt das 963 angeht, so vermute ich, dass dort dieselben Fader verbaut sind.

Vielleicht gibt STUDER heute auf Anfrage die Penny&Giles Äquivalenz preis, oder Penny&Giles darf es sagen.

Ich habe nachgeschaut: 2004 habe ich €75.- bis 120.- + MWSt (pro Stück) für die Frontplatten gezahlt (dünne Alubleche mit der Beschriftung).

P&G Fader habe ich mal für ein Telefunken Mischpult bestellt, waren so um die € 70.-

Rudolf Korhammer
Penny + Giles GmbH
Straussenlettenstr. 7b
D-85084 Ingolstadt
Telefon: (+49) 0841 61000
Fax: (+49) 0841 61300
eMail: r.korhammer@penny-giles.de
Internet: http://www.penny-giles.de



LG
Jean

Beitrag Freitag 15. Juni 2012, 20:43
cavemaen Benutzeravatar
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Ich würde den unteren Teil der Frontplatten neu lackieren, oder Folieren.

Da der Lack nicht gepulvert und eingebrannt ist, erklärt den Verschleiß im Bereich der Fader.

Mein 904 hat auch 2 solch derbe abgenutzte Fader, die aber bis heute ohne Probleme einwandfrei laufen!

Die 960er Serie hat übrigens einen sehr guten Ruf innerhalb unserer Theater, da die Beschallung mit diesen Pulten machten und sehr zufrieden waren aufgrund der Klangqualität und sehr gutem Rauschabstand!

Bei Bedarf ab 100 Stück könnte man neue Frontplatten aus Stahlblech bauen, pulvern mit Einbrennen und per Siebdruck ordentlich beschriften.

Die Grundkosten zum Programmieren der CNC-Automaten ist das teuerste und mit rund 500,-€ realistisch.

Blech und pulvern ist billig, Siebdruck hinzu und dann Stückzahl fahren...

Ob man dann die rechnerisch mindestens 100 Stück oder mehrere tausend bauen lässt, macht de Kanzelbunzlerin auch nicht fett...

Gleiches gilt übrigens auch für Schaltungen!

Rudy

Beitrag Freitag 15. Juni 2012, 21:18
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Jean,

danke für die detaillierte Faderbeschreibung und die Nummern. Statt eines Mono Faders wird man ja wohl genau so gut einen halben Stereo Fader nehmen können, oder?

@Rudy: AutoCad Datei zum Laserschneider geschickt und damit keine Programmierkosten. Außerdem braucht man das bei dem Pult ja gar nicht; die Frontplatten sind ja vorhanden.

Viele Grüße,
Hagen
.

Beitrag Samstag 16. Juni 2012, 14:14
revfan Lebende Forenlegende
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Hallo Hagen,

Chapeau :!: ich könnte keine AutoCAD Datei erstellen - unabhängig davon, dass ich das meines Wissens sündig teure Programm nicht habe.

revfan

Beitrag Samstag 16. Juni 2012, 17:16
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Der Rudy schlug neue Frontplatten vor, da auf Alu kein Lack hält!

Stahlblech kamma höheren Themperaturen aussetzen und vernünftig kratzfest versiegeln, Alu verzieht sich, muß chemisch entlackt und aufwändig vorbehandelt werden wie die Alu-Audi's und Porsche 928... :?

Ferner sieht man danach noch immer in den Reglerschlitzen die Spuren dubioser Fingernägel, was gefüllert werden müsste.

Daher; Neu machen aus Blech - fäddich.

Onkel Rudy

Beitrag Samstag 16. Juni 2012, 17:58
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@ Hagen:
Statt eines Mono Faders wird man ja wohl genau so gut einen halben Stereo Fader nehmen können, oder?


Na klar, gute Idee !

LG
Jean

Beitrag Samstag 16. Juni 2012, 22:14
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo zusammen,

@revfan: brauchst ja nicht unbedingt eine AutoCad Datei erstellen. Eine Handskizze tut es auch oder dem Laserschneider eine Frontplatte als Muster geben. Er muss dann halt ein paar Euro extra verlangen weil er die Kontur selber eintippen muss; ist aber auch für Einzelstücke bezahlbar.

@Rudy:

Der Rudy schlug neue Frontplatten vor, da auf Alu kein Lack hält!


Stimmt. Bei meiner 126er Motorhaube und Kofferaumdeckel ist der Lack weggefallen; sind jetzt blank. Auch meine ganzen B7xx und A81x Frontplatten sind blank; fällt mir erst jetzt auf wo Du es sagst...

Stahlblech kamma höheren Themperaturen aussetzen und vernünftig kratzfest versiegeln, Alu verzieht sich, muß chemisch entlackt und aufwändig vorbehandelt werden wie die Alu-Audi's und Porsche 928... :?


Weia... Da kann ich nicht so ganz zustimmen. Also der Reihe nach:

1. Höhere Temperaturen. Ich weiß nicht warum Du das Material mehr als die 60-80 Grad im Einbrennofen aussetzen willst. Und das hält Alu gut aus. Pulverbeschichten kannst Du es auch. Wenn Du Dein Pult natürlich Temperaturen von mehr als 600 Grad aussetzen willst solltest Du auf jeden Fall Stahl nehmen ;-) .

2. Kratzfest versiegeln? Du zielst wahrscheinlich auf Pulverbeschichten ab. Ich will ja nicht auf der Oberfläche rumkratzen und eine gute Einbrennlackierung sollte eigentlich auch entsprechend abriebfest sein. Und was nutzt Dir Deine ach so kratzfeste Pulverbeschichtung wenn die im Siebdruck aufgebrachte Beschriftung aus Lack weg ist? Und wie haftet der Siebdruck auf Deiner Pulverbeschichtung? Genau so gut wie auf der Lackierung?

3. Alu verzieht sich :o ??? Unter welchen Bedingungen?

4. Muß chemisch entlackt werden? Kann doch auch mechanisch entlackt werden; man muss allerdings etwas vorsichtiger sein als bei Stahl. Flache Frontplatten sind völlig unproblematisch in dieser Hinsicht. Stahl würde ich übrigens auch zuerst chemisch entlacken; ist die einfachste Methode.

5. Aufwändige Vorbehandlung (Entfetten, Grundieren, Schleifen, Entstauben...) ist in beiden Fällen notwendig wenn die Beschichtung halten soll. Siehe z.B. die vergammelten A812 Frontplattenklappen (über LC Display) aus Stahl wo der Lack vom Rost unterwandert wird weil keine (vernünftige) Grundierung drunter ist.

Aufgrund der besseren Oberflächenqualität würde ich immer dem Lackieren den Vorzug geben; außerdem weil ich das hier auf der Insel selber machen kann. Und wenn die Originalfrontplatten aus Alu sind lasse ich sie auch in Alu. Aber jeder nach seinem Geschmack ;-) .

Viele Grüße,
Hagen
.

Beitrag Sonntag 17. Juni 2012, 13:35
cavemaen Benutzeravatar
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Hallo Hagen!

Sicher kann man die Alustreifen entlacken. Wie aber würdest Du du verschlissenen Mulden im Reglerschlitz ausbessern?

Chemisch hat den Vorteil, dass das Material nicht mechanisch beansprucht wird und sich nicht verzieht
(der klügere kippt nach ;-) )

Mechanisch entlacken wurde ich mit Kugel oder Sandstrahlen.

Vorteil: die Oberfläche vergrößert sich incl. die Adhäsion der Neubeschichtung

Nachteil: das Alu wird punktuell verdichtet und die Löcher passen nicht mehr, kostet zusätzlich Geld und für diesen "Aufpreis" des Entlackens kann man Stahlbleche lasern lassen.

Sicher ist eine Pulverbeschichtung die erste Wahl, gebrannt wird aber 20 Minuten bei 180°C.

Dünne Alustreifen sind danach alles andere als noch maßhaltig, wie die Maß auf dem Oktoberfest!

Rudy

Beitrag Sonntag 17. Juni 2012, 19:49
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Rudy,

cavemaen hat geschrieben:
Wie aber würdest Du du verschlissenen Mulden im Reglerschlitz ausbessern?


Gar nicht. In dem Fall hilft nur Neufertigung. Sind die denn so ausgenudelt? Da muss der Bediener ja ständig schwarze Hände vom Aluabrieb gehabt haben :o ...

Pulverbeschichtung ist wohl die erste Wahl in der Industrie, aber ich denke wohl eher aufgrund des einfacheren und schnelleren Verfahrens im Vergleich mit Lackieren.

Viele Grüße,
Hagen
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Beitrag Sonntag 17. Juni 2012, 20:02
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Jean,

die Mono Fader müssten die Nummer PGF3220/C haben.

PGF3 = Serienbezeichnung
2 = 104mm Schiebeweg
2 = logarithmische Audio Kennlinie
2 = 2 Ausgänge (stereo), 0 = 1 Ausgang (mono)
C = Widerstand 5k Ohm

Mehr Details findest Du hier: http://www.pennyandgiles.com/PGF3000-Series-Product-Brochure-%28English%29-b-309,16,,.php?docID=309

Viele Grüße,
Hagen
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Beitrag Sonntag 17. Juni 2012, 20:05
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... oder Folieren.

Man nimmt einen studergrauähnlichen Farbton, Skala drauf und ab mit dem Geklebe auf die Frontplatten und - man braucht noch nichtmal schrauben! ;-)

er mal wieder

Beitrag Sonntag 17. Juni 2012, 21:34
STUDER 970 Doppel As
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Hallo Hagen,

danke für den Link, das müsste gehen.

Bevor man den ganzen Fader austauscht kann man auch die Faderbahnen einzeln auswechseln.

Was die Frontplattendiskussion anbelangt: Lackieren oder so ist ja nicht das einzige Problem,
wie kann das mit der Beschriftung gemacht werden?

Beste Grüsse
Jean

Beitrag Montag 18. Juni 2012, 08:42
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Jean,

die Beschriftung der Studer oder Revox Frontplatten die ich kenne (Magnetbandgeräte, Verstärker, Empfänger) sind im Siebdruck aufgebracht worden; ist glaube ich in vielen Fällen nicht mal Zweikomponentenlack.

@Rudy: kannst Du das mit den Folien mal genauer erklären? Vor allem wie die Beschriftung aufgebracht wird. Und wie ist die Haltbarkeit?

Viele Grüße,
Hagen
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Beitrag Montag 18. Juni 2012, 09:06
STUDER 970 Doppel As
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Ja, ich glaube das Verfahren ist Siebdruck.

Bei den Mischpulten der 9xx Reihe ist eine Kassette (also ein Kanalzug) folgendermassen aufgebaut:

Die Elektronik, Potis und Schalter sitzen auf einer oder mehr Platinen.
Das tragende Element ist ein U-förmiges Blech, an welches die Platine rechtwinklig angeflanscht ist.
Dieses Blech beinhaltet sämtliche Aussparungen für Fader, Potis, Schalter.
Der Fader ist am Blech angeschraubt und über Litzendrähte mit der Platine verbunden.

Das U-Blech stellt die "untere" unbeschriftete Frontplatte des Kanalzugs dar.

Auf diese "untere" Frontplatte kommt die eigentliche Frontplatte aus 1mm Alublech, welche dann grau grundiert ist und im Siebdruckverfahren weiss beschriftet ist. Sie hat deckungsgleich die gleichen Aussparungen wie die "untere" Frontplatte.

Die Abnutzung passiert immer so, dass zuerst die weisse Beschriftung abgeht, z.B. die Skala der Fader, wenn viel mit dem Fader gearbeitet wird, oder rund um die Potis.

Später geht dann stellenweise der graue Grundlack ab, wenn weiter dran "gescheuert" wird.

Die Restauration einer Frontplatte könnte sich darauf beschränken, die alte Farbe zu entfernen, neu grau zu lackieren, und dann die Beschriftung im Siebdruckverfahren wieder anzubringen; sicher keine billige Angelegenheit.

Eine Frontplatte neu herstellen macht wenig Sinn, allein schon wegen der vielfältigen Bohrungen und komplexen Aussparungen.

LG
Jean

Beitrag Montag 18. Juni 2012, 10:12
gogosch Doppel As
Doppel As

Beiträge: 79
Zum Unterschied zu Bandmaschinen, welche nicht mehr hergestellt werden, gibts heute weit bessere Pulte als das vorgenannte von Studer. Selbst die billigsten Behringer schlagen so ein Studerpult um Längen, schon allein mit den technischen Daten, wie Rauschabstand und Übersteuerungsfestigkeit.
Sowas würde ich mir nur mehr als Spielerei aus "nostalgischen Sammlergründen" zulegen, aber nicht zum "wirklichen" Arbeiten.
Hier muss man fairerweise zugeben, dass die Technologie massive Fortschritte gemacht hat.
Habe mir vor einiger Zeit eine 48-Kanal-Studiokonsole mit VU (siehe Anhang) um sagenhafte 990,- fabriksneu gekauft.
Dies ist eine andere Liga als das vorgenannte Studerpult.
Ich für meinen Teil würde keinen müden Euro in die Restauration investieren.
LG
H.
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