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Studer 962 Probleme mit Kanalzug

Fragen und Antworten zur Technik bei STUDER Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Samstag 6. Juni 2015, 14:50
micro1 Routiner
Routiner

Beiträge: 33
Hallo zusammen,

ich habe leider mal wieder etwas Merkwürdiges mit meinem Studer 962 Mischpult. In 2 Mono Eingängen (mit Mikrofonverstärker, was aber wohl keine Rolle spielen dürfte) habe ich das folgende Phänomen. Kurz nach dem Einschalten bekomme ich mit Schalter EQ aus kein sauberes Signal aus dem Kanalzug. Wenn er dann wärmer ist, kann ich problemlos hin und her schalten und das Signal ist auch mit EQ aus sauber und bleibt das auch. Bislang habe ich dafür keine Erklärung. Hat jemand evt. eine Lösung dafür?

Vielen Dank schon einmal.

Schöne Grüße

Reiner

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Beitrag Samstag 6. Juni 2015, 15:07
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 2576
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
- Bauteilealterung / schlechte Kondensatoren
- Kontaktprobleme / hohe Übergangswiderstände irgendwo
- gebrochener Widerstand

such Dir was aus, verfolge das / die Signale mit dem Oszi, prüfe an den im Handbuch angegebenen Punkten die Spannungen und Oszilloskop-Bilder, dann kommst Du der Sache näher.

Beitrag Samstag 6. Juni 2015, 15:18
micro1 Routiner
Routiner

Beiträge: 33
Hallo Cavemaen,

danke für die Info.
Habe folgendes vergessen:

- Elkos sind alle neu,
- die Schalter funktionieren ja, daher dort halt keine Kontaktprobleme,
- die Fets sind nach meiner Meinung defekt und laufen dann nicht oder laufen und sollten dann i.O. sein?!
- Ozibilder sind im Servicemanuel leider keine.
- ein gebrochener Widerstand, ja gern, aber bei 2 Kanälen der gleiche, ist eher unwahrscheinlich.
- alle Spannungsangaben beziehen sich auch die Versorgungsspannung, die liegt an.

Sonstige Ideen sind hochwillkommen.

Schöne Grüße

Reiner


Ozibilder sind doch gar keine im Manuel?!

Beitrag Sonntag 7. Juni 2015, 10:55
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Reiner,

sieht nach einem Wärmefehler aus; wahrscheinlich Halbleiter. Das sollte sich mit Kältespray und Heißluftpistole (oder Föhn) lokalisieren lassen.

Du sagst der Fehler ist bei zwei unabhängigen Kanälen der Gleiche? Dann musst Du mal schauen was diese gemeinsam haben (Versorgung, Microspeisung, etc.)

Gruß,
Hagen
.

Beitrag Sonntag 7. Juni 2015, 12:19
cavemaen Benutzeravatar
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Noch ein Hinweis;

Ziehe alle Kanäle und prüfe die Betriebsspannungen am Netzteil.

Dann stecke einen Kanal rein und miss wieder, ob eine Spannung weniger wird, bis der Übeltäter gefunden ist.

Der NDR Hannover hatte eine 56kanalige Konsole, an der immer 4-8 Kanäle ausfielen, je nach Betriebstag.

Später stellte man fest, dass im ersten Kanal ein Kurzschluß war, das Netzteil aber bei Kanal 56 einspeiste und so die ersten Kanäle kaum etwas von der Betriebsspannung abbekamen, der Rest geradenoch lief...

Beitrag Donnerstag 11. Juni 2015, 16:50
micro1 Routiner
Routiner

Beiträge: 33
Hallo Caveman,

danke, werde ich am Wochenende mal versuchen. Ich werde berichten.

Schöne Grüße

Reiner

Beitrag Sonntag 14. Juni 2015, 18:10
micro1 Routiner
Routiner

Beiträge: 33
Hallo,

so, ich habe mal die Spannungen gemessen. Das passt schon mit 15 V. Es macht auch keinen Unterschied, ob im kalten oder warmen Zustand. Die FETs und der OPAMP sind auch getauscht. Leider alles ohne Ergebnis. Werde jetzt noch einmal im weiteren Umkreis die Halbleiter tauschen. Außerdem gibt es dann da auch noch Elkos, die es zu tauschen gilt. Obwohl ja schon neu sind, kann es ja vielleicht doch einen Kranken darunter geben. Das Suchen geht also leider weiter.

Schöne Grüße

Reiner

Beitrag Montag 15. Juni 2015, 20:19
cavemaen Benutzeravatar
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... vergiß nicht die +5V, minus 12V und alle Tantals auch zu überprüfen!

Beitrag Montag 15. Juni 2015, 21:33
micro1 Routiner
Routiner

Beiträge: 33
Hallo Rudi,

danke. Die Tantals sind auch schon alle ganz raus und gegen normale Elkos getauscht. Es gibt keine 5 V, sondern nur die -6 V. Damit wird aber wohl nur eine LED betrieben, wenn ich das richtig im Schaltplan sehe.

Schöne Grüße und Danke

Reiner

Beitrag Samstag 20. Juni 2015, 20:28
micro1 Routiner
Routiner

Beiträge: 33
Hallo zusammen,

so, ich habe das mal mit Kältespray eingegrenzt. Wir reden über den Bereich
R104
Q36
c97
R196
R69
Wenn ich da reinsprühe geht das Signal wieder weg. Ich habe alle Bauteile ausgetauscht. Das Ergebnis ist leider unverändert! Das kann eigentlich nicht sein.
Ich bin total ratlos. Übrigens den Steckplatz habe ich auch gewechselt. Nichts!

Jeder Tipp ist also weiterhin hoch willkommen.

Schöne Grüße

Reiner

Beitrag Samstag 20. Juni 2015, 22:38
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Reiner,

versuche es nochmal mit Kältespray. Kühlkörper verfälschen das Ergebnis und liefern eine verzögerte Reaktion (ich habe mir da auch mal an einem B750 einen abgesucht). Mit den Röhrchen direkt auf jedes Bauteil in dieser groben Umgebung die Du ja schon gefunden hast. Es muss eine fast sofortige Reaktion erfolgen.

Alternativ kannst Du auch das Signal verfolgen oder Arbeitspunkte anschauen während Du mit dem Kältespray den Fehler erzeugst.

Viele Grüße,
Hagen
.

Beitrag Sonntag 21. Juni 2015, 12:38
micro1 Routiner
Routiner

Beiträge: 33
Hallo Hagen,

danke. Im Moment geht die Vermutung in Richtung Haarriß. Ich komme aber erst nächstes Wochenende dazu, das aus zu probieren. Ich melde mich wieder, wenn ich mehr weiß.

Schöne Grüße
Reiner

Beitrag Sonntag 21. Juni 2015, 14:34
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Beiträge: 822
Wohnort: Irland
Risse kommen manchmal bei Lötstellen die thermischen Zyklen unterworfen sind nach Jahren vor. Ist in Deinem Fall eher unwahrscheinlich. Außerdem wäre der Riss bei Tauschen der Bauteile ja verschwunden. Aber das kannst Du ja durch Verbiegen der Platine auch prüfen.

Nach Deiner Beschreibung klingt das eher wie ein typischer Halbleiterfehler. Wenn Du beim Sprühen auf ein Bauteil eine verzögerte Reaktion bekommst (> 1s) dann liegt der Fehler woanders.

Beitrag Sonntag 21. Juni 2015, 14:49
micro1 Routiner
Routiner

Beiträge: 33
Hallo Hagen,

ich habe alle Bauteile durch. Und genau diese Verzögerung habe ich. Ich habe aber doch auch alle Halbleiter ausgetauscht. Kann doch eigentlich nicht sein, dass das neue Teil den gleichen Fehler zeigt?! Wenn ich auf die Platine sprühe, ist das Signal weg. Für mich eher die Haarißnummer?! Ich werde das am Wochenende mal nachmessen. Das der mögliche Haarriß "weggelötet" ist, hätte ich auch vermutet. Mechanische Beanspruchung scheint allerdings nichts zu ändern. Sehr komisch!?

Danke und Gruß

Reiner

Beitrag Sonntag 19. Juli 2015, 16:10
micro1 Routiner
Routiner

Beiträge: 33
Hallo zusammen,

so, ich wollte mich mal wieder melden. Bin leider noch nicht weitergekommen. Die Zeit war zu knapp. Dafür muckelt jetzt ein anderer Kanal rum. Der Mikrofonverstärker kann nur noch die kleinste Verstärkung. Der Fehler ist irgendwie auch sau blöd. Alle Schalt Fets sind getauscht, die Opamps auch, sowie alle Digitalbausteine. Ergebnis: keine Veränderung. Und wieder macht sich die gleiche Ratlosigkeit breit. Also: Problem nicht beseitigt, dafür ein neues :-(

Ich werde dran bleiben.

Schöne Grüße

Reiner

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