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PR99 MkIII bildet Bandschlaufe

Fragen und Antworten zur Technik bei STUDER Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Donnerstag 1. Dezember 2005, 01:44
Gerd Routiner
Routiner

Beiträge: 35
Wohnort: Kölner Umland
Hallo in die Runde,



meine PR99 MkIII macht mal wieder Probleme. Das neueste besteht in der Bildung einer Bandschlaufe, die sich bei der Umschaltung vom schnellen Vorlauf zum Play-Betrieb einstellt. Die Bandschlaufe bildet sich auch schon bei der Betätigung der Stop-Taste, und dies auch aus dem normalen Play-Betrieb heraus. Die besagten Probleme stellen sich allerdings nur bei der Verwendung der großen 26er-Spulen ein, wobei kein nennenswerter Unterschied zwischen Plastik- und Metallspulen besteht. Beim schnellen Rücklauf ergeben sich keine Probleme.



Die Bremsbänder und-beläge habe ich kontrolliert, sie sind jeweils fettfrei und wurden vorsorglich mit Alkohol gereinigt. Auch ein Wechsel der -augenscheinlich intakten - Bremsbänder von rechts nach links und umgekehrt hat nichts geholfen. Gleiches gilt für eine Erhöhung ihrer Vorspannung durch Verlagerung der Aufhängepunkte der Federn (=ein Loch weiter)



Frage nun:



Sind hier zweifelsfrei die Bremsbänder austauschreif oder kann ein elektrischer Fehler vorliegen, weil z.B. der den Rückhaltebandzug regelnde (?) Schalter für große oder kleine Spulen defekt ist?



Ich habe leider keine passende Federwaage zur Hand, um das vorgeschriebene Bremsmoment zu messen.



Gruß

Gerd

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Beitrag Samstag 3. Dezember 2005, 13:46
PhonoMax Haudegen
Haudegen

Beiträge: 257
Wohnort: München
Lieber Gerd,



es muss diese Irregularität nicht unbedingt an der zu schwachen Bremse der Abwickelseite liegen, die Ursache kann auch durch ein zu starkes Abbremsen der Aufwickelseite begündet sein.



Dies würde bedeuten, dass sich die Servobremse der Aufwickelseite unter Umständen zu schlecht 'entkeilt' -sie sollte ja 'praktisch' ungebremst weiterlaufen-, oder aber der rechte Wickelmotor mit einem Lagerproblem oder dergleichen kämpft.



Das Bremsprinzip jener Servobremsen ist ja 'uralt' -die AEG-RRG-Maschinen (z. B. K4) verwendeten schon dieses mit einem richtungsabhängig stark unterschiedlichen Bremsmoment ausgestattete Bremsenprinzip- und funktioniert eigentlich verfahrensbedingt glänzend: Die Abwickelseite sucht sich festzukeilen, während die Aufwickelseite den Freilauf anstrebt.



Elektrisch geschieht im Zuge des Bremsvorganges auf der PR99 ja nichts. Insofern muss der Schlüssel in einem mechanischen Problem liegen.



Hans-Joachim

Beitrag Sonntag 4. Dezember 2005, 23:17
Gerd Routiner
Routiner

Beiträge: 35
Wohnort: Kölner Umland
Kurze Rückmeldung zu diesem Thema:



Die Maschine verhält ich nach einer Neujustage der Bremsen wieder ordnungsgemäß, solange und soweit links und rechts gleich große (klar) und gleich schwere Spulen aufgespannt sind. Werkelt links eine 26er Metallspule, rechts aber eine solche aus Plastik, bilden sich immer noch Bandschlaufen beim Übergang vom Vorspulen auf Play-Betrieb.



Ich hatte bislang stets geglaubt, die PR99 sei dies auszugleichen in der Lage. Sie ist es offenbar nicht, und schon hier zeigt sich der Vorteil von Maschinen größeren Kalibers à la B67, A810 usw.



Gruß

Gerd

Beitrag Montag 5. Dezember 2005, 10:19
chlorophytum

Die PR99 verfügt über keine Bandzugregelung welche ein geregeltes elektromotorisches Abremsen der Wickel bewerkstelligen könnte. Eine solche Bandzugregelung wäre aber hiebei obligatorisch.

Daher ist es bei der PR99 nicht besser bestellt als bei ihren Amateurvorbildern A77 und B77.



Gruß Thomas

Beitrag Montag 5. Dezember 2005, 21:26
capstan1905 Eroberer
Eroberer

Beiträge: 17
Wohnort: Bockau
Gerd hat geschrieben:

Werkelt links eine 26er Metallspule, rechts aber eine solche aus Plastik, bilden sich immer noch Bandschlaufen beim Übergang vom Vorspulen auf Play-Betrieb.



Gruß

Gerd




Die Plastkspule rechts hat eine geringere Masse als die Metallspule links, diesen Umstand kann das Bremssystem nicht berücksichtigen, so wird die Plastkspule schneller zum Stillstand kommen als die schwerere Metallspule.



Wie ist das Verhalten bei Bandanfang und gegen Bandende?



Bernd

Beitrag Montag 5. Dezember 2005, 21:30
capstan1905 Eroberer
Eroberer

Beiträge: 17
Wohnort: Bockau
chlorophytum hat geschrieben:
Die PR99 verfügt über keine Bandzugregelung welche ein geregeltes elektromotorisches Abremsen der Wickel bewerkstelligen könnte. Eine solche Bandzugregelung wäre aber hiebei obligatorisch.

Daher ist es bei der PR99 nicht besser bestellt als bei ihren Amateurvorbildern A77 und B77.



Gruß Thomas




Thomas,



die PR99 ist mechanisch eine B77.

Für etwas Aufpreis bekommt man eine Bandzugregelung.



Bernd

Beitrag Dienstag 6. Dezember 2005, 09:42
chlorophytum

capstan1905 hat geschrieben:
chlorophytum hat geschrieben:
Die PR99 verfügt über keine Bandzugregelung welche ein geregeltes elektromotorisches Abremsen der Wickel bewerkstelligen könnte. Eine solche Bandzugregelung wäre aber hiebei obligatorisch.

Daher ist es bei der PR99 nicht besser bestellt als bei ihren Amateurvorbildern A77 und B77.



Gruß Thomas




Thomas,



die PR99 ist mechanisch eine B77.

Für etwas Aufpreis bekommt man eine Bandzugregelung.



Bernd




Hi Bernd,



sicher ist die PR99 sehr der B77 ähnlich jedoch durch den zweiten Umlenkdron rechts, der Bandzeitmesserrolle rechts statt einer starren Umlenkführung und einer studiomaßigen Audioelektronik bietet diese Maschine schon deutliche Änderungen gegenüber einer B77.



Wie groß ist bei Dir denn "etwas mehr Aufpreis"?

Bei etwas kommt mir nur eine A700 oder eine B67 in den Sinn, jedoch sind beide Modelle sehr betagt und bedürfen sicherlich eines größeren Revidierungsaufwandes um so robust zu funktionieren wie eine PR99.

Die Maschinen der C-Serie und eine edle Studer A810 sind in der Regel mehr als etwas teuerer in ihrer Anschaffung.



Gruß



Thomas

Beitrag Mittwoch 7. Dezember 2005, 22:21
capstan1905 Eroberer
Eroberer

Beiträge: 17
Wohnort: Bockau
Hi Thomas,



es ist alles richtig was Du schreibst, aber da es in diesem Thread um ein Bremsproblem ging, meinte ich in diesem Vergleich den grundsätzlich mechanischen Aufbau beider Maschinen. Natürlich unterscheiden sie sich durch die zusätzlichen Symmetrierverstärker von ein-und Ausgängen und ganz besonders durch die komfortablen Locatorfunktionen.

Der zusätzliche Schlaufenfänger rechts wurde durch die leicht laufende Zählwerkrolle notwendig, leider fehlt ihm die pneumatische Dämpfung wie sie der linke Hebel besitzt.

Mit dieser preiswerten Revox-Maschine wollte man das semiprofessionelle Kundenklientel mit kleinerem Buget bedienen.

Du hast natürlich recht: Eine echte Bandzugregelung stünde der PR99 gut zu Gesicht, was man leider erst zu spät mit der C270 nachholte.



Eine echte Bandzugregelung besitzen ansonsten nur Maschinen mit dem Aufdruck STUDER. Hier wäre die A807 die preiswerteste Alternative.

Ich besitze selbst drei dieser Maschinen, die letzte habe ich zum Preis von 250€ erworben.



Gruß



Bernd

Beitrag Donnerstag 8. Dezember 2005, 09:25
chlorophytum

capstan1905 hat geschrieben:
Hi Thomas,



.......

Eine echte Bandzugregelung besitzen ansonsten nur Maschinen mit dem Aufdruck STUDER. Hier wäre die A807 die preiswerteste Alternative.

Ich besitze selbst drei dieser Maschinen, die letzte habe ich zum Preis von 250€ erworben.



Gruß



Bernd




Hi Bernd,



drei Stück!



sind diese Beruflich im Einsatz oder will dies heißen das Du gerne eine am mich weiterveräußern würdest? ;-)



Gruß

Thomas

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