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Studer 963 - Direct Outs Pinbelegung

Fragen und Antworten zur Technik bei STUDER Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Freitag 21. September 2007, 11:26
bob Neuling

Beiträge: 3
Hallo liebe Studerfreunde,
wir haben in unserem Proberaum neuerdings ein 16kanaliges Studer 963 von einem befreundeten Musiker stehen, das ich gerne für Multitrackaufnahmen nutzen würde. Auf der Rückseite des Pults gibt es 2 25polige D-sub Steckplätze mit der Aufschrift "Direct Outs" (1-12 & 13-16). In der zwar umfangreichen Dokumentation konnte ich leider nichts über die Pinbelegung finden. Hauptsächlich frage ich mich, wo ich die Massesn der 12 kanäle anschließen soll. Kann mir jemand helfen und weiß jemand wo ich solche D-sub Stecker zum selbstverlöten herbekomme (Conrad??)?
Grüße, Boris

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Beitrag Samstag 22. September 2007, 11:52
wernerl Routiner
Routiner

Beiträge: 45
Wohnort: Wynental

Hallo Boris
Die Belegung weiss ich auch nicht mehr - aber ist vermutlich der Reihe nach (wir waren da glaub nicht wirklich kreativ) aber warte mal auf einen der die die Belegung "offiziell" liefert bevor du was kaputt machst - und 1 Pin ist die Masse. Entweder der erste oder der letzte würde ich vermuten. Da das Signal symmetrisch mit Linienpegel anliegt nimmt man ganz normales Kabel 12x2 paarweise Verdrillt mit gemeinsamem Schirm reicht völlig wenn du nicht gleich 1000m weit fahren willst und führ das am anderen Ende auf eine Verteilbox oder so.
Gruss
Werner
25 Pin SUB D gibt es bei jedem Elektroversand - in der CH z.B. Distrelec
Undnoch was wegen Schirm: einfach nur auf einer Seite anschliessen wenn die Bandmaschinen geerdet ist UND symmetrische Line In hat. An welchem Ende du den Schirm auflegst ist egal - da wo es besser geht zum Löten.

Beitrag Montag 24. September 2007, 10:18
bob Neuling

Beiträge: 3
Hallo Werner,
vielen Dank für die schnelle Antwort. War übers WE unterwegs und habe sie erst jetzt gelesen.
Ich habe vor die Direktausgänge an zwei Motu Interfaces mit jeweils 8 symmetrischen Klinken-Eingängen anzuschließen. Wie muss man sich denn den Massenverlauf vorstellen? Nur eine Masse vom Studer zum Motu (z.B. die von auf Kanal1 auf Pin1 des d-sub) und für das zweite Interface die Masse von Kanal 9 auch auf den ersten Pin? Und was mache ich dann mit dem zweiten D-Sub Stecker (13-16).
Werde mir jetzt schonmal zwei Stecker bestellen ausprobieren...

Grüße aus Berlin, Boris

Beitrag Montag 24. September 2007, 12:34
PhonoMax Haudegen
Haudegen

Beiträge: 257
Wohnort: München
Lieber Boris,

Masseführungen, Erden und der Schutzleiter sind generell ein heikles Kapitel, vor allem in der Amateurtechnik, der von ihr abgeleiteten Band-Elektronik, aber auch in der professionellen Technik. Man kann vieles falsch machen, was dann die bekannten Forendiskussionen nach sich zieht. Verschärft hat sich die Situation nachhaltig, weil die Rechnerkönige an Netzwerk, Interface und Steckkarte von den Problemen der Audioelektronik (zumindest solange sie elektrische Verbindungen mit den Rechnern pflegt) offenbar wenig Ahnung, vor allem aber zu ihr wenig Sensibilität entwickelt haben.

Frage:
Wie gehen die Motus an den Rechner, elektrisch oder optisch?
Sind die Motus schutzgeerdet? Wenn ja, kann bei elektrischer Verbindung schon das erste Problem beim Zusamnmenwirken mit dem Rechner auftreten, weil heute zumeist konstruktionsseitig kein Unterschied mehr zwischen Schutzleiter und Betriebsmasse gemacht wird. Dies ist solange durchaus akzeptabel, als der Nutzer genauestens weiß, was er tut, wo er Ausgleichsströme zu erwarten bzw. zu befürchten hat, wie er ihnen begegnet, unvermeidliche weitgehend kompensiert etc. pp.. Aus diesem Grund wies die alte Studiotechnik ja auch die berühmt berüchtigten Verbindungslaschen zwischen elektrischer Erde (Schutzleiter) und Betriebsmasse der Audioelektronik auf. Die konnte man auftrennen. Das ist heute meist vorbei, vor allem aber sind die notwendigen Erfahrungen bei den Nutzern nicht mehr vorhanden, weshalb ich hier keine Experimente empfehle, sondern stattdessen zur Belassung der Verknüpfung von Betriebserde und Schutzleiter im 963 rate. Vermutlich fängt sich das Motu automatisch die Schutzerde/Masse des anhängenden Rechners ein, sofern du elektrisch verknüpfst.
Gegen die potenziell vorhandene Verbindung des Schutzleiters mit der Betriebsmasse im Motu-Interface darfst du schon aus versicherungsrechtlichen Gründen nichts machen, um nicht jeglicher Absicherung (die Versicherungen zahlen an sich sowieso nichts) a priori verlustig zu gehen. Aber das ist ja mehr als nur bekannt.

Sollte also das Motu eine Schutzerde aufweisen, sollten die Lineverbindungen zwischen Interfaces und schutzgeerdetem 963 nicht durchlaufen, sondern nur einseitig aufgelegt sein. In deinem Falle (konsequent symmetrische Verkabelung, also keinerlei Desymmetrierungen!) empfehle ich, den Kabelschirm nur auf der Studer-Seite anzulöten; die beiden Signalleitungen laufen natürlich wie gehabt durch, bitte ohne Phasendreher. Die 16 Verbindungsleitungen sind anderweitig damit natürlich nur bei symmetrischem oder geeignet desymmetriertem Gerät verwendbar, das nach Schutzklasse I versorgt wird. Bei professionellen Anlagen ist dies noch immer weitgehend die Regel, auch wenn inzwischen bei elektronisch symmetrierten Quellen und Senken die tatsächliche Erdfreiheit schlicht und keineswegs folgenlos auf der Strecke bleibt.

Also: Die Lineverbindungen erhalten keinen durchlaufenden Schirm. Sollte das Interface nicht selbst oder über den Rechner (Notebooks gibt in dieser oder jener Ausführung) audiogeerdet sein, wäre eine (1) Masse durchlaufen zu lassen, wenn man nicht besser Motu-Gehäuse und Studer-963 durch eine Masseverbindung (Litze) zwischen den beiden Gehäusen auf ein Masseniveau bringt und damit 16 gleiche Linekabel hätte.


Auf deine Erstfrage hin habe ich natürlich die sperrigen PDF-Unterlagen zum 963 am Rechner gewälzt, die auch für den Studerkenner zwischen 169 und 962 tatsächlich keine Hinweise auf die Beschaltung der Sammelanschlüsse zu enthalten scheinen. Ich wenigstens habe gezielt suchend auch nichts finden können. Merkwürdig. Ich glaube indes eher, dass ich da etwas übersehen habe. Nichtsdestoweniger ließe sich in Ergänzung zu Werners Hinweisen (aus erster Hand noch dazu!) ja auch der Einschub herausnehmen, um die Leitungsanordnung am Verbinder rückverfolgend zu analysieren. Man sieht dann schon, was a- bzw. b-Ader, was links und was rechts ist.

Hans-Joachim

Beitrag Montag 24. September 2007, 13:00
wernerl Routiner
Routiner

Beiträge: 45
Wohnort: Wynental

Lieber Hans-Joachim und Boris

Also zum Thema Erdung + Schirmung ist ja nun vieles gesagt. Die Line Out des 963 sind elektronisch symmetriert - somit pro Kanal immer 2 Pin (+/-) sowie einmal gemeinsam pro SUB D Stecker die Masser/Schirm für 12 Kanäle (2 * 12 + 1=25) - man kann nun natürlich das ganze so anschliessen wie Hans-Joachim sagt. Wichtig aus meiner Sicht ist halt immer dass die Schutzerdung an jedem Gerät dran bleibt und man bei Bedarf die Schirme nur einseitig auflegt. Da geht es nicht nur um Versicherungsrechtliches sondern im Störungsfall darüber ob die Sicherung oder der Anwender "durchbrennt".
Im Prinzip war es in der vollsymmetrierten Welt ganz einfach: jedes Gerät hat Schutzerde, diese ist mit Masse verbunden. Die Kabelschirme werden nur an einem Ende aufgelegt (ich glaube immer am Input war angeschlossen, am Output war leer - sieht man bei den XLR von 900er Pulten sehr gut. Bei Symm. auf Asymm. muss nun halt irgendwo pro Kanal der (-) mit der Masse verbunden werden. Den Schirm sollte man auch da auf einer Seite offen lassen.
Bei den SUB D vom 963 ist anhand der Anschlüsse nicht so einfach was rauszufinden da die meines Wissens direkt auf der Leiterplatte des Bussystems angebracht sind. Da es für 963 ja Mono + Stereo Kanäle gab gehe ich mal davon aus dass bei Monokanälen nur jedes zweite Pin-Paar Signal anliegen hat. Es müsste ja noch weitere SUB-D geben mit Faderstart - bitte nicht verwechseln. Auf jeden Fall sollte zum 963 irgendwo eine Doku vorhanden sein wo die Steckerbelegung ersichtlich ist - normalerweise im hintersten Teil des Manual - und zudem sollten die Schemata der Busplatine auch Aufschluss geben.
Gruss
Werner

Beitrag Dienstag 25. September 2007, 12:21
bob Neuling

Beiträge: 3
Hallo Hans-Joachim, hallo Werner,
vielen Dank für die ausführlichen Antworten und Hilfestellungen.
Die Motus sind bisher nicht schutzgeerdet. Sie sollen über Firewire in den Rechner gehen und sind quasi kaskadiert- ich nutze ein Motu nur als Wandler und gebe diese 8 Kanäle via ADAT digital ins Nächste, das über Firewire mit dem Rechner verbunden ist.
Werde mich erst in der nächsten Woche mit dem Lötkolben an das Pult wagen und hoffe Eure Tipps umsetzen zu können :-)
Grüße, Boris

Beitrag Dienstag 8. Januar 2013, 13:14
olisoul Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Ich hatte gerade das gleiche Problem mit der Pin Belegung der Sub 25 Stecker beim Studer Pult 963. Netterweise hat mit der Studerservice die Pinbelegung zugeschickt. Ich hoffe es ist verständlich, weil ich wegen der Grafik die Punkte rein machen musste. Naja Computer ist nicht wirklich mein Ding. Ansonsten mail ich bei bedarf die Belegung gerne zu.


...........................................1.......b
b................14...........................Tape Input 6
Tape Input 12...........................2.......a
a...............15
..........................................3........b
b...............16............................Tape Input 5
Tape Input 11..........................4........a
a..............17
usw.

.........................................13 0 V Audio

Beitrag Mittwoch 9. Januar 2013, 15:09
heinzmen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 389
Wohnort: 34513 Sachsenhausen - Waldeck

Moin,
ich denke einfacher ist es wenn du die Buchse an deinem Pult von hinten betrachtest ( beim 900er kann man hinten das Blech aufklappen ) da kannst du die Anschlussbelegung sehen. Es müssen immer zusammen gedrillte Drähte zu sehen sein.
Meisst ein weisser und ein blauer Draht. Weiss ist a und blau ist b.
Leider ist in meinem Pult ( 906) keine D-Sub für Audio verbaut.

Gruss
Heinzmen
Heinzmen

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