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B67MKII gegen A810 im Audiovergleich

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Moderator: Administratoren


Beitrag Donnerstag 30. Juli 2009, 14:57
grossberger Eroberer
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Beiträge: 17
Wohnort: Würzburg
Hallo, hat von Euch schon mal jemand einen direkten Vergleich zwischen einer B67 MKII und einer A810 gehört ?
Gleiches Band, beide Maschinen neu eingemessen vorausgesetzt, beide 2mm Trennspur.
Bei meinen Maschinen ist es definitiv so, dass die B67 offener, natürlicher, mit mehr Räumlichkeit klingt.
Andersherum gesagt, meine A810 bildet die Bühne weniger breit und tief ab, es fehlt auch sozusagen die Luft zwischen den Instrumenten.
Ist etwa mit einem MC-Tonabnehmer für 500 Euro und einem für 2000 Euro zu vergleichen
Ist das einfach aus technischen Gründen so, da die 810 mit etlichen OP´s ausgestattet ist, oder hat meine evtl. einen defekten Kondensator,
oder sonst irgendein Problem ?
Ich habe das ja schon in meiner Vorstellung als Neuling im Forum angesprochen. Danke für Eure Bemühungen, Gruß Axel

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Beitrag Freitag 31. Juli 2009, 12:49
endlandmusic Foren As
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Beiträge: 56
Wohnort: 3800 Unterseen / Schweiz
Hallo Axel,

habe das ebenfalls mal mit einer A-807 im direkten A/B Vergleich ( beide mit Schmetterlingen, beide auf SM 910 eingemessen mit Studiomaterial auf Genelec Abhören ) und einer B-67 MKII gemacht, und bin zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Besonders deutlich wird der Unterschied zu Gunsten der B-67 MKII, wenn man leicht in die Sättigung fährt. Die B-67 bildet viel räumlicher und dynamischer ab.
Was den technischen Hintergrund angeht, kann es im Prinzip nur an den A/W Verstärkern liegen. Vielleicht weiss ja Jemand mehr darüber ?

Grüesse,
Jens

Beitrag Freitag 31. Juli 2009, 14:37
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2549
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Mein Tipp:

Mach 0,75mm Schmetterlingsköpfe rein, denn durch die breiteren Nutzspuren sinken Rauschen, Fremdspannungsabstand ect.

Der Klang ist Geschmacksache. Ich habe Maschinen perfekt eingemessen und der Besitzer war unzufrieden, da er es spitz und schrill mag, wie er es von den vielen selbsternannten "Hitradios" täglich vorgeplärrt bekommt.

Perfekt ist meiner Meinung eine Maschine, wenn ich zwischen Eingang und Ausgang keinen Unterschied höre.

Gruß,

Rudy

Beitrag Samstag 1. August 2009, 14:03
endlandmusic Foren As
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Beiträge: 56
Wohnort: 3800 Unterseen / Schweiz
Hallo nochmals,

da hat Rudy absolut recht, aber es gibt halt einfach Unterschiede im Klang. Noch krasser sind diese, wenn man eine A-80 noch hinzuzieht ( man mag dann auf der A-807 fast gar nicht mehr hören ;-) ). Irgendwo müssen sich ja auch die unterschiedlichen Anschaffungspreise der einzelnen Maschinen niederschlagen. Habe auch mal die B-67 eines Bekannten mit 2mm Trennspur mit meiner Schmetterlings B-67 im direkten Vergleich laufen lassen. Die Unterschiede sind deutlich hörbar ( abgesehen von dem Plus von 1,4dB an Dynamik ) . Das ist, meiner Meinung nach, gerade bei der A-810 eine lohnende Investition.
Neue Köpfe gibt es bei Erich.
Grüesse,
Jens

Beitrag Samstag 1. August 2009, 20:11
revoxidiert Foren As
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Wohnort: 58285 Gevelsberg
Hallo Jens,

da muss ich Dir vollauf zustimmen.

Ich habe Anfang des Jahres eine Studer A 81 ( Deutsche Schichtlage ) aufwändig
reparieren lassen.

Unter anderem bekam sie zwei nagelneue Schmetterlingsköpfe.

Die ganze Prozedur hat eine Woche gedauert. Und sie ist jetzt vor der B 67 MK II ,
und der A 807 MK I ( ausgenommen die Röhrenstuder C 37 ) meine
absolute Lieblingsmaschine.

Meine zweite A 81 ist noch nicht revidiert , läuft aber ansonsten.
Wenn ich die beiden nebeneinander laufen lasse , hörst Du es sehr
deutlich.

Gruss
Wolfgang

Beitrag Sonntag 2. August 2009, 16:10
grossberger Eroberer
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Danke für Euer Interesse an meinem Thema. Da ich zwei identische Maschinen hatte, kenne ich den eher marginalen Unterschied zwischen 2 und 0,75 mm Trennspur. Vorausgesetzt die Köpfe sind peinlich justiert und korrekt eingemessen.
Der von mir, vielleicht nicht richtig beschriebene Klangunterschied verhält sich etwa so wie man das von Phasenfehlern kennt, die schon oft beim Recording passieren können.
Räumlichkeitsverlust und der Verlust der Natürlichkeitsempfindung sowie der realen punktförmigen Ortung von Schallquellen/Instrumenten. Unter dem Verlust der Natürlichkeitsempfindung versteht man das Verwischen von Ausschwingvorgängen und einem diffusen Raumeindruck. Das kann man, meiner unmassgeblichen Meinung nach, mit einer etwas breiteren Tonspur nicht wieder reinholen. Vor allem ist ja bei der B67 alles vorhanden, trotz 2 mm Trennspur.
Außerdem würde das für mich keinen Sinn machen, auf 0,75 er Köpfe umzurüsten, da ich etwa 500 Bänder mit 2 mm Ts bespielt habe und diese dann mit 0,75 er Köpfen abzuspielen bringt, so glaube ich, eher Nachteile.
Es wird wohl so sein, wie Jens und Wolfgang anfangs geschrieben haben, dass es an den mit OP´s bestückten A/W Platinen liegt. Wenn Erich Schleicher Ende August aus dem Urlaub zurück ist, wird er meine A810 einmal prüfen.
Gruß Axel

Beitrag Samstag 8. August 2009, 18:31
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2549
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Stimmt, mit 2mm Trennspur Tonköpfen kannst beider Versionen Bänder abspielen.

Ich hatte mal 'ne B67 und A810, leider aber nicht gleichzeitig. Bänder der A810 höre ich heute noch deutlich aus meinem Archiv raus:

jede Menge Pegel, Transparenz, Räumlichkeit und Dampf drauf!

Von anderen höre ich, dass die A807 nur 'ne abgespeckte Mühle zum Geldverdienen sei und in der ARD unbeliebt ist.

Zu Hause habe ich nur noch M15A wegen der Robustheit und M21 im Bezug auf warmen Klang, da diese volgestopft ist mit dem NE5534AN, welcher auch in allen Studer Mischpulten Anwendung fand.

Auch meine Studer 900 Konsole läuft damit und klingt super!

Axel, ich kann Dir nur den Tipp geben, irgendwann einen 0,75mm Aufnahmekopf einzusetzen, fertig.

Bei der Schallplatten-Überspielung zur Schneidemaschine wird übrigens auch nur mit 2mm Trennspur abgespielt, nur die ARD hat 0,75mm Trennspur zum Standart erklärt mit deutscher Schichtlage.
Die RRG (Reichsrundfunkgesellschaft) stellte fest, dass diese Schichtlage rund 1,5dB verbesserten Fremdspannungsabstand brachte und Ampex die in old Germany geraubte Telefunken nachbaute und die internationale Schichtlage "erfand", um uns bösen Nazis ja keine Tandiemen zahlen zu müssen!

Habe Spass an Deiner Technik und erffreue Dich der immer selten werdenden hochwertigen Tonaufnahmen.

Gruß,

Rudy

Beitrag Sonntag 1. November 2009, 23:18
grossberger Eroberer
Eroberer

Beiträge: 17
Wohnort: Würzburg
Inzwischen habe ich meine A810 von Erich zurückerhalten, er hat den Print HF-Driver getauscht, da hier ein periodisches Störsignal vorlag. Das war wohl auch ein Problem der Kanaltrennung. Danke Erich, das war´s wohl, die A810 wurde dann noch von mir in den Pegeln der B67 angeglichen. Ich könnte sie jetzt im Blindtest nicht mehr von der B67 unterscheiden, TOP !!! Die klingt jetzt richtig gut, transparent, Tiefen-und Breiten-Staffelung, perfekt. Nebenbei wurden noch die Bandwaagen justiert, jetzt sind auch wieder alle Funktionen für den schnellen Vor-Rücklauf abrufbar. Da macht das Musikhören wieder Spaß :-)

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