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Wiedermal klebende Bänder

Hier ist Platz für allgemeine Fragen rund um die Tontechnik.

Moderator: Administratoren


Beitrag Sonntag 1. Mai 2011, 12:13
gogosch Doppel As
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Beiträge: 79
Hallo!
Habe hier auf 18cm etwa 60 Stück Scotch à 720m aus den Jahren 1970 bis 1976.
Auf der AKAI GX636 lassen sich diese Bänder zwar einwandfrei abspielen aber nicht spulen.
Dann quietscht es und die Maschine bleibt stehen.
Vor allem die "Triple-Play" mit 1080m machen beim Spulen die meisten Probleme.
Auf der, auf 4Spur umgebauten, Studer B67 geht auch das Spulen reibungslos. Seltsam!
Beim Abspielen habe ich gottseidank auf keiner Maschine Abrieb. Köpfe, Rolle und Bandführungen sind auch nach 5 Durchlaufen völlig sauber.
Habe es schon mal mit "Aufbacken" (4h bei 55°?) ohne Erfolg versucht. Ergebnis genauso wie vorher.
Seltsamerweise kleben die Bänder eher an der (unbeschichteten) Rückseite.
Frage: Hilft ev. Silicagel-Beutel + Band in verschließbarem PE-TK-Beutel?
hat damit schon jemand Erfahrung?
LG
H.

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Beitrag Sonntag 1. Mai 2011, 16:00
endlandmusic Foren As
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Beiträge: 56
Wohnort: 3800 Unterseen / Schweiz
Hallo,
das ist in der Tat etwas seltsam.
Vielleicht liegt es an der Bandrückseite, da die GX-636 einer der wenigen Maschinen ist, bei der das Band unnötigerweise zusätzlich auch an der Bandrückseite mit fixen Metallstäben umgelenkt wird. Wenn die Hebel dort zugesetzt mit Abrieb sind macht sie keinen Mucks ( hatte mal eine GX 747 ).
Ändert sich etwas am Spulverhalten, wenn Du die Umlenkhebel beim Spulen ein wenig nach Innen drückst ? Oder versuch sie mal ohne die Umlenkhebel spulen zu lassen ( manuell fixieren, damit sie sich nicht abschaltet ).
Die Studer hat natürlich eine ganz andere Bandzugregelung und ist von den Motoren her mind. zwei Ligen höher dimensioniert, obwohl sie sich bei komplett zugesetzten Bandführungen auch etwas schwer tut, jedoch dabei eigentlich nicht quietscht.

Grüesse,
Jens

Beitrag Montag 2. Mai 2011, 08:59
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 2455
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
... wiedermal der gleiche Tipp:

Bänder schnell überspielen und ab in die Tonne!

Rudy

Beitrag Dienstag 3. Mai 2011, 02:32
Niederberger Jean Benutzeravatar
Trippel As
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Beiträge: 157
Wohnort: Lugano
@ gogosch
wenn beim schnellen Umspulen die Bandmaschine stehen bleibt hat es sicher schon schöne Ablagerungen vom ausgetreten Klebstoff (die Scotch Bänder sind dafür bekannt !!),
Ich würde einmal die Tonköpfe und die Bandführungsteile mit einer Lupe kontrollieren !
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.

Beitrag Dienstag 3. Mai 2011, 05:29
gogosch Doppel As
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Beiträge: 79
Danke für die Tipps, aber die Bänder kleben weiterhin auf der AKAI. Auch nach dem Aufbacken. :o
Tonköpfe und Bandführungen sind sauber! Ablagerungen konnte ich bisher keine feststellen.
Denke, dass die AKAI zu viel Zug ausübt.
Bei der 4Spur-B67 habe ich übrigens den Bandzug massiv herabgesetzt und da funktioniert auch das Spulen.
Eines haben alle Geräte gemeinsam: Wenn das Band länger unter Zug eingespannt war, klebt es leicht an den Führungen.
Seltsamerweise, wie schon geschrieben, vor allem an der Rückseite.
Bei der B67 an der linken großen Umlenkolle!
LG
H.

Beitrag Dienstag 3. Mai 2011, 12:03
dago Haudegen
Haudegen

Beiträge: 256
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Eben deswegen weg damit !!! wie Rudy schon gesagt hat.

Grüße
Rainer

Beitrag Dienstag 3. Mai 2011, 16:44
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 2455
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Verehrter Kolege H.

Wenn Du den Bandzug verringerst, wickelt Deine B67 keine großen Bänder mehr und es ist für "Nichtspezialisten" eine Tortour, die Werkseinstellungen wieder hin zu bekommen.

Schmierende Bänder sind nun mal Schrott und das Aufbacken (das sagt jeder) ist danach nur noch für eine einmalige Wiedergabe zum Kopieren oder Digitalisieren geeignet!

Es kann und wird Dir niemand Deine schmierenden Bänder retten können, Du versaust nur Deine Maschinen und die in der weichen Schicht befindlichen Staubpartikel zerstören Dir - wie beschrieben - die Kopfspalte und damit die Funktion.

Irgendwann ist der Kopfspalt so zerstört, dass weder Höhenanpassung der Elektronik, noch ein Läppen der Köpfe noch was ausrichten können und der Schaden den der (versifften) Bänder übertrifft!

Also nochmal:

Ab inne Tonne damit!

Rudy

Beitrag Dienstag 3. Mai 2011, 19:23
gogosch Doppel As
Doppel As

Beiträge: 79
Hallo!
Hier werden Äpfel mit Birnen vermischt, daher eine kurze Info zur allgemeinen Entwirrung! :lol:
Zum einen schmieren die Bänder nicht! Köpfe und Bandführungen sind absolut sauber. Auch nach dem Durchlauf von 5 Bändern zu je 2x720m kein sichtbarer Abrieb feststellbar!
Zum anderen besteht das Klebe-Problem hauptsächlich nur auf der unbeschichteten Rückseite. Und da nur an Metallteilen. Die Andruckrolle z.B. klebt nie an und der Bandtransport ist völlig geräuschlos..
Bei der B67 handelt es sich um eine modifizierte Version mit einem speziellen 1/4-Spur-Kopfträger mit russischen Glas-Ferrit-Köpfen. :o
Der Frequenzgang ist schon bei 9,5cm bretteben und geht da bis knapp 20kHz! Bei 19cm bis 22kHz.
Da es sich um eine Maschine ohne VU handelt, ist sie leider nur, trotz der guten Werte, bedingt als Aufnahmegerät verwendbar.
Es werden dort auch keine Offenwickel abgespielt. Daher wurde der Bandzug nur bei der Wiedergabe für Doppel- und DreifachBänder auf "Home-Niveau" angepasst.
Wollte fragen ob jemand mit der Lagerung von Bändern in verschließbaren TK-Beuteln + Silicagel positive Erfahrungen gemacht hat?
LG
Hartmut

Beitrag Montag 16. Mai 2011, 09:42
gogosch Doppel As
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Beiträge: 79
Hab wieder mal mit den klebenden Bändern experimentiert.
Betroffen sind nur Scotch, die mit der weißen Spule, und zwar die, welche zw. 1973 und 1978 erzeugt wurden.
Die älteren, mit der Klarsichtspule, sind einwandfrei.
Bei einem Band, welches sogar nach einer kurzen Laufzeit den Glas-Ferrit-Kopf meiner B67 zusetzte, habe ich
mal die Rückseite im Schnelldurchlauf mittels von Reel-to-Reel mittels Wattebausch und verdünnter Essigsäure (~10%) behandelt.
Dann das Band sofort in einem TK-Beutel verschlossen.
Jetzt, nach 7 Tagen "Lagerung", lässt sich das Teil ohne zu Kleben einwandfrei abspielen und spulen.
Die Essigdämpfe dürften den Kleber irgendwie neutralisiert haben.
LG
H.

Beitrag Montag 16. Mai 2011, 10:12
dago Haudegen
Haudegen

Beiträge: 256
Wohnort: Obersulm
Ich wußte garnicht, dass die B67 Glasferritköpfe hatte, sind das nicht nur die AKAI ?

Essig dürfte wohl absolut das Schlechteste sein, was man auf die Metallköpfe bringen sollte. Essig birgt immer die Gefahr, dass Metall anfängt zu rosten !

Grüße
Rainer

Beitrag Montag 16. Mai 2011, 21:36
gogosch Doppel As
Doppel As

Beiträge: 79
Es handelt sich um eine auf 1/4-Spur modifizierte B67 MkI.
Die Köpfe (fast neu, ohne Einschliff) stammen aus einer russischen Elektronika.
Der 1/4-Spur-Wiedergabekopf liefert ein um 3-4db stärkeres Signal als ein vergleichbarer Halbspurkopf von Studer.
Bei 38cm steht der Level-Regler des Wiedergabeeinschubs fast auf Linksanschlag. :o
Mit dem Bluthard-Testband MB05 schaffen die Köpfe locker 18kHz bei -4db und 9,5cm.
Wobei Bluthard selber schreibt, dass das Testband eigentlich wegen Frequenzabfall nur bis 14kHz verwendbar ist.
Leider gibts kein Testband mit 20kHz bei 9,5cm .
Bei 19cm beträgt der Abfall gerade mal 0,5db bei 18kHz.
Wenn die Maschine auch aufnahmemäßig eingemessen ist, stelle ich einen Frequenzschrieb ein.
Habe heute wieder von einem "behandelten" Band digitalisiert. Der Essiggeruch ist nur mehr marginal wahrnehmbar.
Auch diesmal kein Kleben oder Abrieb! :-)
LG
Hartmut

Beitrag Sonntag 11. Dezember 2011, 19:12
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 2455
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Ein Messband mit 20KHz bei 9,5er Geschwindigkeit braucht es nicht zu geben, da hier keine messbare Frequenz mehr durch die AW-Elektrinik geht, sondern nur noch eine aufgeladene Gleichspannung mit schwacher Modulation.

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