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Verfasst: Sonntag 19. Juni 2005, 00:45
von panik
nagra glaub ich nicht, die marke ist meines wissens relativ jung

Verfasst: Montag 20. Juni 2005, 02:25
von Jürgen Heiliger
Hallo Panik,

und wieso nicht?.....basiert doch jede Nagra irgendie auf dieser .....

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und hier das Mischpult dazu.....

Bild

:lol: :lol: :schleimer:


Gruß

Jürgen

Verfasst: Montag 20. Juni 2005, 02:31
von Jürgen Heiliger
panik hat geschrieben:mhmm die uher geräte waren doch sehr verbreitet damals?

ne m5 würde ich jetzt persönlich nicht nehmen, die röhren sind doch anfällig gegen äussere einflüsse?

bei mir steht halt eine nagra auf der wunschliste...
Nochmals Hi,

Nur die M 5 ohne zusatz hatte Röhrentechnik eingebaut. Die Versionen B,C,D hatten schon Transen :lol: drin.

Ne Nagra, wieso dann doch lieber eine Stellavox....Die hab ich mir selber gerade erst bei Ebay geleistet....für unter 300 € :lol2:

Gruß

Jürgen

Verfasst: Dienstag 21. Juni 2005, 12:25
von panik
hallo jürgen...

ich weiss das mit den transen...

nur denk ich wenn ich halt m5 hör erstma an röhren...

stellavox hab ich noch nie gehört. auch ne schweizermarke?

bei nagra ist halt auch n wenig lokalpatriotismus.

aber erzähl mal...



du sammelst die dinger anscheinend zimlich intensiv, hab auch gesehen das du die tascam 42 hast, hab ich auch bei meinen eltern noch rumstehen, auch mal für 300 euros gekauft vor vier jahren aber

Verfasst: Dienstag 21. Juni 2005, 16:55
von Administrator
Schöne Geräte Jürgen... Die Nagra ist ja echt niedlich... :lol:

@ Panik

Ja - Stellavox kommt wohl auch aus der Schweiz. Inzwischen bauen die aber keine Tonbandgeräte mehr wie ich auf deren Homepage unlängst mal gesehen habe - nur noch so Digitalkram...

Kann mich ansonsten mal jemand über die Firma Stellavox grundsätzlich aufklären bitte?!

Hatte die was mit Nagra Kudelski zu tun? Auf welchem "Level" haben die sich technisch und mechanisch und preislich bewegt?

Gruß

Verfasst: Dienstag 21. Juni 2005, 17:31
von panik
eben drum war mir der name ein begriff...

aber eben der lauf der zeit...

ich will mir einfach irgendwann n reportergerät holen.



bin gespannt was der tread noch bringt

Verfasst: Samstag 24. Juni 2006, 11:56
von darklab
Administrator hat geschrieben:
......Aber mal was ganz anderes - ich habe mal in einem Rundfunkbericht gehört, das die Reporter früher tragbare Tonbandgeräte mit einem Uhrwerk zum aufziehen dabei hatten - also als Batterieersatz für die Stromerzeugung. Das muß wohl so in den 50er oder spätestens 60er Jahren gewesen sein... Weiß jemand dazu etwas genaueres? Waren das auch Telefunken?.....
Es kann sein, dass Telefunkengeräte zum Einsatz kamen.

Mir scheinen aber Nagra- Geräte besonders geeignet zu sein, denn in der BDA zu meiner Nagra 4.2 steht als Betriebstemperaturbereich: -55 bis + 70 Grad Celsius.

Das sind Temperaturen, wo mir die Lust verginge.

A pro pos Nagra: die beiden ersten Baureihen hatten Federwerksantriebe, und auch die heute noch erhältliche Mini- Nagra für 1/8"- Bänder erledigt das Rückspulen noch mit einer Kurbel ( The famous Nagra - crank)

Verfasst: Samstag 24. Juni 2006, 17:39
von PhonoMax
Wiederbelebung nach einem Jahr:

Maihak hatte mehrere federwerkgetriebene Bandgeräte entwickelt, die bis weit in die 1960er Jahre beim Rundfunk (und auch beim Film) Verwendung fanden. Vorgänger waren solche -aufgeteilt in separate Laufwerke für Aufnahme und Wiedergabe- von Arnold & Richter (ARRI) in München, die der Bayerische Rundfunk in den 1950ern noch einsetzte. Übrigens war auch die Nagra II ein Federwerk mit Röhren....

Gleichzeitig mit dem Beginn der großen Maihak-Zeit konzipierte die Zentraltechnik des NWDR (Karl Erik Gondesen) 1953/54 ein vollelektrisches Laufwerk, was insofern ein gewisses Risiko darstellte, als ein solches Gerät ja allein für die Elektronik zwei Batteriesysteme benötigte (Heizung und Anodenspannung für die Röhren), weshalb ein weiterer Energiefresser in Gestalt des Transportmotors (an drei Motoren ist nicht zu denken) nur zusätzliches Gewicht für die Batterien mit sich bringen konnte. Dies Gerätekonzept hieß braunbuchmäßig R85 und wurde -mit Telefunken-Köpfen- von Max Ihle, Marktschorgast hergestellt.

Telefunken vertrieb -so ich mich recht erinnere- Maihak-Geräte, stieg dann auf die genannte R85 um, wo aber nicht viel gelaufen zu sein scheint. Mit dem Auftreten der Nagra III war Telefunken auch da zur Stelle, weshalb alle eben genannten Geräte mit em Firmenzeichen der Telefunken nachgewiesen sind.

Ganz andere Baustelle: Dass auch Dolby-A-Prozessoren von Telefunken vertrieben wurden und dementsprechend gelabelt waren, dürfte vielleicht nicht bekannt sein. Ich aber habe Einschübe des Typs 360 gesehen, die neben dem Anzeigeinstrument mit der Telefunkenraute bedruckt waren.

Hans-Joachim

Re: TFK M15A Deutsche vs. internationale Schichtlage

Verfasst: Freitag 8. Juni 2007, 14:59
von ebrjvd
Laut Telefunken M15A Unterlagen sollte die Deutsche Schichtlage (Schicht außen) einen um 2 dB besseren Fremdspannungsabstand haben.

Ein wesentlicher Vorteil (für alte Archivbänder) ist das bei "Schicht außen" die Magnetschicht von wenigere Bandführungen, Rollen... berürt/abgenutzt wird.

Re: TFK M15A Deutsche vs. internationale Schichtlage

Verfasst: Freitag 8. Juni 2007, 17:08
von PhonoMax
Lieber Jos,

die Festlegung der 'deutschen Schichtlage' rührt aber aus der allerfrühesten Zeit, in der man sich über 2 dB Geräuschabstand hin oder her schwerlich Gedanken gemacht haben wird, lag doch derjenige allein der Schallplatte jener Tage für das gleichstromvormagnetisierende Magnetophon noch in sehr, sehr weiter Ferne.

Schon das Versuchslaufwerk I vom Sommer 1933 weist auf dem denkwürdigen Foto mit dem gesamten 'Verein' diese Schichtlage auf. Der Magnetbandpionier Hans Schießer (er kam allerdings erst 1936 zur AEG) schreibt im Winckel I (1960) auf Seite 548 durchaus glaubwürdig von den Gründen, die im zu erheblicher Hohlkrümmmigkeit neigenden Magnetbandmaterial dieser ersten Tage gelegen haben sollen, da dieses Bandmaterial nur bei Schichtlage außen einwandfrei wickelte. Dabei blieb man dann eben selbst in dem Augenblick, als das Hf-Magnetofon (1940; öffentliche Vorführung am 10. Juni 1941) eine Speicherqualität vorlegte, die bis auf weiteres anderweitig nicht zu erzielen war. Und als die Archive groß geworden waren, was in Deutschland ja recht bald und bitte vor Kriegsende Tatsachendimension erreichte, fiel die Umkehr schwer und unterblieb zumindest beim Rundfunk.

Wo Telefunken allerdings die 2 dB hernehmen will, ist mir nicht recht erfindlich; ganz real übrigens, denn ich kann deinen Hinweis bezüglich der unterschiedlichen Geräuschspannungsabstände von deutscher und internationaler Schichtlage in meinen Materialien zur M15A nicht verfizieren.

Andererseits drohen natürlich Masteraufzeichnungen unserer Tage durch das relativ hochkoerzitive, zeitgenössische Bandmaterial bei internationaler Schichtlage durch an Umlenkrollen abgelagerte, stark magnetisierte Magnetitsplitter gewisse Gefahren, derer man sich bewusst sein sollte. Dr. Götz Corinth aus Mainz kann da etliche, weniger ergötzliche Lieder singen. Sie allerdings spielten zu Walter Webers Zeiten noch keine Rolle im Magnetbandchor, so hochwertig Aufnahmen ja schon damals sein konnten...

Hans-Joachim

Re: TFK M15A Deutsche vs. internationale Schichtlage

Verfasst: Donnerstag 5. Juli 2007, 20:34
von Bandsalat
@panik

Wie heißt der Spruch in der Werbung:

" Aber die M5c hat doch gar keine Röhren!" :o :o

Re: TFK M15A Deutsche vs. internationale Schichtlage

Verfasst: Samstag 6. Juni 2009, 15:04
von cavemaen
Schau Dir meine anderen Beiträge an.

Die Reichsrundfunkgesellschaft stellte fest, dass bei deutscher Schichtlage 1,5dB verbesserten Fremdspannungsabstand bekam.

Ampex "erfand für sich" die internationale Schichtlage und ersparte sich Lizenszahlungen an das Deutsche Reich!

Rudy