Mal wieder etwas von telefunken

Alles zum Thema "Fragen und Technik" bei professionellen Studio- und Tonbandgeräten der Firma Telefunken

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studer289
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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Herzlich Clemens

Das 2 bild ist schon alt....alles ist nun wohnlich.. :lol:
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Niederberger Jean
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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von Niederberger Jean »

Lieber Clemens
eine Augenweide diese sehr schöne Komination mit der Studer C37 dem Studer Mischpult in deinem Kinosaal.
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.

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Magnettonmanni
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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von Magnettonmanni »

Hallo Clemens,
vielen Dank für Deine Nachricht mit den sehr beeindruckenden Bildern.
Da habe ich feuchte Augen bekommen und war richtig sprachlos. Das ist ja gewaltig!!!......
Ich habe schon viele alte Laufwerke gesehen, aber eine echte T9 ist mir noch nicht untergekommen, wenngleich ich dafür die Braunbuchbeschreibung habe. Das liegt hauptsächlich daran, daß ich meinen Wohnort nie wirklich verlassen habe und die hier beim Rundfunk ursprünglich werkelnden T9 alle nachträglich auf T9u umgerüstet worden sind. -Und nur davon haben dann einige überlebt.
Der Dienstweg Deiner T9 muß interessant gewesen sein, weil sie ja immer auf 76 betrieben worden sein muß. Vielleicht beim Film mit der Zeitdehnugs-oder Zeitraffungsmaschine von T+N nach dem Patent von E.Schüller, die es für die T9 nur für 76 gab. Ich bin da gespannt, wie ein Flitzebogen. - Über ein Foto der Maschine würde ich mich sehr freuen.
Bei der T8/9 sieht es auf dem Bild so aus, als würden die Bremslüftmagneten noch mit Wechselstrom betrieben werden. Falls die Löcher für die Ölröhren der Wickelmotoren nie gebohrt worden sind, obwohl der Absatz im Gußblock vorgesehen wurde, muß von Anfang an klar gewesen sein, daß für dieses Laufwerk Motoren verwendet worden sind, die schon im Vorgängermodell T8f nicht mehr verwendet worden sind. Die hatten schon die Öler, wie später die T9u. AEG hat bei Maschinen, die nicht an den Rundfunk verkauft wurden, bei späten T8 bereits einen Wickelmotor links eingebaut, der mit kleiner werdendem Bandwickel sein Gegen(Brems)Moment verrringerte. Und zwar bei einem Wickelverhältnis von 1:3 nur zu 1:2. Das könnte man heute noch messen bei laufender Maschine. Wenn das nicht der Fall sein sollte, hatte AEG bei der Bestückung der Laufwerksplatte möglicherweise gar nicht die Finger drin. Diese Motoren wurden auch bei der T9 und der T9u zusammen mit der elekrischen Wirbelstrombremse eingebaut Bei günstiger Einstellung war der Bandzug an den Köpfen dann im Bereich von 80-110 g von Bandanfang bis bandende zu halten. Das konnte zu der Zeit weltweit nur Willi Studer mit seiner Bandzugwaage besser. Ich vermute, daß die Maschine nicht in Norddeutschland betrieben wurde. Gibt es da eine bekannte Historie? Bevor ich weiter spekuliere und einen Verdacht äußere, wäre es besser, die Annahmen durch in Augenscheinnahme zu bestätigen oder zu verwerfen.

Mit den besten Grüßen

Manfred

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cavemaen
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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von cavemaen »

Frank, die 140cm beziehen sich auf das Papierband, bevor das Tonband mit 100cm und 6,5mm Breite der RRG kam.

Es gab auch Drahttongeräte, die sich aber nicht durchsetzen konnten.

Wenn sich der runde Draht beim Abspielen drehte, gab es enorme Lautstärkeschwankungen und bei jedem Hersteller unterschiedliche Geschwindigkeiten, waren also untereinander inkompatibel.

R.

Marconi Stahlband-Recorder 1932:
Marconi Stahlbandrecorder_1932.jpg
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studer289
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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Hallo ihr lieben und älteren generationen

Haltet euch sorge wegen dem Corona..und bleibt zuhause..
Sonst bringt auch das hobby nicht mehr viel :(

Hier sende ich für euch und Manfred und Rudy mal wieder was..

Die bilder sind steinalt...und es ändert sich mal immer etwas..

Auch ist die nette dame (nicht meine freundin)...hatte sich aber vor vielen jahren
ganz toll an der T9 gemacht..serie nr.102 angeblich wurde die maschine nur im labor
genutzt..Also mal keine T9(u)

Das bild ist absichtlich schwarz-weis der charm kommt mehr rüber..
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studer289
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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Und damals in der wohnung....


Auch ich möchte nicht das forum zu müllen...aber wir haben doch ein tolles hobby..

Ich wünsche euch alles gute...bleibt gesund ;-)

Herzlich

Clemens
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cavemaen
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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von cavemaen »

Das war meine alte T9 (Bilder der T9u nicht gefunden):
meine T9 scal.jpg
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Magnettonmanni
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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von Magnettonmanni »

Hallo Clemens, hallo Rudy,
vielen Dank für die Darstellung Eurer Fotos von den T9-Laufwerken. Die beiden Oldtimer machen ja einen hervorragenden optischen Eindruck. Dies gilt besonder für die Maschine von Clemens, wobei es für mich so aussieht, als wäre die Chromschicht von der Bremsrolle abgescheuert. Das deutet ja auf eine beachtliche Laufleistung hin, wenn die Rolle keinen mechanischen Fehler hatte und auch die Gleichstromerregung nicht völlig verstellt war. Dazu steht im Gegensatz das makellose Erscheinungsbild der Laufwerksplatte. Ich würde mich glücklich schätzen, eine der Maschinen zu besitzen. Dann hätte ich alle Modelle mit der Bremsrolle des Herrn Gondesen. Aber ich kann ja noch ein bisschen weiter träumen.

Mit den besten Grüßen
Manfred

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Lieber Manfred lieber Rudy...

An der rolle sieht man noch den gebrauch....ist aber völlig in ordnung!

Die maschine war total runter gehubert...abgescheuert und verbraucht..
Sie benötigte einen total neuaufbau...der charm wollte ich ihr aber nicht nehmen...
Fotos von vorher habe ich aber nicht gemacht..sie wurde aber stark bespielt...der lack war bis auf
das rohe laufwerk weg...

Alles liebe Clemens..
Ps..alles mit dem roller gemacht...top lack...und man sieht nichts...

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Auch die konsole war am ende...auch da habe ich alles neu gemacht..

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Magnettonmanni
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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von Magnettonmanni »

Lieber Clemens,

das hast Du aber ganz hervorragend hinbekommen mit der Lackierung. Da ziehe ich meinen Hut.
Auf dem ersten schwarz/weiß Foto war mir nur aufgefallen, daß die Lackoberfläche sehr ebenmäßig war. Außerdem war kaum ein Farb- bzw Helligkeitsunterschied zwischen Bandtellern und Chassis zu erkennen, was die Vermutung einer Neulackierung auslöste.
Die Neulackierung hat Du mit Bravour gelöst.
Da die Bremsrolle so stark abgenutzt ist, müßte eigentlich die Einlaufrolle schon richtig Abrieb und im Durchmesser abgenommen haben.
Dies eigentlich deshalb, weil die Bremsrolle stark umschlungen ist, die Einlaufrolle aber nicht. Beim schnellen Hochfahren beim Umspulen
kann die Einlaufrolle schon mal die Haftreibung verlieren und durchrutschen, die Bremsrolle eigentlich nicht. Vielleicht war ja auch der Bandzug links zu gering, oder die elektrische Erregung der Bremsrolle wurde beim Umspulen nicht abgeschaltet oder die Kugellager waren verharzt. Im Normalfall hat die Einlaufrolle mehr Abnutzungserscheinungen als die Bemsrolle. Aber das ist nun auch egal, Du hast ja sicher alles bestens revidiert.
Läuft die Maschine noch mit 76, oder ist sie mal auf 38 umgebaut worden?
Bitte entschuldige meine unbändige Neugier für diese historischen Laufwerke,von denen ich als jugendlicher geträumt hatte,und von denen ich glaubte, daß ich sie niemals im Leben haben würde.

Mit den besten Grüßen
Manfred

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Lieber Manfred...liebes forum..

Neugier ist doch super..da bin ich auch nicht besser..

Die T 9 spielt noch ganz original mit 76cm..der hochlauf ist einfach genial...flutsch und sie steht auf 76..
flutsch und 1000 meter sind durch...dies noch mono und mit M5A verstärker...da keine originale vorhanden
waren...warscheinlich gingen die nach china...:-(
Die M5 verstärker habe ich aber revidiert...und einzeln ausgebaut..module..und schön poliert...

Herzlich Clemens

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Ebenfalls darf ich weitere geräte in der sammlung haben..
Wie eine K8 M5 a und b...M10 und M10a...welche aber beide nicht in betrieb sind...ebenfalls eine M15a...
Ebenfalls ein paar studer geräte...

Ein schönes hobby...dazu ein glas wein..ganz fein..

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von Magnettonmanni »

Lieber Clemens,

da kann ich Dir nur beipflichten. Das ist ein sehr schönes Hobby. Zusammen mit dem Wein wird es geradezu grandios.
Und Deine Gerätesammlung ist ja sehr beeindruckend.Da kann man ja vermuten, daß Du auch eine A27 im Bestzustand hast.
Hoffentlich sind die M10-Laufwerke nicht defekt, sondern nur nicht angeschlossen. Eigentlich haben die ja eine sehr robuste
Laufwerkssteuerung mit den Relais. Wenn Du zu der T8/T9 noch etwas Information haben möchtest, stehe ich zur Verfügung.

Mit den besten Grüßen
Manfred

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Lieber Manfred..liebes Forum...
So so...hats jemand gesagt...
Die M10 sollte laufen die 10A hat einen steurungsfehler..

Ganz herzlich Clemens

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von Magnettonmanni »

Lieber Clemens,

Du hast hier immer mit sehr viel Understatement über Deine Geräte gesprochen.-
Da habe ich dann nur so gedacht -... - na ja, es könnte gut sein.

Herzliche Grüße
Manfred

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von cavemaen »

Hallo Clemens!

Bei der M10 würde ich hinten alles Störschutz-Kondensatoren ersatzlos rauswerfen, die sind nach 50 Jahren tot.

Statt dessen reicht ein angepasster Netzfilter, wie M15A üblich.

Ferner kann es Probleme mit den Kuhnke-Relaise geben, so dass die kleben, bei feuchter Lagerung irgendwann oxydiert sind, oder gleiches im Tastensatz der Laufwerksteuerung passiert ist.

Aufgrund meiner jahrzehntelanger Erfahrung mit den Maschinen empfehle ich ferner, die Wicklungen der Motoren und Zugmagnete mal durchzumessen.

Sollte das was niderohmig geworden sein und mehr Strom ziehen, wird auch die Lebensdauer der Tasten und Relaisekontakte herabgesetzt.

Ich hatte mal Fälle, wo die Bremsen nicht öffneten und eine Fehlfunktion nach einem festgebrannten Kontakt nach Ableben der Störschutz-Kondensatoren (im Schaltplan als SS gekennzeichnet) festgebacken waren, oder einer der Anzugmagneten durchbrannte, nachdem das Umschalten von Anzugstrom auf Haltestrom unterblieb!

Denn aus irgendeinem Grunde sind die Maschinen ja mal ausgesondert worden.... :!:

R.

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Hallo ihr lieben ;-)

Lieber Manfred ich war nur ziemlich erstaunt...aber du hast mit deinen 75 Jahren
viel erfahrung mit menschen..

Ja ich habe eine,und ihre aufarbeitung ist bei (STUDER TECHNIK) zu finden...viel spass ;-)

Und danke sehr fürs angebot und die nette hilfe betreffend T8 T9 usw..

Merci :D

Lieber Rudy

Auch dir danke sehr für die Tipps...

Die entstörglieder wechsle ich immer...kostet nicht viel und erspart viel ärger..

Auch sonst schaue ich die maschinen optisch und technisch immer zuerst durch..

Meistens mache ich frisch aufbau..

Euch alles herzlich liebe und bleibt bitte gesund :D

Clemens

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von Magnettonmanni »

Lieber Clemens,

vielen Dank für Deine nette Antwort und Deine guten Wünsche.
Der Hinweis auf die STUDER TECHNIK und Dein dort gespeicherter Beitrag sind ja Gold wert.
Ich bin ganz begeistert.

Herzliche Grüße und bleib schön gesund
Manfred

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Re: Mal wieder etwas von telefunken

Beitrag von studer289 »

Lieber Manfred

Sehr gerne habe ich einen beitrag gemacht...nicht zum angeben!

Einfach aus freude an technik:-)

Alles liebe Clemens

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