AEG M15A

Alles zum Thema "Fragen und Technik" bei professionellen Studio- und Tonbandgeräten der Firma Telefunken

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ultraTon
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AEG M15A

Beitrag von ultraTon »

guden tach, irgendjemand lust mit mir erfahrungen über die "legendary M15A" auszutauschen. wo stehen die ganzen maschinen in deutschland? wo gibts noch ersatzteile und zubehör? etc.?

bin wohl irgendwie der erste der das aeg forum hier lostritt...



also voran, gruss alex
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Schöne Maschinen!

Beitrag von Administrator »

Hallo Alex,

herzlich willkommen im Forum! :D

Stimmt, Du bist der Erste der hier im Bereich Telefunken schreibt - finde ich ehrlich gesagt sehr gut das Du diesem Teil des Forums etwas Leben "einhauchst"... :wink:

Ich habe leider keine M15 - kenne und schätze diese Maschinen aber sehr!
Ich denke ein Großteil der Dinger steht immer noch bei allen möglichen ARD Anstalten. Die wissen auch das die Geräte gut sind und pflegen Ihre "Schätzchen"...

Ersatzteile bekommst Du u.a. bei der Firma Hilpert

- siehe auch folgende Links:

http://www.studerundrevox.de/index.php? ... ory&cid=11

Wenn Du an Gebrauchtgeräten interessiert bist, dann solltest Du mal einen Blick in die Kategorie "Dein Tipp" hier im Forum werfen. Der WDR verkauft nämlich nach wie vor noch Maschinen...

Zwei der M15 habe ich übrigens vor kurzem erst in einem Hörfunk Ü-Wagen des BR gesehen und fotografiert. Die Bilder kann man in der Tontechnik Galerie betrachten wo man übrigens auch eigene Bilder hoch laden kann!

http://galerie.studerundrevox.de

Schöne Grüße
Christoph

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erich
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M15A

Beitrag von erich »

Hallo,

Ersatzteile, Reparaturen und auch gebrauchte Geräte gibt es bei auch mir:



Erich Schleicher Studiotechnik

Karpfenweg 9

78658 Zimmern o. R.

Tek. 0741 34031

Fax 0741 34032

D1 0175 46 48 993

Email erich@es-studiotechnik.de

Gruß
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Beitrag von Administrator »

Hallo Erich,

vielen Dank für Deine Kontaktdaten!
Ich wollte dem Alex auch Deine Person als kompetenten Ansprechpartner nennen, hatte aber Deine Daten nicht... :wink:

Gruß
Christoph

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altil
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Telefunken M15 oder M21

Beitrag von altil »

Hallo Leute,

Da der WDR ja gebrauchte M15 und M21 anbietet, wollte ich mal fragen, welche der Maschinen für den Privatnutzer besonders empfehlenswert ist. Da ich kein Aufnahmestudio betreibe, sondern die Maschine nur privat als hochwertige Analog-Tonquelle oder zum Überspielen wertvoller Schallplatten nutzen würde, wäre ich für Tipps dankbar. Hat schon jemand vom WDR gebrauchtes Equipment bezogen und wenn ja, welche Erfahrungen hinsichtlich Funktion und Erhaltungszustand wurden gemacht?

Vielen Dank und viele Grüße,

altil
firstthird
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Beitrag von firstthird »

Hallo,

zum einen:
Ich kann den Erich Schleicher als fairen Service-Mann empfehlen,wenn man Probleme mit professionellerTFK und Studer-Technik hat.

Zum anderen:wenn es um Ersatzteile geht,kann man sich auch an paar ebay-Anbieter halten,die ich als seriös ansehe:
da ist Jörg Straub,ebay-Name:haiender
und ebay-Name:echterfuenfziger(den Namen habe ich gerade nicht präsent)

Zu den WDR-Maschinen:
Ich habe ein paar Maschinen von ZDF,vom MDR und vom SWF.Die sind im wesentlichen in Ordung gewesen.Vom SDR habe ich allerdings einmal
eine Studer A81 gekauft,bei der erst einmal ein Gleichrichter im Netzteil ausfiel,und dann der Capstan....

Zu den Maschinen:

M15 ist 15 bis 20 Jahre älter als die M21 ,es ist also eher mehr Service zu erwarten.

Eine gute M21 würde ich wahrscheinlich vorziehen,insbesondere,weil die M21 ,wenn man sie aus einem evtl.vorhandenen Wagen ausbaut,besser ins Wohnzimmer paßt.

Aber:Vorsicht vor der abgemagerten M21R Version:die hat weniger Möglichkeiten,z.B.keine Adress-Locator(nur Zero-Locator)und die Platinen,an die man u.U ein VU-Panel anschließen könnte,fehlen auch.
(ich habe Mal in ebay so ein Panel ergattert...)

Im Zweifelsfall würde ich Dir aber raten,dieMaschine zu kaufen,die Dir besser gefällt.Es ist ja sowieso eher eine emotionale Frage...

Viele Grüße

Frank
erich
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M15A

Beitrag von erich »

Hallo Alex,

Hallo Frank,

erstmal an Frank: danke für deine Unterstützung.

An Alex: ich kann Frank nur beipfichten, was den Unterscheid der beiden Geräte ( M15A u. M21 ) betrifft, es wird immer eine subjektive Entscheidung bleiben.

Im harten Schnittbetrieb hatte die M21 etwas Probleme mit der Zuverlässigkeit, für den Hausgebrauch jedoch ebenfalls ein sehr gutes Gerät, wie die M15A auch. Die M21 bietet ( intern umschaltbar ) mehr technische Möglichkeiten.

Die M21 gibt es ( auch beim WDR ) mit Verkleidung. Die M15A darf ohne Truhe oder zusätzlicher Rundumverkleidung offiziell nicht betrieben werden.

Kurz zur A81 von Frank: das war meiner Meinung nach Pech, im Normalfal ist die A81 ( die A80 mit deutscher Schichtlage ) ebenso robust, wie eine M15A, jedoch kann man beim Einkauf bei ARD und ZDF auch mal Pech haben.

Gruß

Erich Schleicher
altil
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M 15 oder M 21

Beitrag von altil »

Hallo Leute,

Vielen Dank für Eure prompten und informativen Antworten, sie sind sehr nützlich. Ich könnte mir vorstellen, eher zu einer jüngeren M 21 zu greifen, die ist wohl eher wohnraumtauglich. Die Anschaffung steht aber noch nicht unmittelbar bevor.

Viele Grüße aus Heidelberg,

altil
Jürgen Heiliger
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Beitrag von Jürgen Heiliger »

So als Ergänzung der Reparatur Adressen für die Telefunken Studio Maschinen:

http://www.agobi.de/content/de/main/homeset.htm

http://www.hilpert-audio.de/audio/index.php

Ich besitze zur zeit zwei M 15. Einmal eine WDR Version und eine Radio Bremen Version. Letzere besitzt schon das digitale Zählwerk der M 15 A.

Und seit drei Tagen gin ich besitzer einer M 20 TC. :D :D

Gruß

Jürgen
Beutlin

Beitrag von Beutlin »

Am Freitag erzielte eine M 15 A bei iBah einen Preis von 1000 Euro.

Da ist der halbe Preis, den der WDR verlangt, schon als Schnäppchen zu bezeichnen.
Was ist beim Kauf einer solchen Maschine zu beachten?

Gruß, Frank
firstthird
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Beitrag von firstthird »

Hallo Frank,

das ist keine leichte Frege.
Zunächst:das Teil ist sicher sehr robust,aber die M15A sind natürlich auch über viele Jahre 24 Stunden am Tag gelaufen.

Zunächst also:Sichtung von außen,auf Vollständigkeit,Ausführung(Kopfträger:Vollspur/2-Kanal 0.75 oder 2mm Trennspur etc.,sind die Verstärkerkarten alle da?)Beschädigungen etc.

Rechts hinten befindet sich die Serien-Nummer:ich würde Maschinen ab etwa 3500 bevorzugen:weil sie neuer sind,und weil sie Verbesserungen enthalten...
Im Zweifelsfall würde ich mich aber vom Erhaltungszustand leiten lassen.

Wenn das Teil bis vor kurzem noch in Betrieb war,kann man es riskieren,einfach einzuschalten.Wenn man ohne Band den rechten Fühlhebel nach innen drückt und "Start"drückt",dann sollte die M15A anlaufen.Dann kann man nach Geräuschen und evtl.Schäden am Capstan oder am Tonmotor fanden.Besser geht´s natürlich mit Band...

Wenn man sie einschaltet,kann man gleich die Betriebsstunden auf dem Betriebsstundenzähler ablesen.
Aber Vorsicht vor niedrigen Betriebsstunden:teilweise wurden "Kopfstunden gezählt,teilweise Stunden seit dem letzten Service.
Also: Funktion,s.u.,geht vor Betriebsstunden!

Eine Maschine,bei der man nicht weiß,wann sie das letzte Mal gelaufen ist,würde ich NIE einschalten,ohne vorher einen Tropfen Sinterlageröl in die dafür vorgesehene Öffnung am Capstan zu geben:auch ein stehendes Sinterlager verliert Öl.Und wenn es trocken ist,hat man es bereits beim ersten Einschalten ruiniert,und die erste größere Reparatur steht ins Haus.

Das Capstan-Lager sind 2 Lager:ein Sinterlager oben und ein Kugellager unten.Das Kugellager ist unkritisch,das kostet im Kugellager-Fachhandel,z.B.Bissinger,ein paar Euro..

Danach kann man zur Überprüfung der Umlenkrollen gehen:wichtig ist,daß die Achsen gerade sind(ich habe schon egshen,daß M15A übereinander gestapelt wurden,und bei der unteren Maschine diese Achsen verbogen waren).Wenn die Rolle nicht gut läuft:die Kugellager gibt´s wieder für etwa 3.50 das Stück im Handel,man kann sie zur Not auch selbst austauschen.Das Problem ist dann aber die Höheneinstellung der Rolle,aber da kann man sich u.U.etwas einfallen lassen...

Vielleicht kann Erich Schleicher dazu etwas sagen.

Auch die Kugellager in den Wickelmotoren kann man wechseln,dafür sollte man allerdings geignetes Werkzeug haben(ich lasse das meinen Nachbarn machen,der das gelernt hat)

Wenn die Maschine vom Laufwerk her läuft,kann man bei einem Kauf nicht viel falsch machen:die Audio-Karten können bei einem Defekt repariert werden,immer wieder gibt es welche in ebay.Komplette Sätze kosten so um 250 Euro.Für einzelne Karten kann man m.E.bis 50 Euro zahlen.Man muß auch nicht meinen,wenn eine Auktion läuft,die Karte unbedingt kaufen zu müssen:so eine kommt wieder...

O.k.:wenn die Maschine läuft,geht es an die Überprüfung des Audioteils.Das ist aber vor Ort schlecht möglich,es sei denn,das Teil steht noch in seiner "natürlichen" Umgebung...

Also ohne Anspruch der Vollständigkeit;

Viel Glück und
Viele Grüße

Frank
panik
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Beitrag von panik »

wieviele m15a wurden eigentlich gebaut?

unsere hat ja ne seriennummer ueber 5000.
bei niederigen seriennummer sind ja andere laufwerkssteuerungsprogramme, gibt meines wissens drei versionen. ( steht so in der beschreibung )

ich wuerd mir fuer die wohnung die m15a zulegen oder m10 mit roehrenamp. und die in ne huebsche truhe stellen. wer heute noch n band hat darf dies doch auch eindrucksvoll zeigen ( am besten nebendran noch n EMT plattenspieler ) so wird halt die hifi ( oke, ich gebs ja zu HiFi ist das nicht mehr ) halt n teil der wohnung. wiso eigentlich nicht? musik ist doch n wundervolles hobby das man doch zeigen darf.

das mit der locatorsteuerung stimmt so ueberigens nicht genau, es gibt n locator fuer die m15a der 10 punkte lokalisieren kann, war aber ne option.
wie gesagt wir haben seit kurzem ne m15a im studio und ich bin richtig vernarrt in die, so wundervolle technik.

@firstthird danke fuer die wartungstips.

was passiert eigentlich wenn man ne teli nicht in ne truhe montiert?
mhmmm



digital ist nicht real
firstthird
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Beitrag von firstthird »

Hallo,

wieviel gebaut wurden,weiß ich nicht .Über 5000 sind jedenfalls jüngere Maschinen.
Die Laufwerkskarten sind wie vieles andere im Laufe der Jahre geändert worden:
Beispiel: BC- TR1,dann BC TR 11,später BC-TR11 mit TR12..

Wenn man die Maschine offen hinstellt passiert nichts,vorausgesetzt,niemand langt unter die Maschine.Was von vorne relativ gefahrlos ist,weil sich da Abdeckungen auf den Bauteilen befinden,hinten würde ich aber dem Netzanschluß und Netzteil nicht zu nahe kommen...

Die Anweisungen,was den Betrieb in einer Truhe betrifft,stehen eher aus Gründen des Arbeitsschutzes im Manual.

Als Beispiel meine Maschine:

http://mb.abovenet.de/galerie1/details. ... 681d85c9dc

Den Kasten habe ich vor Jahren für eine Studer A81 gebaut.Wie man sieht,paßt auch die M15A recht gut rein...

Viele Grüße
Frank

P.S.:warst Du das,der irgendwo nach einem 4.Kopf gefragt hast?Meintest Du den Kopf für Time-Code-Aufzeichnung??

Der bedindet sich im 2-Kanal-Kopfträger zwischen Aufnahme und Wiedergabekopf etwa in der Position,in der bei anderem Kopfträger diie kleine Bandberuhigungsrolle sitzt...(die Geometrie dieses Kopfträgers unterscheidet sich vom "normalen"2-Kanal- bzw.stereo-Kopfträger,auch der Aufnahmekopf ist etwas verschoben...)
panik
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Beitrag von panik »

oke, das ist gut zu wissen...

mal schauen evl schweis ich mir n gestell, waere halt auch cool wegen rollen.

ja wegen dem vierten kopf war meine frage. es geht da um ne vorschubsteuerung bei ner schallplattenschneidemaschine...
aso n monokopf wuerde reichen, der abstand zum hoerkopf muss einfach stimmen (33,3 1/min und so )
mhmmm



digital ist nicht real
darklab
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Beitrag von darklab »

firstthird hat geschrieben:
......Aber:Vorsicht vor der abgemagerten M21R Version:die hat weniger Möglichkeiten,z.B.keine Adress-Locator(nur Zero-Locator)und die Platinen,an die man u.U ein VU-Panel anschließen könnte,fehlen auch....
Viele Grüße

Frank
An meiner M21R sind Anschlußbuschsen für VU- Meter dran, und die sind auf den entsprechenden Platinen verlötet. Ausprobiert habe ich es mangels VU- Panel aber noch nicht.

Hat jemand eine Ahnnug, was bei der M21R der Fehlercode 72 bedeutet? Scheint etwas mit der Steuerung der Wickelmotoren bzw. der Funktion des Rangierhebels zu tun zu haben. Der Fehler trat übrigens auf, nachdem ich einige Bänder langsam als Archivwickel umgespult hatte.

Frank
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Re: AEG M15A

Beitrag von cavemaen »

Von der M15A gibt es 4 Bauserien. Gezählt werden die ab der Serienversion von #1100 aufwärts.

Die 3. Serie bekam 11er A/W Karten und Vierkantkufen und ist begehrter als die älteren mit Rundkufen.

Die 4. Serie wurde bei Studer montiert und heißt AEG M15A und hatten Laufwerksteuerungen mit 13er Steckkarten.

Rudy
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Re: AEG M15A

Beitrag von erich »

Hallo Rudy,

auch hier muss ich dir sagen, dass keines der Geräte bei Studer montiert,
sondern nur über Studer verkauft wurde.

Gruß

Erich
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Re: AEG M15A

Beitrag von cavemaen »

Danke Erich, dann bin ich einer Falschmeldung aufgesessen...!

Allgemeiner Tipp zur M21:

Die abgemagerte M21-R (Redaktionsmaschine) ist eine voll aufgerüstete Maschine der Hauptserie, wurde aber nur billiger angeboten.

Die versteckten Optionen sind dennoch weiter da, nur unsichtbar untem im Bedienteil unsichtbar mit drin.

Einfach von einer geschrotteten anderen Maschine das Bedienteil (passt nur von gleicher Serie!) tauschen, färdich.

Tipp:

Beim Kauf darauf achten, das der Capstanmotor leicht dreht, sonst beim Hilpert neu lagern lassen (Stützkugel neu ect.), sonst knallt die Motorenendstufe mit 3x TIP130 / TIP135 durch, was auch bei zu niedriger Betriebsspannung (Netzschwankungen bei Veranstaltungen!) zu Ausfall führt.

Die erste Serie (schwarze Tasten) ist vom Markt, oder auf 2. Serie (Gummitastaturen) mit Fabriknummern knapp über 1100 umgebaut worden.

Die führten gerne dazu "auszuflippen", da der Fernbedienungsanschluß zu hochohmig ausgeführt war und das Laufwerk sich verselbstständigte.

Die Audiotechnik ist sehr zuverlässig und mit Schaltkreisen NE5532 / 5534 ausgestattet, wie sie auch in High-End Kreisen sehr beliebt sind und auch in vielen Anlagen von Studer stecken.

Die letzte Serie hat grüne Klicktasten, ist wie die M20 aufgebaut und letzte Fabriknummern (bis etwa 1700) tragen den Namen AEG.

Vorsicht bei der M20TC (Time-Code):

Die gibt es nur in Zweispur mit 2mm Mittel-Trennspur und Zeitcode. Spielt man auf der Bänder in Vollspur (alte Monobänder) oder mit 0,75mm ab und der Tomecodekanal ist zu empfindlich eingestellt, spinnt die Capstandrehzahl mit der Modulation hoher Frequenzen (Violine).

Abhilfe: TC Wiedergabekanal runter drehen oder TC-Spur Wiedergabekopf kurzschließen, Ruhe is.

Was nicht geht: TC Karten ausbauen is nich, dann läft se nich mehr. Bei M15A, A810 kann man die Steckkarten zupfen, nicht bei der M20.

Ein Arbeitstier für ununterbrochenen Einsatz ist die M15A, das Gegenstück zur A80.

Auch die vom Laufwerk nahezu identische M15 ist zu empfehlen, die völlig diskret aufgebauten Verstärker mit BC107 kann jeder Kühlschrank & Staubsaugerhändler flicken, was aber eher selten ist, da das Zeug hält.

Für diese gilt: Auspacken, anschließen - läuft.

Versuche mit einer M15 in Konstanz zeigten, dass die von 170 bis 260 Volt läuft. Bei 170V steigen die Verstärker aus.



Gruß,

Rudy
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