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Digitalradio DAB+

Hier ist Platz für allgemeine technische Fragen die sich nicht speziell mit STUDER, ReVox oder anderen Firmen beschäftigen.

Moderator: Administratoren


Beitrag Mittwoch 12. Dezember 2012, 18:52
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2756
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Am 3. November wurde auf WDR-5 eine kritische Sendung über das Digitalradio ausgestrahlt.

Ich empehle jedem technisch Interessierten, sich das mal anzuhören:

http://medien.wdr.de/m/1351934511/radio ... 121103.mp3

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Beitrag Mittwoch 12. Dezember 2012, 20:01
Niederberger Jean Benutzeravatar
Trippel As
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Beiträge: 184
Wohnort: Lugano
Lieber Rudy
ich kann nicht verstehen, das bei uns in der Schweiz das DAB+ von der SRG (Schweizerische Radio - und Fernsehgesellschaft die schon wieder das Logo und den Namen wechselt - neu als SRF wo Millionen aus dem Fenster geworfen werden für die Logo und Namenwechsel in sehr kurzer Zeit) dieses Digitalradio als "revolutionär" bezeichnet, aber wenn man die sehr stark komprimierten Radiostationen auf einer guten Anlage hört, so muss es selbst einem ungeübten Ohr die schlechte Qualität aufallen. Ich habe meinen alten DAB Radio (welcher schon nach drei Jahren nicht mehr kompatibel mit DAB+ ist) auf dem Klo ! wo er notdürftig die Notdurft etwas musikalisch untermalt.
Es gibt gegenwärtig eine Austellung der Fonothek
http://www.fonoteca.ch/index_de.htm
in Lugano wo die Besucher visuel und mit sehr guten Kopfhörer die Differenz zwischen mp3 und wave Datei ersehen können.

Ich bin Analogfan, aber brauche auch digitale Aufnahame und Wiedergabe-Systeme (>192 khz 24bit) und habe heute die Bluray Audio Disk von den Rolling Stones "GRRR!" (50 Titel mit 24bit und 96 khz HD Master) erhalten und bin absolut begeistert von dessen Qualität.
Zuletzt geändert von Niederberger Jean am Donnerstag 13. Dezember 2012, 01:17, insgesamt 2-mal geändert.
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.

Beitrag Mittwoch 12. Dezember 2012, 22:02
A721 Benutzeravatar
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Leider sind wir heute in der bedauerlichen Situation, dass die Qualität der Rundfunksendungen derart nachgelassen hat, ein hochklassiger FM-Tuner wie der Revox B760 zum Löwen an der Kordel mutiert. UKW ist inzwischen in komprimierter Form angekommen und nur sehr wenige Sender liefern noch annehmbare Qualität. Vielleicht steckt dahinter auch System, das bisher gute UKW-Angebot dem Hörer zunehmend unattraktiv anzubieten, im Gleichklang mit DAB+ und natürlich erst recht mit iRadio.

Trend, Entwicklung der Zeit, ich weiß es nicht. Der klassische Hörer vergangener Jahre wird zunehmend älter, die jüngere Generation legt auf guten Rundfunk -wie auch auf gute Printmedien- weniger Wert, man gibt sich zufrieden, kennt es häufig auch nicht anders. Im Sachzusammenhang passt es wie die berühmte Faust auf das Auge, wo bitte gibt es noch adäquate Zeitschriften mit einem Hörfunkangebot ? Ganz einfach, das wird nicht mehr nachgefragt -siehe oben- und damit ist es wirtschaftlich uninteressant für den Verlag. Eine der wenigen guten Ausnahmen -wie auch die Programme- bildet das Programmheft von Deutschlandradio, erscheint monatlich, ist sehr gut gegliedert und mit einem (freiwilligen) Anteil von 15€ liegt es zum Monatsbeginn im Briefkasten.

In Sachen DAB+ wird der Verbraucher wieder einmal mehr zum Testobjekt, als hätten nicht genug Radiohörer mit DAB schon Lehrgeld bezahlt. Hier bleibt nur zu hoffen, dass sich eine gewisse Abstinenz gegenüber DAB+ stabilisiert.
Zuletzt geändert von A721 am Donnerstag 13. Dezember 2012, 09:57, insgesamt 1-mal geändert.
Bernd

Beitrag Donnerstag 13. Dezember 2012, 09:48
zeppelin

Tja Bernd, da steckt viel Wahrheit drin.

Ich verbringe berufsbedingt viel Zeit in meiner Werkstatt (Hamburger Umraum). Da ist das Radio unabdingbar, nur sind die normalen Unterhaltungssender aufgrund ihres dürftigen Angebotes unerträglich. Selbst der gute alte NDR2 ist nicht länger als eine viertel Stunde zu ertragen. Immer dieselbe Dauerberieselung. Abends gibt es gelegentlich noch abwechslungsreiche Programme. Die Privaten mit Ihrer Dauerbequatschung auf unterem Niveau machen einen komplett mürbe. So läuft bei mir NDR Info, ein Nachrichtensender mit abendlichen Jazzprogramm und einigen kulturellen Extras, im Dauerbetrieb. So erspar ich mir auch das Fernsehgucken.

Was mich jedoch freut ist die Anzahl der Kunden die revidierte Tuner von mir kaufen. Ich mein das jetzt nicht des Umsatzes wegen, sondern das es sie noch gibt - die Radiohörer.

Gruß, Ulf

Beitrag Donnerstag 13. Dezember 2012, 10:14
A721 Benutzeravatar
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Hallo Ulf,

das "berufsbedingte Hören" stellt noch einmal mehr eine Herausforderung dar, möchte man sich tagsüber Blabla-Sendungen mit wenig bis gar keinem Inhalt nicht zumuten. Hier in Hessen dominiert leider der Blödfunk in Gestalt von "Hitradio FFH", dem man gezielt entkommen muss. Die inhaltliche Qualität dieses Senders ist nur miserabel, wird aber, wenn man der jährlichen Mediaanalyse Glauben schenkt, von der Mehrzahl der Hessen gehört. Der öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk holt zwar behutsam auf, auch dank seiner Spartenprogramme, landet jedoch regelmäßig mit bedauerlichem Abstand hinter dem Blödfunk.

Für mich stellen diese Hörgewohnheiten auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft dar; was sind das für Menschen, die sich mit so wenig zufrieden geben. Nicht, dass der HR alles richtig machen würde, aber dessen journalistische Qualität und Berichterstattung hat ein Niveau.

Freut mich zu lesen, dass Tuner immer wieder "ihre Radiohörer" finden, was man auch im AAA-Forum verfolgen kann. Nur ist leider gutes Radio rar geworden.

Grüße
Bernd

Beitrag Donnerstag 13. Dezember 2012, 14:14
cavemaen Benutzeravatar
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Schön, dass es Leute wie Euch gibt, welche sich auch Gedanken darüber machen, wie wir verschaukelt werden.

Ich bin glücklich mit meinem Studer A726, der besser klingt als meine Rohde+Schwarz Ballempfänger (EU6201) zuvor und das die ARD vor einem Jahr technisch u.a. mit neuen Stereo-Codern Orban Optimod FM 8400 aufgerüstet haben!

DAB hat nur einen Vorteil:

Jean, Du hast Recht, nur im Bad beim großen Geschäft ist das zu ertragen und die sparen mit einem 19"-Schränkchen und bei 60W Sendeleistung enorm Energiekosten ein, denn eine Turnhalle voller Analogsender mit bis zu 500KW und abgespannten Gittermasten voller ausgeklügelter Abstrahltechnik sind enorme Unterschiede in den Betriebskosten zu verzeichen.

In o.g. Beitrag ist zu hören, dass ausgerechnet die Bimbesregierung in Bärrlin diesen Unsinn DAB angeregt hatte, so frei ist unser gleichgeschalteter und durch Zwangsabgabe belegtes unabhängige Staatsrundfunkgebilde, dass die Politik sogar den Intendanten von oben herab bestimmt (ZDF)! :!:

Ich muß an meinen Blutdruck denken...

Aber der Monopolist FFH (Funk für Hirnlose) in Hessen, welcher von den Printmedien gegründet wurde, ist leider in jedem Laden über billige PKW-Plärrer zwangsberieselt zu hören, dargeboten von selbsternannten Akkord-Plappermäulchen, welche aus Verlegenheit statt einer soliden Moderation mit irgendwelchen Informationen einfach nur laut denken und uns darüber informieren, was sie gefrühstückt haben, wen sie trafen und wie sie über selbst geschaltet sind.

Uff, wen interessiert das denn??? :?

Zu 90% höre ich hier in Nordhessen HR1, wo ziemlich alles stimmig ist. Für HR4 aus Kassel bin ich noch nicht alt genug, um mich von Margot + Maria Hellwig und Rex Dildo einschläfern zu lassen, was zum Standart in allen Seniorenheimen geworden ist.

Ich warte auf den Tag, wenn Heino den Löffel abgibt, denn dann kommen schwere Heino-Wochen auf allen Hörfunksendern zwangsgedudelt auf uns zu...! :(

Rudy
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Beitrag Donnerstag 13. Dezember 2012, 14:50
cavemaen Benutzeravatar
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Nachtrag:

Begriffe wie "Sendersaal" oder "Kraftzentrale" gibt es heute nicht mehr, aber noch immer Großdieselaggregate und Röhrensender mit unerreichter Senderqualität.

Hier ein Bild vom 100KW Lorenzsender für Mittelwelle in München Ismaning Baujahr 1938, der heute zum Bestand des Deutschen Museum München gehört:
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