Start Technik allgemein Allgemeine technische Themen Remastering Vollspur - Halbspur

Remastering Vollspur - Halbspur

Hier ist Platz für allgemeine technische Fragen die sich nicht speziell mit STUDER, ReVox oder anderen Firmen beschäftigen.

Moderator: Administratoren


Beitrag Freitag 8. Februar 2013, 08:00
physman Doppel As
Doppel As

Beiträge: 86
Hallo Leute, hat jemand genauen Kenntnissstand was die Wiedergabe von Vollspur Mono Bändern auf Halbspur Stereomaschinen betrifft? Sollte man bei guter Azimutkompatibilität das digitale Endprodukt im Stereomode belassen oder per Mono die Kanäle zusammenschalten? Gruß. Jens

Die hier gezeigte Werbung wird nicht durch "Das STUDER und ReVox Forum" bereitgestellt, sondern automatisiert durch Google. Grundlage sind die verwendeten Schlüesselwörter in den Beiträgen. Besucher dieser Links werden gebeten sorgfältig mit den angebotenen Produkten/Seiten umzugehen.
 
Beitrag Freitag 8. Februar 2013, 09:54
hugohabicht Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 818
Wohnort: Irland
Hallo Jens,

ich würde beide Kanäle zusammenschalten; Du bekommst dann etwas besseres Signal / Rauschverhältnis.

Wenn Deine Kopfeinstellung aber nicht exakt stimmt kann es für die hohen Frequenzen günstiger sein nur ein Monosignal zu verwenden. Merkst Du sofort wenn Du zwischen Mono und Stereo umschaltest.

Viele Grüße,
Hagen

Beitrag Freitag 8. Februar 2013, 12:37
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 2756
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Durch die Addition von L+R bekommst Du zusätzliche +3dB Pegelanhebung incl. Erhöhung der tiefen Frequenzgänge.

Dafür gab es eine Matrix bestehend aus Summen + Differenzübertragern (z.B. Neumann Z40) aus der MS/XY-Stereofonie, mit der der Pegel wieder auf das korrekte Maß zusammengefummelt wurde.

Die Telefunken M15A hatte optional auf den AW-Karten aufsteckbare Huckepack-Platinchen unterschiedlichster Aufgaben wie u.a. auch Mono/Stereoumschaltung.

Man schaltete einfach einen Kanalzug damit stumm und der Pegel blieb - bei Wiedergabe.

Monorale Bänder würde ich so belassen, denn die haben einen messbar besseren Fremdspannungsabstand, als würde man diese kopieren oder auf zwei Spuren separieren.

Ich fahre in meinem Studio gerade Versuche, um aus Monoaufnahme doch noch eine Stereoeffekt herauszuholen.

Das geht übrigens - eingeschränkt - wunderbar mit einem schweinischen Trick.... :roll:

Rudy

Beitrag Freitag 8. Februar 2013, 13:40
dago Haudegen
Haudegen

Beiträge: 278
Wohnort: Obersulm
cavemaen hat geschrieben:
Das geht übrigens - eingeschränkt - wunderbar mit einem schweinischen Trick.... :roll:

Rudy

Hallo Rudy,

lass uns doch da mal dran teilhaben ?! ;-)

Grüße
Rainer

Beitrag Freitag 8. Februar 2013, 14:51
hugohabicht Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 818
Wohnort: Irland
cavemaen hat geschrieben:
... incl. Erhöhung der tiefen Frequenzgänge.


Wieso das denn ???

Beitrag Freitag 8. Februar 2013, 19:47
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 2756
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Durch die Addition von 2 Spuren zusammengemischt auf eine Summe bekommt man ein um +3dB höheres Signal, ist so.

Rudy

Beitrag Freitag 8. Februar 2013, 20:22
physman Doppel As
Doppel As

Beiträge: 86
Hallo Freunde, danke. Die Monobänder sind, denke ich Vollspur. ca 1965 beim Rundfunk umgeschnitten von 76er auf 38er.
Ich habe sie im Stereomode seitens Bandmaschine und Digitalrecording mit 24 bit digitalisiert. Jede weitere Bearbeitung erfolgt also digital. Da DIN/CCIR Entzerrung nicht zur Ferfügung stehen, kommt via DSP die Korrekturkurve von DIN nach NAB für 38er Speed zur Anwendung. Akustisch und per Kotrrelationsmesser stellt ein schiefer Azimut kein Problem dar. Alle anderen Maßnahmen wären dann zumindest frei von den Unzulänglichkeiten preiswerter, analoger Tricktechnik.
Zur Auswahl stehen dann tatsächlich die beiden Monospuren zu belassen. Oder beide Monospuren digital zusammen zu schalten.
Oder nur eine, die bessere Monospur zu nutzen um anschließend zu duplizieren und als zwei Monospuren für die CD auf zu bereiten. Die kennt ja nur Zweikanal!

Gruß. Jens

Beitrag Freitag 8. Februar 2013, 21:11
hugohabicht Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 818
Wohnort: Irland
cavemaen hat geschrieben:
Durch die Addition von 2 Spuren zusammengemischt auf eine Summe bekommt man ein um +3dB höheres Signal, ist so.


Das ist nicht richtig. Wenn Du (so wie Jens gefragt hatte) beide Spuren als Monosignal zusammenschaltest ändert sich der Pegel nicht (1,55V parallelgeschaltet mit korrelierten 1,55V sind immer noch 1,55V). Und niedrige Frequenzen werden schon gar nicht angehoben. Es sei denn Dein Widergabekopf steht schief. Dann sind aber die Höhen niedriger.

Beitrag Freitag 8. Februar 2013, 21:59
zeppelin

Moin Hagen,

Und niedrige Frequenzen werden schon gar nicht angehoben.


Das ist so nicht ganz richtig. Bei Wiedergabe von Vollspurbändern auf Zwei- bzw. Vierspurgeräten findet eine leicht Tiefenanhebung statt. Das ist auf das seitliche Einwirken der Magnetfelder auf den Kopf begründet. DIeser Effekt ist bei höheren Frequenzen irrelevant.

Viele Grüße, Ulf

Beitrag Samstag 9. Februar 2013, 08:30
physman Doppel As
Doppel As

Beiträge: 86
Moin Leute. Streitet euch mal nicht. Von der leichten Tiefenanhebung bei Halbspurwiedergabe von Vollspurbändern habe ich auch schon gehört. Das ist dann wohl ein leichtes Problem bei der Messung des Wiedergabefrequenzganges mittels Bezugsbändern. Die sind ja meist in Vollspur aufgezeichnet. Das sollte dann aber unabhängig von der anschließenden Zusammenschaltung der beiden Monospuren passieren. Problematisch kann aber, wie Hagen schreibt, immer der Phasenfehler sein. Es gibt ja nach meinen praktischen Erfahrungen mit dem Magnetband, keinen absolut stabilen Phasenwinkel. Besonders bei hohen Frequenzen neigt der immer etwas zum Pendeln. Die Frage ist, ob die 20-40 Grad zulässiger Phasenfehler an irgendeiner Stelle zu Auslöschungs/Anhebungseffekten bestimmter Frequenzen führen. Dann sollte konsequenterweise am ehesten nur eine der beiden Monospuren fur die Weiterverarbeitung genutzt werden. Oder wie? Hat da jemand nicht ein altes Pflichtenheft aus dem Tonstudiobereich? Google, meist freundlich gestimmt, hatte auch noch nichts schlüssiges ausgespukt.
Und immer daran denke: Das Material liegt jetzt in 24 bit , 2 Spur Mono, digital vor. Jede Weiterbearbeitung erfolgt auch bis zu den finalen 16 bit, auf der digitalen 24 bit Ebene. Weitere analoge Fehlereffekte kommen nun nicht mehr dazu.
Die Psychoakustik macht allerdings auch vor der Digitalwelt nicht halt.

Gruß. Jens

Beitrag Samstag 9. Februar 2013, 12:23
hugohabicht Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 818
Wohnort: Irland
Hallo Jens,

wenn Du Dir mal die Geometrie des Kopfspalts betrachtest wirkt sich eine Dejustage bei Mono und damit auch bei parallel geschalteten Stereo Köpfen viel stärker aus als bei einem Stereosignal. Wenn Du den Kopf nicht verstellen willst ist die beste Methode beide Stereokanäle zu digitalisieren und den Phasenfehler auf der Digitalseite durch eine kleine Verzögerung auszugleichen. Mit einer Korrelationsanalyse bekommst Du den optimalen Verzögerungswert.

Zusammenaddieren würde ich beide Spuren auf jeden Fall da Du damit Dein Signal / Rauschverhältnis verbesserst (Signal korreliert, Rauschen unkorreliert).

@Ulf, Rudy: das mit der Tiefenanhebung über magnetische Effekte war mit nicht bekannt. Mein Kommentar bezog sich auch auf das Zusammenschalten der Signale und nicht auf die vorige Abtastung. Die Tiefenanhebung findet damit schon vorher statt und ist dann auch beim Einzelsignal vorhanden.

Viele Grüße,
Hagen

Beitrag Samstag 9. Februar 2013, 17:51
zeppelin

Moin,

das mit dem Zusammenschalten sehe ich auch so. Übrigens dürfte es in Deinem besonderen Fall besonders einfach sein, den Kopf perfekt auf das abzuspielende (Vollspur-)Band einzustellen. Mach es einfach nach Gehör! Dafür werde ich bestimmt gelyncht, aber Latte! Das ist natürlich in anderen Fällen nicht so zu machen...

Gruß, Ulf

Beitrag Samstag 9. Februar 2013, 18:03
hugohabicht Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 818
Wohnort: Irland
klar, so macht man das. Deswegen sagte ich ja: falls er nicht den Kopf verstellen will. So lange drehen bis die Höhen optimal sind. Oder drehen bis die Signale in Phase sind (Skop X-Y).

Beitrag Samstag 9. Februar 2013, 18:49
physman Doppel As
Doppel As

Beiträge: 86
Hi Leute, danke. Der Kopf bleibt mal schön so. Den habe ich ja eben erst mit Justierband eingetaumelt. Sieht in der Korrelation sehr gut aus und klingt auch so. Aber, einen Kanal minimal shiften kann ich immernoch probieren. Nach dem Zusammenschalten habe ich dann auf jedenfall einen Strich im Korrelationsmesser. Das Timeshifting eines Kanales musste ich schon mal bei Stereoaufnahmen von Kassette machen.Bringt zwar die verlorenen Höhen nicht wieder, klingt aber nicht so schwammig.

Gruß. Jens

Beitrag Samstag 9. Februar 2013, 19:31
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 2756
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Nimm doch mal einen 90°Winkel und halte den entweder von vorn oder hinten an die Köpfe.

Sollten die leicht gekippt sein, schiebt sich das Band (daher solltest Du die Bandbreite messen) hoch oder runter, was zu Pegeländerungen und Frequenzgangabweichungen führt, da das Band unterschiedlich stark auf die Kopfspalte gedrückt wird.

Nu sag ich nix mehr :?

Die hier gezeigte Werbung wird nicht durch "Das STUDER und ReVox Forum" bereitgestellt, sondern automatisiert durch Google. Grundlage sind die verwendeten Schlüesselwörter in den Beiträgen. Besucher dieser Links werden gebeten sorgfältig mit den angebotenen Produkten/Seiten umzugehen.
 

Zurück zu Allgemeine technische Themen