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Stückgeprüft

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Moderator: Administratoren


Beitrag Samstag 9. März 2013, 19:12
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 718
Hallo,

mit einer Kiste alter Bänder ist mir ein BASF LGR 30P Restband (Produktionszeitraum angeblich 1968 bis 1981) zugelaufen, bei dem der abgebildete Zettel beigepackt war.

Interessant ist der Begriff "Stückgeprüft". Offenbar hatte man Grund dazu, jedes Band aufwendig einzeln (!) Stück für Stück zu überprüfen. Das hat man sicher nicht gemacht, weil man selbst und die Kundschaft von der Qualität der eigenen Produktionsabläufe felsenfest überzeugt war.

revfan
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Beitrag Samstag 9. März 2013, 19:38
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 2756
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Stückgeprüft bedeutet, dass Bänder tatsächlich selektiert wurden wie z.B. für die Bezugsbänderproduktion.

Bei BASF in München sagte man mir anläßlich einer Exkursion in den 1980er Jahren u.a., dass diese Bänder für die Bezugsbandherstellung mittig aus der Rolle geschnitten werden, niemals vom Rande.

Am Rand kann es angeblich eher zu Beschichtungsfehlern und thermischen Spannungen der Trägerfolie kommen.

Bei Agfa und BASF Studiobändern sieht man anhand der Rückseitenbeschichtung übrigens die Ziffern der Spuren, an welcher Stelle des ca. 70-80cm breiten Rohbandes Dein Band herausgeschnitten wurde.

Eberhard Vollmer (Plochingen) baute aus der Absatznot seiner Bandmaschinen (Vollmer 204, 236, Vollmerino 2002) heraus eine schnelllaufende Maschine, welche Rücklaufbänder (Schnittbänder, Reste und alte Sendebänder) prüfte auf

- Beschädigung
- schlechte Klebestellen
- Unebenheiten
- Längung des Bandes nach Unterschreitung der viertelzölligen Bandbreite von 6,3mm ect.

Der Verkaufs-Ing. von Telefunken hörte mir meinen Bericht über diese Maschine sehr aufmerksam zu!

Gruß

vom Rudy


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