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Moderator: Administratoren


NTP

Beitrag Freitag 6. Dezember 2019, 22:14
9146 Trippel As
Trippel As

Beiträge: 105
Wohnort: Eupen / Belgien
Hallo zusammen,

melde mich heute in der Hoffnung dass jemand unter Euch einen Schaltplan zu dem VU-Meter von NTP Typ M-920 hat.
Beide mir vorliegenden Geräte waren nun knapp 15 Jahre nicht in Betrieb. Mit Datum von 2004 habe ich die Anschlußbelegung an einem der Geräte notiert. Leider kann ich mich nicht mehr genau an den Vorgang damals erinnern, bin mir aber ziemich sicher dass ich diese Notiz seinerzeit nicht ohne Test festgehalten habe. Also dürften die vor 15 Jahren in Ordnung gewesen sein.
Heute ist dies leider nicht emhr so. Merkwürdigerweise weisen beide Geräte den gleich Fehler auf: Bei anlegen der 24V schnellt das Drehspulelement auf Anschlag. Erst bei Reduzierung der Betriebsspannung auf 10V lässt die Nadel davon ab gegen den Anschlag zu knallen. Ob NF angelegt ist spielt keine Rolle.
Ohne das Schaltbild ananlysieren zu können macht es wohl kaum Sinn auf Fehlersuche zu gehen. Leider verfüge ich über keinerlei Unterlagen zu diesem Typ.
Meine Hoffnung ist also dass jemand hier im Forum über so ein Schaltbild verfügt.
Wenn ja, bitte melden.
Großen Dank für Eure Mühen.

Gruß

JR

PS: Unter Beibehaltung der Typenbezeichnung hat es wohl mindestens eine Evolutionen gegeben. Ein Schaldbild liegt mir vor, dort wird jedoch ein IC verwendet, und das ist hier eindeutig nicht der Fall und hilft nicht im Geringst weiter. Auch abgesehen von dem IC und nur einpaar weiteren Bauteilen scheint das Layout in meinem Fall etwas aufwändiger zu sein. Siehe auch beiligende Fotos...
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Beitrag Mittwoch 11. Dezember 2019, 17:39
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2756
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Frag mal bei Vintagetools.de nach, der Herr Nauck hat noch welche.

Die alten Aussteuerungsmesser des Reichsrundfunks brauchten erst ein Signal, um von Vollausschlag nach links zu pendeln, vielleicht könnte das hier auch der Fall sein...?

R.

Beitrag Mittwoch 11. Dezember 2019, 21:49
9146 Trippel As
Trippel As

Beiträge: 105
Wohnort: Eupen / Belgien
Danke für den Tipp Rudi. Werde versuchen Herrn Nauck zu erreichen. Bin mal gespannt ob man bei ihm auch nur Fragen beantwortet erhält. Oftmals sind Geschäftsleute, die davon leben müssen, da etwas sparsamer. Aber ich lasse mich überraschen.

Das mit der entsprechenden Elektronik bzw. der Notwendigkeit ein Signal zu benötigen kenne ich von verschiedenen älteren Geräten. Das scheint hier jedoch nicht der Fall zu sein. Zuerst scheint mir die Wucht des Ausschlags viel zu groß als das dies normal sein soll und zweitens habe ich die VU-Meter mit verschiedenen Quellen, Generator und Programme, angesteuert. Ohne vernünftiges Resultat. Es bleibt beim satten Vollausschlag.
Wie gesagt, was stutzig macht ist, dass beide VU's exakt die gleiche Macke haben.

Gruß

JR

Beitrag Freitag 13. Dezember 2019, 13:17
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2756
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Vielleicht liegt ja auch nur ein Verkabelungsfehler vor, oder irgendwelche Bauteile haben sich solidarisch erklärt und wollen (endlich) in Rente...

Spaß beiseite, es ist schade, immer schlechter an Unterlagen zu kommen.

Die Anstalten haben "alles alte Zeug" fachgerecht entsorgt, kaum jemand hat etwas gescannt und verschiedene Firmen haben nie Unterlagen rausgerückt, oder die ARD mußte sich vereinzelt sogar verpflichten, diese streng geheimen Unterlagen Dritten (uns also) vorzuenthalten!

NTP und DK-Audio waren auch solche Kandidaten.

Du kannst aber auch gerne unseren Heinzmen fragen, bei ihm habe ich auch solche NTP M920 gesehen....

Frohe Festtage

wünscht Rudy

Beitrag Sonntag 15. Dezember 2019, 17:00
9146 Trippel As
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Beiträge: 105
Wohnort: Eupen / Belgien
Hallo Rudy sowie Mitleser,

also, das mit der mangelnden Servicefreundlichkeit scheint tatsächlich bei NTP und möglicherweise auch anderen Herstellern so zu sein. Inzwischen ist es natürlich auch so, dass so manche Firma nicht mehr, oder in anderer Form existiert.
Herr Nauck hat sich übrigens gemeldet, konnte aber nicht (zeitnah) helfen.
Von NTP selbst habe ich schon vor ein paar Jahren (in einem anderen Fall) keine Antwort erhalten.
Bei Kubarth gibt es merkwürdigerweise nichts von NTP. Zufall?

Das zu dem Thema.

Es gibt aber eine neue Perspektive: Bei näherem Hinschauen und auch erst beim xten Mal, stellte ich auf der Lötseite der Platine an mehreren Stellen eine merkwürdige Verfärbung und auch Strukturänderung in den Lötenstellen und den Bahnen fest. Dies lokal im Umfeld von ca. 2cm². Es stellte sich heraus dass sich diese Stellen nicht mehr löten ließen und irgendwie porös und baufällig schienen. Und siehe da auf der Bestückungsseite konnte ich dann erst im gleichen Bereich so etwas wie Grünspan an den "Beinchen" verschiedener Widerstände erkennen. Und dann die Katastrophe, zuvor sahen die noch ergendwie gesund aus, zerfielen die plötzlich nur schon beim einfachen Berühren mit Schraubendreher. Der Widerstandskörper fiel förmlich von den Drahtanschlüssen ab. Davon sind direkt mindestens 5 Widerstände betroffen. Benachbarte Transistoren weisen an ihren Beinchen ebenfalls ganz wenig Grünspan auf, sind aber noch mechanisch stabil.
Wenn mans weiß erkennt man es sogar auf einem der Fotos. Spätetens wenn man es vergrößert. Habe hier nochmal eins angehängt und mit Pfeilen versehen.
Gestern habe ich nun alle offensichtlich betroffenen Widerstände ausgetauscht und profilaktisch auch alle Kondensatoren.
Leider hat es bisher nichts gebracht. Der Fehler ist geblieben. Möglicherweise sind auch Halbleiter betroffen oder weisen Folgeschäden auf. Merkwürdig ist, dass dieser "Krebs" bei beiden Geräten an ähnlicher Stelle grassiert.
Wurde da minderwertiges Lot eingesetzt? Aber warum nur an je einer begrenzten Stelle / Fläche? Oder kann es eine Reaktion mit dem ziemlich grob verzinkten Gehäuse sein? Aber wofür es es dann nicht flächiger über die gesamte Platine?
Falls es bei NTP tatsächlich Qualitätsunterschiede zu deutschen Produkten geben sollte, auffällig ist jedenfalls dass die verbauten Kondensatoren nur einen sehr bescheidenen Temperaturbereich aufgedruckt haben.

Es handelt sich zwar noch nicht um SMD Bauteile, jedoch ausgesprochen kleine Ausführungen und sehr dicht gedrängt verbaut, was das Aus- und Einlöten nicht gerade erleichtert. Daher weiß ich noch nicht ob ich mich jetzt auch noch an die Halbleiter und Dioden gebe...
Zuletzt geändert von 9146 am Sonntag 15. Dezember 2019, 17:12, insgesamt 3-mal geändert.

Beitrag Sonntag 15. Dezember 2019, 17:02
9146 Trippel As
Trippel As

Beiträge: 105
Wohnort: Eupen / Belgien
Hier noch das markierte Foto.
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Beitrag Montag 16. Dezember 2019, 12:54
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 2756
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Gratuliere zu dem Fund!

Bei Heimgeräten kam das schon öfter vor, besonders bei Platinen aus Hartpappe, aber im professionellen Bereich...?

Viel Erfolg & schöne Feiertage

vom Rudy

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