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Wie schliesst ihr eure Bandmaschine an?

Hier ist Platz für allgemeine Fragen rund um die Tontechnik.

Moderator: Administratoren


Beitrag Dienstag 19. Juli 2005, 12:27
Stephan Jungspund
Jungspund

Beiträge: 7
Wohnort: 26452 Neustadtgödens

Hallo, ich muss nun auch mal wieder etwas zum Forum beutragen ;-) . Ich lese hier immer das ihr professionelle Bandmaschinen habt (Telefunken, Studer..). Ich frage mich nun, wie schliesst ihr diese Maschinen an eure Anlage an? Habt ihr ein Mischpult wo ihr die Maschinen anschliesst oder alle einen Adapter?

Ich frage deshalb weil ich mir demnächst evtl auch eine professionelle BM anschaffen wollte und mir aber nicht klar darüber bin wie ich die anschliessen kann/soll. Hatte bisher nur Revox Maschinen (die ich leider verkaufen musste :( ) und die konnte ich ja ohne Probleme an meine Heimstereoanlage anschliessen.
Gruß

Stephan

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Beitrag Dienstag 19. Juli 2005, 17:16
high-end-fidi Neuling

Beiträge: 1
Wohnort: Fishtown
Hallo Stephan,

es gibt sogenannte XLR-Chinch-Adapter, so wie diese hier:

männlich oder

weiblich oder

gleich mit Kabel dran.

Damit kannst du auch "Professionelle" Bandmaschinen an Haushaltsübliche Stereoanlagen anschließen, hab ich auch so gemacht. Wie ein ganz normales Tape eben...

Mit high-endigen Grüßen

Fidi

Beitrag Dienstag 19. Juli 2005, 21:37
PhonoMax Haudegen
Haudegen

Beiträge: 257
Wohnort: München
Lieber Stephan,

Fidi wird's mir verzeihen, wenn ich seine, grundsätzlich richtigen Angaben ein wenig ergänze. Zunächst: Keine Angst, es geht fast alles.

Der Eingang einer neuzeitlichen Stereoanlage sollte die 1,55 V, die ein professionelles Stereomagnetophon (ich gebe die Werte für die europäisch üblichen Normen an!) bei Vollaussteuerung liefert, ohne Murren wegstecken. Bei älteren Anlagen könnte aber bereits davon der Eingang übersteuert werden. Man muss dazu bedenken, dass der nominelle Vollaussteuerungspegel mit neuzeitlichem Bandmaterial (468, 911, 900 oder vergleichbare Bänder von Quantegy, die ja nun weitermachen) durchaus um 6 dB überschritten werden kann, ohne dass einem der KLirrfaktor allzu hörbar in die Ohren fällt. Dabei aber fallen dann 3,1 V am Eingang an und die verdaut nicht mehr jeder Heimverstärker. Dem wäre aber simpelst abzuhelfen ( bei dir 2 Widerstände).

Etwas schwieriger kann es mit der Aufnahmeseite werden, die für Vollaussteuerung nämlich ebenso 1,55 Volt (bei + 6 dB also 3,1 Volt!) verlangt, die die Tape outs aber zumeist nicht bereitstellen. Überdies liegt der Eingangswiderstand der Studiomagnetofone recht niedrig (zwischen 3 und 10 kOhm), weil in Studios mit Zuleitungslängen respektabler Längen gearbeitet werden muss. Auch diese hohen Lasten kann von Tape outs oftmals nicht bedient werden. Ersatzweise hilft dann entweder ein Kopfhörerausgang oder ein kleiner selbst aufgebauter OpAmp als Anpassungsverstärker.

Verschiedene Bandmaschinenversionen der Fa. Studer enthielten einstellbare Vorstufen, so dass sich potenzielle Probleme da schon einmal in bestimmter Weise begrenzen ließen. Du musst dich beim Vorhandensein deiner Neulinge schlicht noch einmal melden, erzählen, was bei dir nun auf dem Tisch steht, dann wird man dir hier schon sagen (mich nicht ausgenommen), wie du dem Löwen in den Rachen greifen kannst.

Nur keine Sorge: Die Sache bleibt auf den Rädern.

Hans-Joachim

Beitrag Mittwoch 20. Juli 2005, 18:40
Stephan Jungspund
Jungspund

Beiträge: 7
Wohnort: 26452 Neustadtgödens

Hallo, Danke erstmal an Fidi und Hans-Joachim für ihre schnelle und ausführliche Antworten. Dadurch bin schon wieder etwas schlauer geworden. :D

Jetzt muss ich nur noch das passende "Kleingeld" zusammen haben dann werde ich mal schauen wo ich eine passende BM her bekomme. :bobby:
Gruß

Stephan

Beitrag Donnerstag 1. Juni 2006, 20:38
kairo Foren As
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Beiträge: 52
moin moin,
von Neutrik gibt es XLR auf Cinch-Adapter mit eingebautem Übertrager 1:1 / 200Ohm. Die Teile heißen NA2MD2BTX.
Hat jemand von euch Erfahrung mit diesen Adaptern?
viele Grüsse
kairo

Beitrag Freitag 2. Juni 2006, 18:11
Cinetech Benutzeravatar
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Wohnort: 6010 Kriens

Hallo

Wenn man symmetrisch auf asymmetrisch (XLR>Chinch) umsetzen muss, nehme ich immer elektronische Symmetrierer. Übertrager haben das Problem, dass sie eigentlich ein frequenzabhängiger Widerstand sind.
Aber für den Heim-Anwender ist das so ziemlich egal - wofür gibts denn EQs :D
Es grüsst Patrick
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See it in Ultra Panavision

Beitrag Montag 5. Juni 2006, 21:30
kairo Foren As
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Beiträge: 52
hallo Patrick,
wo bekomme ich solch elektronische Symmetrierer?
gruß
kairo

Beitrag Sonntag 11. Juni 2006, 12:01
Cinetech Benutzeravatar
Administrator
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Beiträge: 189
Wohnort: 6010 Kriens

Hallo

Ein 6 Kanaliger Aufholverstärker mit Mixingfuntionen und natürlich Symmetrierern findest du hier:
http://www.thomann.de/de/behringer_mx882_ultralink_pro.htm
Es grüsst Patrick
<3m0

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Beitrag Freitag 12. Juni 2009, 09:38
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2584
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Studiobandmaschinen haben gemäß ARD Pflichtenheft 600 Ohm. Dieser Wert stammt von der Post und aus der Telefonie.

Extra Übertrager sind überflüssig.

Beim Anschluss gilt folgendes:

a-Ader ist der + für Klinke, Chinch und Pin 2 im XLR Stecker (Großtuchel Pin 1)
b-Ader ist der - für Klinke, Chinch und Pin 3 im XLR Stecker (Großtuchel Pin 2)
c-Ader ist der Schirm und kann ab bleiben, ist im XLR Pin 1 (Großtuchel Pin 3)

HiFi-Geräte haben etwa 500 bis 750 mV Ausgangsspannung, Studiogeräte haben +6dB = 1,55V, darauf ist die gesamt analoge Studiotechnik eingemessen.

Soundkarten oftmals nur 200mV, daher der gute Rauschabstand und im Studio unbrauchbar ohne Mischpult.

Gruß,

Rudy

Beitrag Freitag 12. Juni 2009, 09:41
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 2584
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Nachtrag:

Der Schirm kann ab bleiben, wenn ein Kabelende bereits auf Tuchel oder XLR aufgelegt ist.

Wird die b-Ader an den Schirm angelötet, zerstört man die Symetrie der Anlage!

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