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Nagra III Servicemanual

Alles zum Thema "Fragen und Technik" bei Nagra Kudelski

Moderator: Administrator


Beitrag Freitag 9. März 2012, 19:40
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 718
Hallo,

weiß jemand, wie man ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen, an ein Servicemanual für die Nagra III kommt ? Ich habe im Internet eins zum Download gefunden, das war aber in Polnisch (Schaltplan habe ich daher schon, verstehe aber die Anleitungen nicht)

revfan

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Beitrag Freitag 9. März 2012, 20:00
cavemaen Benutzeravatar
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Die alte Nagra III stammt aus den 1960er Jahren und hatte noch nicht die Verarbeitungsqualität der Nachfolgemodelle Nagra IV.

Schwachpunkt dieser Maschine sind Kabelbrüche im Bereich der Klappmechanismus-Scharnier.

Service für Nagra in Germanien: http://www.analogonline.de/

oder lade das Manual hier runter: http://www.filmsoundsweden.se/backspege ... manual.pdf


Gruß,

Rudy

Beitrag Sonntag 11. März 2012, 01:02
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 718
Danke Rudy,

das habe ich schon. Es gibt da aber noch etwas Ausführlicheres für den Service, das ich bisher nur in polnisch finden konnte. Mich würde insbesondere Interessieren, wie man das Gerät auf eine Bandsorte einstellen kann.Auf dem polnischen Datenblatt sind die Bandsorten Scotch 111, BASF LGS 35, PES 26 sowie AGFA 31 aufgeführt. Wenn die Maschine auf die eingestellt wäre, müsste man wohl neu einmessen. Ich habe aber noch keine Einstellregler für den BIAS usw gefunden. Für den Frequenzgang werden dort bei 38 cm/sek übrigens recht bescheidene 30 bis 15.000 Hz bei +/- 2dB angegeben

Das Gerät das ich habe, stammt nach den Stempeln im Geräteinnern vom Februar 1970. Das steht auch auf dem Motor. Heute habe ich den defekten Lautsprecher ersetzt, was eine arge Fummelei war, denn ich hatte nur einen runden Ersatzlautsprecher ohne Befestigungsbohrungen anstelle des originalen rechteckigen. Ich habe dann den runden in den Metallrahmen eines anderen eingesetzt. Zum Ausgleich gab es den bei Conrad für nur 3.50 EUR, allerdings mit 8 statt 3 Ohm und nur 0,5 Watt. Dafür ist er nur schwach magnetisch, obwohl in der Beschreibung nichts von magnetisch abgeschirmt steht. Läuft aber gut und klingt gar nicht so schlecht. Auf der Verstärkerplatine steht 2 Watt. Ich hoffe, das ist etwas übertrieben und wird im Übrigen durch die höhere Impedanz des Lautsprechers "kompensiert". So oft läuft der aber eh nicht, da er nur im Batteriebetrieb funktioniert.

Jetzt brauche ich fürs Erste noch eine neue Andruckrolle. Die alte ist schon geklebt und eiert übel.

revfan

Beitrag Sonntag 11. März 2012, 09:55
hugohabicht Lebende Forenlegende
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Hallo Arno,

Du hattest geschrieben dass Du das polnische Manual als Datei hast. Hast Du mal google translate probiert?

Viele Grüße,
Hagen
.

Beitrag Sonntag 11. März 2012, 15:44
cavemaen Benutzeravatar
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Uff, da passe ich. Die 3er Nagra stammt noch vor meiner Zeit. Hatte aber mal die Fachzeitschrift "Kameramann" abonniert, in der ich mehrfach gelesen habe, dass die alte 3er nur noch für die Vitrine tauge und nach über 40 Jahren alles andere als zuverlässig gilt.

Als ich mal eine offen sah, wußte ich den Grund; die sah wild verarbeitet aus, miserabeler Kabelbaum, unaufgeräumt und erinnerte mich an Labormuster.

Der Besitzer sagte mir, dass dies für die 3er typisch sei für die ersten Kudelski-Geräte.

Gleiches gilt übrigens auch für die Maschinen von Eberhard Vollmer aus Plochingen, da hielten selbst moderne Vorverstärker nicht die Arbeitspunkte und änderten sich über Nacht und bei Themperaturwechsel, bis die Audio-Elektronik von Ludwig Jahnke aus Hamburg zugekauft wurde.

Meine Empfehlung: stell die Nagra irgendwo hin und stecke kein Geld rein.

Auch von der Nagra T-Audio gab es eine Serie von 30 Maschinen, welche vom Institut für Rundfunktechnik (IRT) nicht abgenommen wurden aufgrund u.a. schlechter Kondensatoren, die heute noch immer im iiBäh hin+her entsorgt werden!

Uralte Verstärker von Telefunken (V66 / V87) der T9 und M10 laufen bis heute und für Endstufen V69 werden irre Preise erzielt - da das Zeug irgendwie hält!

Rudy

Bild: man erkennt die Kabel-Bruchgefahr im Bereich der Scharniere:
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Beitrag Sonntag 11. März 2012, 16:03
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Abnahme-Prüfplatz bei Nagra, 1969 schon mit Nagra IV-L (Werksfoto):
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Beitrag Mittwoch 14. März 2012, 23:24
revfan Lebende Forenlegende
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Ich habe alle gut gemeinten Warnungen in den Wind geschlagen und dem guten Stück eine recht teure neue Andruckrolle spendiert. Seitdem sind Rumpelgeräusche völlig verschwunden. Ein paar leise Quietschgeräusche bei 38 cm/sec kommen noch aus der Mechanik, aber das wird sich auch finden.

Ich finde das Design des Geräts einfach beeindruckend, wenn auch Rudy sicherlich Recht hat, dass es irgendwie nach Kleinserie ausschaut. Die Nachfolgemodelle wirken auf mich nicht dann mehr so "urig". Auch scheint es ja das Gerät zu sein, mit dem die Firma damals groß herauskam.

Sonst scheint jetzt alles zu passen :D , obwohl ich immer noch nicht herausgefunden habe,ob und wie man das Gerät einmessen kann :roll: . Ein passendes Mikrofon ist schon unterwegs. Dumm ist nur, dass ich keinen Trageriemen oder eine Tasche habe. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Lästig sind auch die als Bananensteckerbuchsen ausgeführten Anschlüsse für Kopfhörer und Line Input/output, letzterer symmetrisch. Das bedeutet schon wieder mal spezielle Adapterkabel.

revfan

Beitrag Donnerstag 15. März 2012, 05:42
cavemaen Benutzeravatar
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... einen neuwertigen Trageriemen habe ich noch, aber keine Schrauben dazu (ca. 40,-€ das Stück)!

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