Start ReVox ReVox Technik macht die Revox A77 auch 510 nWb/m drauf?

macht die Revox A77 auch 510 nWb/m drauf?

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Freitag 20. Mai 2011, 13:53
wellenhertz Eroberer
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Beiträge: 23
Ist meine neue A77, 2 Spur, 9,5/19 cm/s, kräftig genug ein tiefes Band wie das basf 900,911, 528 auf 510 nWb/m zu magnetisieren ... und dann auch mal etwas in die Sättigung zu fahren um von der Bandkompression gebrauch zu nehmen ? Adrian

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Beitrag Freitag 20. Mai 2011, 16:27
cavemaen Benutzeravatar
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Nein, das schafft der Oszillator nicht.

Die Heimtonbandgeräte sind für dünnes Langspielband vorgesehen. Um das dicke Studioband löschen und mit vorgeschriebenem Abfall des BIAS (meist um 3,5dB) realisieren zu können, kann das nur der Oszillator der Version mit 19/38cm in Zweispur.

Aber was verstehst Du unter "Bandkompression"??

Hat Dir jemand irgendwas aus dem Lager der "überteuerten High-End-Kabelhändler" erzählt, oder woher hast Du den Begriff?

Rudy

Beitrag Freitag 20. Mai 2011, 16:38
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 679
Also ich kann halbwissend nur eine halbe Antwort liefern.

Ich benutze diverse A77 Halbspur gelegentlich auch mit PER 528 Bändern und es funktioniert bei 19 cm/sec prima, obwohl ich die Maschinen eigentlich auf RMG LPR 35 eingemessen habe. Ich habe auch eine A77 Highspeed, die ich auf EMTEC Per 528 eingemessen habe, geht erst Recht prima. Bei 9,5 kann man das Ergebnis allerdings nicht mehr als so toll bezeichnen, es geht aber so lala.

Ich habe alle Maschinen jedoch brav nach Servicemanual mit 257 nWb/m Messband eingemessen (Dolby auf 185 nWb/m), da ich annahm, dass die Revoxleute sich bei dieser Angabe etwas gedacht haben. 3 dB auf den VU mehr auszusteuern, ist dann ja auch kein Problem, 6 db wegen des Zeigeranschlags allerdings schon. Da hilft dann auch kein zusätzliches externes Peakmeter, da der Zeiger abbricht.

MfG
revfan

Beitrag Freitag 20. Mai 2011, 17:44
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 679
Habe mir das mit dem Oszillator einmal angeschaut, indem ich die Schaltpläne der ORF-Version mit denen aus dem Servicemanual für die Normalversion verglichen habe.

Es gibt in der Tat 2 Oszillatorplatinen (jeweils wiederum für 2 und 4 Spur), aber die für die ORF-Version hat die selbe Ersatzteilnummer und Bestückung wie die im Servicemanual als neue (bzw nicht alte) Version bezeichnete (1.077.712).

Da die ORF-Version (habe leider keine, sondern nur eine normale 19/38 Version) werkseitig auf Per 525 eingestellt war (so jedenfalls die Angabe) sollte es der Oszillator eigentlich schaffen. Die Tonköpfe waren ja auch gleich. Das ist aber nur ein theoretischer Ansatz, der einer praktischen Erprobung bedarf.

Grüße
revfan

Beitrag Freitag 20. Mai 2011, 20:47
wellenhertz Eroberer
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Beiträge: 23
Hallo Rudy,
Aber was verstehst Du unter "Bandkompression"??

Hat Dir jemand irgendwas aus dem Lager der "überteuerten High-End-Kabelhändler" erzählt, oder woher hast Du den Begriff?


Nein, das nicht.

Ich meinte mit "Bandkompression" den Effekt, wenn das Tonband hoch ausgesteuert aus dem linearen Bereich heraus bis in die Sättigung magnetisiert wird und der Pegel immer weniger ansteigt.

Es war Andreas Ederhof, 2009 in seinem Artikel für das Recording Magazin

http://news.musicstore.de/wp-content/uploads/PPV_Tipps_Tricks/REC/REC_Projektstudio-Analoger-Sound-im-digitalen-Studio_RM0904070/

Ich habe nur die 9,5 / 19 cm/s Version und laut Rudy hat sie nur die schwächere Oszillatorplatine verbaut.
Dann hast Du, revfan, vielleicht die A77 HS mit der ORF verglichen ?

Beitrag Freitag 20. Mai 2011, 23:27
revfan Lebende Forenlegende
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Nein,

alle drei haben den selben Oszillator, jedenfalls nach Schaltplan (ORF hatte ich noch nicht in der Hand). Meine HS und die Normalversion haben den selben Oszillator, aber andere Aufnahme- und Wiedergabeverstärkerkarten. Es gibt beim Oszillator nur den Unterschied zwischen den 2- und 4 Spurtypen (Normalversion) und eine ältere Serie, die leicht an Kühlkörpern auf den Transistoren erkennbar ist (zumindest die, die ich schon in der Hand hatte) . Der Bias ist je Kanal durch einen Trimmer einstellbar.

MfG

P.S.: ein Problem könnte aber bei so hoher Aussteuerung der Wiedergabeverstärker sein, der vermutlich verzerrt. Dazu gibt es Umbauideen durch Umtausch eines Widerstandes (mal googeln) habe ich aber selbst noch nicht ausprobiert

Beitrag Samstag 21. Mai 2011, 13:22
cavemaen Benutzeravatar
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Hmm, sein Problem ist das mit der HiFi-Version, da kommt nur 0dB = 0,775V raus und er möchte die Bandsättigung der Studiomaschinen erreichen, welche den doppelten Pegel haben.

Da empfehle ich eher die Anschaffung einer Telefunken oder Studer.

Es stimmt, über Band verbessert sich die Räumlichkeit und das Programmmaterial atmet besser. Mit Telcom C4 kann man da noch eins draufsetzen..!

Eine A80 oder B67 kostet 600-800,-€uronen, eine M15A bekommt er schon für ab 350,-€ (spielbar, kein iibäi-Schrott).

Rudy

Beitrag Samstag 21. Mai 2011, 18:27
revfan Lebende Forenlegende
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Habe gerade je eine Wiedergabekarte einer HS und einer Normalversion vor mir liegen. Die Unterschiede sind bei schneller Betrachtung marginal. sehe gerade eine Drahtbrücke und zwei unterschiedliche Widerstände, die wohl der anderen Entzerrung geschuldet seien könnten. Vielleicht geht es also doch. Das Beste wird sein, Du probierst es einfach aus, denn die A77 hast Du ja schon und ein Band brauchst Du eh.

Grüße
revfan

Habe jetzt auch eine Telefunkenmaschine (stolz !!!) vom Flohmarkt heute, 6 EUR, ist auch etwas kleiner, als die, die cavemean hier zeigt, steht Magnetophon 300 TS drauf, eh ja..........aber immerhin !!

Beitrag Donnerstag 26. Mai 2011, 19:43
wellenhertz Eroberer
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Die Mirko Eingänge brummen leider.
Ein Kanal ist bei Aufnahme sehr leise, obwohl ich die Köpfe gereinigt habe.

Das Einmessen geht nur ohne Gehäuse, dann lässt sich die Maschine aber nicht einschalten.

Ich habe mich letztlich doch entschieden auf eine andere Maschine umzusteigen die einwenig besser geeignet ist.
In jedem Fall danke ich für die Antworten.

Die kurze Bekanntschaft mit der A77 hinterlässt trotzdem einen sehr guten Eindruck.

Beitrag Donnerstag 26. Mai 2011, 21:01
revfan Lebende Forenlegende
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Das mit dem Einschalten ohne Gehäuse liegt daran, dass an dem Holzgehäuse der A77 (innen oben) zwei Stecker auf einem schwarzen Stück Plastik angenietet sind, die in zwei entsprechende Buchsen am Gerät selbst eingreifen (kleiner schwarzer Kasten mit zwei Löchern unmittelbar neben/unter der Netzsteckerbuchse) und so nach dem Öffnen des Geräts beide Netzstromzuleitungen (?) unterbrechen.

Wenn der Fachmann da zwei (hinten isolierte !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) - nicht mit Draht verbundene ! - Bananenstecker hineinsteckt, ist auch der Strom wieder da. Ist ein Schutzmechanismus nach dem Öffnen des Gehäuses.

Das solltest Du aber nur machen, wenn Du sichere (!) insbesondere berufliche Erfahrung mit Arbeiten an stromführenden Geräten hast und mit lebensgefährlichem Strom und seinen Gefahren vertraut bist (mein Haftungsausschluss für absolut Alles). Hersteller aller Marken schreiben da aus gutem Grund, dass Arbeiten an elektrischen Geräten nur in autorisierten Fachwerkstätten erfolgen dürfen.

revfan

P.S.: welches andere Gerät hast Du denn im Auge ?

P.P.S.: Du hattest aber schon beide Mikrofoneingänge mit den beiden Eingangswahlschaltern rechts auf hochohmig oder niederohmig passend zu Deinen Mikros gestellt ?

Beitrag Freitag 27. Mai 2011, 08:37
erich Haudegen
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Hallo,

es gibt für diesen Zweck auch einen passenden Servicestecker von Revox,
der meines Wissens noch lieferbar ist und nicht viel kostet.

Gruß

Erich

Beitrag Freitag 27. Mai 2011, 17:51
revfan Lebende Forenlegende
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Ich mache das ehrlich gesagt ähnlich und habe aus einem Metallkäfiggehäuse, aus dem ich die Maschine aus optischen Gründen in ein Holzgehäuse umgesetzt habe, den Kurzschlusstecker ausgebohrt/ausgebaut und verwende diesen lose. Nur dürfte sich das und auch die Anschaffung bei Revox selbst für den hier beschriebenen einmaligen Zweck wohl nicht lohnen

revfan

wellenhertz Eroberer
Eroberer

Beiträge: 23
Ich weiss noch nicht welches es wird. Ich habe mich im Internet durchgelesen, es gibt wirklich viele schöne Geräte.

Nur wenn es was kleines / handliches sein muss, ist die Auswahl nicht gerade gross.

Adrian

Beitrag Dienstag 31. Mai 2011, 15:43
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 679
Also ehrlich gesagt verstehe ich Dein Problem nicht so ganz. Da willst doch, wenn ich das richtig verstanden habe, im Ergebnis nichts anderes, als ein Magnetband übersteuern. Das kann man doch auch mit einer A77. Notfalls nimm doch einfach ein dünneres Band, das sich nicht soweit aussteuern läßt (z.B.: ein Langspiel oder gar Doppelspielband - dann aber Vorsicht beim Gebrauch mit der A77), dreh die Aufnahme auf und höre ob es den gewünschten Soundeffekt hat. Die A77 hast Du doch schon.

Ein tragbares Gerät, das auf 510 nWb/m bei Vollaussteuerung läuft und auch noch mit dicken Studiobändern läuft, wird sich so schnell nicht finden, wenn du nicht die Unsummen für ein Stellavox oder Nagra ausgeben kannst, die das -vermutlich aber auch nur zum Teil - können.

Aber vielleicht sehe ich das Problem ja einfach nicht

revfan

Beitrag Dienstag 31. Mai 2011, 22:20
wellenhertz Eroberer
Eroberer

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Ich lass das mit der A77 da meine meine nicht richtig läuft... und Probleme mit den Mikro Eingängen hat.

Beitrag Mittwoch 1. Juni 2011, 12:29
benmuetsch Routiner
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Hallo,

ich möchte auch mal meinen Senf dazu geben, da ich mir in dieser Hinsicht auch nicht ganz sicher bin, ob ich das mit dem Aussteuern nach VU-Meter (nicht PPM) und dem Pegel richtig verstanden habe.

Wenn die A77 mit 0VU = 257nWb/m eingestellt ist (Serienzustand), sollte der VU-Lead ja 6db betragen. D.h. 257nWb/m liegen eigentlich bei +6db an, wenn man z.B. einen konstanten Sinuston einspeißt. (Soweit korrekt?)

Wenn man jetzt Impuls-/hochtonreiches Material einspielt und bis 0VU aussteuert, sollten ja schon deutlich mehr als die 257nWb/m anliegen. Bitte korrigiert mich, wenn ich da etwas ganz falsch verstanden habe.

Habe auch eine A77 HS, benutze sie aber nichtmehr, da jetzt eine Studer A807 im Einsatz ist (bei Interesse an der A77HS -> PM ;-)), und ich muss mir noch Peakmeter zulegen, dann weiss ich endlich was Sache ist ;-) Was die A77 angeht, bin ich da mit dem Pegel auch nie so ganz schlau geworden.

Was aber noch eine Rolle spielt ist die Tatsache, dass Bänder wie das 468, 900, 911 bei 500nwb/m noch lange nicht in der Sättigung sind. Teilweise verkrafte die weit über 1000! Und das kann man mit einer A77 definitiv vergessen.

Grüße,

Ben

Beitrag Mittwoch 1. Juni 2011, 16:57
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 679
Also ich begebe mich da jetzt auf auch für mich sehr glattes Parkett bzw dünnes Eis. Da kennen sich hier andere ganz anders aus. Aber ich will auch mal etwas schreiben, von dem ich nichts verstehe.

Ich dachte eigentlich, dass der Vorlauf von 6dB gerade dazu führt, dass dann, also bei einem 1 kHz Sinuston, der zu einer VU Anzeige von +6db auf dem VU führen würde, die man dort aber nicht mehr darstellen kann, eine Magnetisierung (?) von 514 nWb/m herauskommt. Also anders ausgedrückt: Einstellung mit 1kHz Sinus und Messband mit 254 nWb/m auf 0 VU führt dazu, dass eine Spitze von +6dB das Doppelte, also 514 nWb/m auf dem Band bewirkt.

Etwas anderes macht wohl auch die A807 nicht, außer dass man dort den virtuellen "Nullpunkt" gleich auf 514 nWb/m legt, wenn man diesen Wert will und keinen anderen, da dort die Trägheit der (bei mir nicht vorhandenen) VU Meter keine Rolle spielt, und wohl auch noch mehr Reserven drin stecken. Bei meiner A77 HS (19/38 cm Version) waren werksseitig 510 nWb/m auch schon bei 0 VU eingestellt.

Also: die A77 schafft das, sonst wäre sie ja wohl auch kaum vom ORF in der Steinzeit als Studiomaschine eingesetzt worden.

revfan

Beitrag Samstag 11. Juni 2011, 19:48
Valsi Neuling

Beiträge: 1
Hallo,

ich habe eine A77 ORF und die ist auf diesen Bezugspegeĺ eingemessen. Am Oszillator liegt es nicht, der ist bei den A77 immer der gleiche. Es liegt vielmehr im Ausgangs Verstärker Zweig der mit 514nWb/m nicht zurecht kommt.
Der "Problem" der 'normalen (also nicht der ORF) A77 ist im Line-Ausgangsverstärker hinter dem (Wiedergabe-) Volume Potentiometer versteckt. Die Ursache ist im unglücklichen Balance Design zu suchen. Die Kippgrenze liegt bei ca 3 Volt. Bei der normalen A77 kann man das Problem begegnen indem man den Ausganspegelsteller etwas zurückdreht. Bei der ORF gibt es so was ja gar nicht.

lg

Rudi

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