Start ReVox ReVox Technik Wann muß man die Tonköpfe einer REVOX Bandmaschine wechseln?

Wann muß man die Tonköpfe einer REVOX Bandmaschine wechseln?

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Winston Jungspund
Jungspund

Beiträge: 9
Hallo,
immer wieder lese ich auch in diesem Forum, dass REVOX- Tonköpfe gewechselt werden sollten, wenn der Kopfspiegel erst 4mm beträgt. Was für ein unsäglicher Quatsch!
Es gibt nur zwei Methoden den Verschleißgrad z.B. bei der A77,B77 etc.exakt festzustellen.
Dazu ein DIN-Bezugsband auflegen und den Wiedergabefrequenzgang mit einem Millivoltmeter messen. Wenn z.B. bei der Bandgeschwindigkeit 19 cm/s ein Höhenabfall von mehr als 4 db vorliegt (Referenz 1 kHz) , sollte der Wiedergabekopf ersetzt werden.
Die zweite Möglichkeit ist das messen der Induktivität, z.B. mit dem Vielfachmeßgerät Peak Tech 2010 DMM(bei Reichelt erhältlich). Ein neuer Kopf hat Werte um die 250 mH. 100 mH Induktivität entspricht im Groben etwa -4-5 dB bei 18 kUz.
Meistens sind die Köpfe nicht gleichmäßig abgeschliffen, so daß eine stark unterschiedliche Induktivität einen Rückschluß darauf zuläßt, welcher Kanal der schlechtere ist. Anstelle des DIN-Bezugsbandes haben sich auch die Justierbänder von Heinz Bluthard bewährt.
Viele Grüße
Winston

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cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Ungleich abgenutzte Tonköpfe lassen auch darauf schließen, dass einer der Vorbesitzer am Bandzug gespielt und einen Drift verursacht hat, hat einfach eine Bandfühung (meist Fühlhebel) schlicht krumm sind.

Von HiFi-Bandgerätenbesitzer höre ich immer wieder, dass diese zuerst ohne Werkzeug und Fachkenntnis glauben, an der Kopftaumelung spielen zu müssen, weil se das mal irgendwo gelesen oder gehört haben.... :?

peter_l Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
Winston hat geschrieben:
Die zweite Möglichkeit ist das messen der Induktivität, z.B. mit dem Vielfachmeßgerät Peak Tech 2010 DMM(bei Reichelt erhältlich). Ein neuer Kopf hat Werte um die 250 mH. 100 mH Induktivität entspricht im Groben etwa -4-5 dB bei 18 kUz.

Könntest du bitte mal erläutern, warum das so sein sollte. Ich tu mich ehrlich gesagt schwer das nachzuvollziehen.
Wieso sollte eine Spaltverbreiterung (was ja die einzige Ursache für einen Einbruch der Höhen sein kann), sich in einer Änderung des Kopfinduktivität äußern?

Peter

Bricksounder Haudegen
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Hallo Peter_I

die Sache mal kurz und vereinfacht erklärt:
die Induktivität setzt sich aus den Windungen der Spule und dem Kern zusammen....
wenn der "Kern" einen Abrieb erfährt = schmäler wird, ändert sich die Induktivität

.... ich kann mir aber keine Änderung um 50% vorstellen (vlt. 5%???)
.... beim Wiedergabekopf sehe ich eine solche Induktivitätsänderung nicht als markant hörbar
.... beim Aufnahmekopf spielt die Kopfinduktivität bei manchen Schaltungen (nicht allen!!!)
eine Rolle im Zusammenhang mit der HF-Vormagnetisierung, hier sind Änderungen
ggfs. schon eher siginficant.

aber im ersten Ansatz würde ich bei stärkerem Kopfspiegel, erst mal neu einmessen.
Dann passt oft alles erst mal wieder für den "bürgerlichen Hausgebrauch"

Grüße Ralf


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