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Revox B77 MK2 will nicht

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Mittwoch 2. August 2017, 08:41
Stievie Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
Hallo Forensiker,

erstmal Tag zusammen. Vorschicken möchte ich das ich wenig bis keine Erfahrung mit Elektronik habe (abgesehen von Motorradelektrik) und auch nicht über solche Dinge wie ein Oszilloskop verfüge, geschweige denn ein solches bedienen zu können. Ein Multimeter habe ich und kann auch halbwegs damit umgehen.
Ich habe og. Gerät geschenkt bekommen...leider mehr oder weniger ohne Funktion. Nachdem ich die Motorkondensatoren und die Ladekondensatoren erneuert habe bin ich jetzt soweit: Das Gerät spult einwandfrei vor und zurück und der Capstan-Motor dreht...aber letzterer nur wenn der Geschwindigkeitsschalter auf 3 dreiviertel steht und der Schalter für Variable Geschwindigkeit gedrückt ist. Sobald ich auf 7einhalb bzw. nicht variable gehe bleibt der Motor stehen.
Auch das abspielen bei 3dreiviertel funktioniert nicht denn das Band läuft kurz an (vielleicht 1-2 umdrehungen) um dann wieder stehen zu bleiben.
Da mich irgendwie der Ehrgeiz gepackt hat das Teil selbstständig zum laufen zu kriegen habe ich die Hoffnung das mir hier im Forum jemand weitehelfen könnte mit Tips, an welchen Schrauben ich jetzt drehen bzw. messen bzw. löten können sollte :?:

Und ja natürlich; Ich könnte das Teil zu jemandem bringen der es drauf hat, aber wie gesagt....mich bewegt da grade so ein seltsamer Ehrgeiz :-)

In der Hoffnung auf hilfreiches

Mit bestem Gruß

Stievie

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Beitrag Mittwoch 2. August 2017, 12:43
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 2584
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Erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum!

Die B77 ist eine schöne Maschine, ein Traum für viele HiFi-Anwender.

Das geschilderte Problem bezieht sich warscheinlich auf die Capstan-Steuerung, welche auf einem Print (Platine) verbaut ist.

Zu allererst sollte man ein Handbuch (Manual) haben und danach sämtliche Betriebsspannungen im Netzteil prüfen und danach erst die ausgefallenen Funktionen, so wäre die Reihenfolge.

Grundsätzlich würde es Sinn machen, die Maschine mal von Grund auf zu sanieren, um nicht nach und nach wieder auf Fehlersuche gehen zu müssen und den Spaß am Gerät zu verlieren.

Wie Du schreibst, hast Du damit keine Erfahrung.

In diesem Fall empfehle ich Dir, mal zu jemanden mit Erfahrung zu fahren, der die Maschine mal komplett durchsieht und Dich damit etwas vertraut macht.

Nicht jeder Kühlschrank & Saugstauber-Händler hat ein Händchen dafür, zumal man ja heutzutage zwanghaft Digital arbeitet und kaum noch jemand Erfahrungen mit Tonbandgeräten hat.

Soweit mein Tipp.

Rudy

Beitrag Mittwoch 2. August 2017, 15:29
Stievie Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
Hallo Rudy, danke fürs willkommenheißen.

Ja ein Manual habe ich schon mal sowie auch einen Schaltplan. Dann würde ich also erstmal die Capstan-Steuerung neumachen...
Ich hätte gerne jemanden mit Ahnung der mich bei der Hand nimmt aber leider....ich habe nur einen der das machen kann
da kann ich aber nicht bei sein ... Für mich der letzte Ausweg :-)

Gruß Stefan

Beitrag Donnerstag 3. August 2017, 11:04
Stievie Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
So, habe mir gestern genau die Capstan-Steuerungsplatine angeguckt :-) Das Poti ist defekt und ich werde dieses samt dem Entstörkondensator auswechseln. Der Rest der Bauteile sieht aus wie neu... Ich hoffe danach tut das Schätzchen es dann. Ist zwar keine HS sondern nur STD aber...ich freu mich drauf...

Vielleicht habe ich ja ein neues Hobby für mich entdeckt und ich mach noch meinen Lötschein

Gruß Stievie

Beitrag Donnerstag 3. August 2017, 12:17
cavemaen Benutzeravatar
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Gut, dann ist wohl die Stromversorgung noch intakt.

Ich kenne die Schaltung nicht auswendig, denke aber, dass die ähnlich wie die der A700 und B67 arbeitet.

Das per Hall-Sensor am Capstanmotor abgenommene Rechtecksignal dient zur Steuerung beider Geschwindigkeiten mittels Frequenzteiler und passt die Betriebsspannung des Motor's an.

Mit dem Poti wird der Abgleich gemäß Handbuch vorgenommen, was ohne Messmittel schwierig wird.

Klar, ein paar Kondensatoren müssen in die Rente und mit etwas Glück bekommt man das wieder hin - bis auf den Abgleich.

Rudy

Beitrag Donnerstag 3. August 2017, 19:02
Stievie Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
Hallo Rudy,

das das Teil hinterher zum Profi muss wegen Geschwindigkeits- und sonstiger Feineinstellungen usw. war schon klar...mein Ziel ist es, das Teil überhaupt wieder ans Fliegen zu kriegen. Für alles andere bin ich schlichtweg zu doof :-) Oder denke ich gerade völlig falsch und das Ding läuft erst dann wenn der Poti in der 100%ig richtigen Stellung steht ???
Jeder fängt ja mal klein oder mit irgendwas an und ich habe gerade meine Erfolgserlebnisse....
Braucht man da nicht irgendsoein Referenz- bzw. Einmessband ?

Gruß Stefan

Beitrag Freitag 4. August 2017, 12:22
cavemaen Benutzeravatar
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Nein, ein Bezugsband wird nur zum Einmessen der Audiowege gebraucht.

Um die Arbeitspunkte resonanzfrei einzustellen, wurde das Poti verbaut. Wenn die Schaltung mit neuem Poti wieder läuft, hast Du Glück gehabt.

Erfahrungsgemäß kann eine Schaltung auch "Überschwingen" und Schaden nehmen bei fehlender Gegenkopplung, ferner sind mit Sicherheit veraltete Bauteile vorhanden ect. um es einfach auszudrücken.

Mit einem Oszilloskop kann man aber sehen, wie sauber das Rechtecksignal kommt und ob es in der Schaltung zu Verarbeitungsfehlern kommt, was die Betriebszuverlässigkeit beeinflusst.

ProBier es einfach aus.... :idea:

Rudy

Beitrag Sonntag 6. August 2017, 21:12
Stievie Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
Oje...ich muss mir wohl ein Oszilloskop kaufen und dann noch ne Ausbildung zum Radio- und Fernsehmechaniker machen falls es das heute noch gibt. Fänd ich spannend aber mit meinen 52 Jahren wird mich wohl kaum einer als Azubi nehmen :-)
Nee im Ernst, vielleicht bin ich ja zu Blauäugig aber...kann mir denn vielleicht jemand sagen auf wieviel Kiloohm sein Poti an der Platine eingestellt ist damit ich schon mal so einen Pi mal Daumen Wert habe ?

Danke und Gruß Stefan

Beitrag Montag 7. August 2017, 14:36
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Die Messpunkte in der Schaltung werden gemessen und eingestellt, nicht die Position des Poti. :!:

Sonst hätte man ab Werk gleich einen Festwiderstand verlöten können... :?

Der Zauber nennt sich übrigens Kommutierung, das wird mit dem Poti eingestellt.

Info:

https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrs ... strommotor
Zuletzt geändert von cavemaen am Samstag 12. August 2017, 17:52, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Montag 7. August 2017, 17:54
Stievie Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
Mmmmh, da stoß ich schon wieder an die Grenzen meines Verständnisses. Dachte an dem Poti stellt man einen Widerstand ein, also mehr Widerstand oder auch weniger...
Erstmal danke für die Geduld...
Status ist, das ich jetzt den Poti eingelötet habe, diesen auf mittlere Stellung gedreht habe (dachte so mittel kann nicht ganz so viel schaden) und das Teil läuft...in allen Geschwindigkeiten. Nehme gerade mal was auf um zu hören wie es klingt.
Aber verstehen tue ich das ganze eben immer noch nicht und das würde ich halt gerne. Ich habe da jetzt was über Schaltfrequenzen gelesen und wie man diesen Poti einstellt mit einem Tongenerator und Oszilloskop, aber warum funktioniert das ganze dann jetzt? Ich werd ja nicht zufällig genau die richtige Position getroffen haben.
Läuft das Teil jetzt in falscher Geschwindigkeit oder was kann passieren wenn das jetzt falsch eingestellt ist ??

Mit immer mehr Fragezeichen über dem Kopf

Gruß Stievie

Beitrag Mittwoch 9. August 2017, 21:02
Stievie Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
Ja hallo,

im Zuge der Revidierung meiner B77 habe ich jetzt folgendes gefunden. Am Stromeingang ist ein Rifa pme271m610 verbaut und völlig in den Fritten. Muss also ausgetauscht werden. Kann mir jemand sagen was ich an der Stelle einbauen kann? Habe noch einige 0,47 Microfarad Kondensatoren aber eigentlich hat der ja nur 0,01...geht das trotzdem oder muß ich explizit was passendes besorgen?
Antworten wären toll...

Beste Grüße

Stievie

Beitrag Donnerstag 10. August 2017, 11:19
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 686
Hallo,

laufen tut es, vermutlich aber nicht mit exakter Geschwindigkeit. Die musst Du einstellen, das ist keine Hexerei und geht auch ohne Oszi. Google Da mal, da gibt es die verschiedensten Tricks., mit denen du allerdings wohl nicht so exakt "landen" wirst.

Wenn Du ein altes Band hast mit einer guten Aufnahme die Du kennst, geht da allein schon mit dem geschulten Gehör viel (wohl so 2-3 Prozent Genauigkeit). Dann könntest Du auch ein längeres Stück Band abmessen, durch die Geschwindigkeit teilen und ausrechnen, wie lange es laufen sollte (nicht zu knapp wegen der "Messtoleranz").

revfan

Beitrag Freitag 11. August 2017, 14:19
Stievie Jungspund
Jungspund

Beiträge: 8
Hallo Revfan,

ja mit der Geschwindigkeitsmessung habe ich mich schon auseinandergesetzt...mache ich nächste Woche fertig. Auch die Geschichte mit dem Rifa hat sich erledigt....
Bekomme immer mehr Spaß am löten :-)
Jetzt habe ich ein Problem mit Brizzel bei der Aufnahme aber dazu habe ich hier im Forum auch schon was gefunden aber wenn jemand noch nen guten Tip hat....
Band ist neu, Aufnahmen sind Top (gefühlt besserer Sound als die CD von der aufgenommen wurde) aber leichtes brizzeln auf beiden Kanälen...nicht immer aber...

Gruß Stievie

Beitrag Donnerstag 17. August 2017, 11:44
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 686
Prima, der nächste Angefixte. :lol:

Wenn Du nicht über-steuerst würde ich am ehesten irgendein Kabel/Stecker/Buchsen- Kontakt_Problem vermuten.

Da würde ich erst mal suchen,bevor Du de Maschine zerlegst

revfan

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