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Revox G36 Wiedergabekopf

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Montag 17. Juni 2019, 18:57
MartinR Routiner
Routiner

Beiträge: 25
Hallo Hans-Joachim,

vielen herzlichen Dank mal wieder für deine ausführliche Antwort.

Das schöne ist, wenn ich es wegen des Einbaus des A77 Kopf überhaupt noch brauche, erst einmal üben könnte. Den am A77 Kopf hing eine komplette Kopfbrücke mit der entsprechenden Abschirmklappe. Eine weitere Haltfeder samt Kappe habe ich noch aus einem Schlachgerät.

PhonoMax hat geschrieben:
Schließlich möchte ich daran erinnern, dass beim Einfügen deines Übertragers zwischen Kopfwicklung und Gitter der ersten Röhre des Wiedergabeverstärkers nicht nur das Nutz- sondern auch das induktiv in den Wiedergabekopf eingekoppelte (50 Hz-)Störsignal um den Übersetzungsbetrag des Übertrages angehoben wird, vorausgesetzt du findest einen geeigneten Übertrager


Wie ich oben schon mal schrieb, hat sich der Fremdspannungsabstand sogar ein wenig durch die symetrische Beschaltung des Wiedergabekopfs verbessert. 6dB Pegelgewinn standen einen um 4dB verbesserten Abstand zu den 50Hz gegenüber. Schlußendlich wäre es mir aber egal. Hauptsache er verschlechtert sich nicht. 1:4 wären sogar ein Träumchen ;-)

Zuerst testen werde ich es mit dem von Per Lundahl empfohlenen LL1550. Der ist eigentlich für MM Systeme vorgesehen. Andere Testobjekte stehen allerdings ebenfalls noch zur Verfügung.

Interessant wäre es in dieser Beziehung zu wissen, wie die Werte eines M5 Kopfes sind. Im V87 ist nämlich ein 1:8 Übertrager verbaut.

Viele Grüße,
Martin

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Beitrag Dienstag 18. Juni 2019, 10:57
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2691
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Lundahl 5008 Übertrager habe ich übrig, falls jemand möchte.
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Beitrag Mittwoch 19. Juni 2019, 03:54
PhonoMax Haudegen
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Beiträge: 266
Wohnort: München
MartinR hat geschrieben:
Interessant wäre es in dieser Beziehung zu wissen, wie die Werte eines M5 Kopfes sind. Im V87 ist nämlich ein 1:8 Übertrager verbaut.


Dazu, lieber Martin, habe ich ein paar Infos:

Meine 'nicht ganz unprominente' Reibrad-M5 (76,38,19, DGG-stereofonisiert) besitzt zwar 'neue' Köpfe, die zentraltechnikabgesegnete Elektronik dürfte aber unmodifiziert sein. Das Nachmessen der Kopfinduktivität ergab für den Wiedergabekopf 80 mH pro Paket bei 1 kHz Messfrequenz. Der DC-Innenwiderstand betrug bei meiner Messung 85 Ω.

Ohne jetzt die Konzepttraditionen der Wiedergabeverstärker seit Beginn der Magnetbandtechnik aufrollen zu wollen (ich besitze auch einen der relativ seltenen Gleichstrom-K4-Kopfträger von 1938, der die Kopfpositionierungseinrichtung nach Köppler bewahrt hat), weise ich lediglich darauf hin, dass man bei Telefunken die Konzeption der M5-Elektronik als einen Entwicklungsschritt begriff, wie Karl Dethleffsen das in seinem Aufsatz im "Radio-Magazin mit Fernseh-Magazin" 6/1955 bei einer ersten Vorstellung der neuen M5 darlegt. Dabei wird die Veränderung der Sicht auf die Kopfinduktivität eigens erwähnt, wozu allerdings die Messwerte meines ebenfalls vorhandenen K8-Kopfträgers (originale Kopfbestückung von ca. 1951) nicht so recht passen wollen, denn der Monowiedergabekopf weist auch bei ihm eine Induktivität von 75 mH auf.

Die Elektronik des Wiedergabezuges der M5 entspricht ansonsten nur grosso modo dem V87; man sieht aber die gemeinsamen Erbmerkmale.
Den Eingangsübertrager meines M5-Wiedergabeverstärkers habe ich nicht nachgemessen.

Hans-Joachim

Beitrag Mittwoch 19. Juni 2019, 08:47
MartinR Routiner
Routiner

Beiträge: 25
Hallo Hans-Joachim,

wie schön wäre es solch eine M5 zu haben :-)

Vielen herzlichen Dank für deine Messung.

Damit liegt der M5 Kopf immerhin 190mH unterhalb des A77 Kopfes. Der DC Widerstand ist hingegen leicht höher. Es scheint das der Kern der A77 eine höhere Permeabilität aufweist und wohl dabei weniger Windungen hat. 1:8 scheidet damit wohl mit den A77 Kopf aus ;-)

Mal sehen ob ich am Wochenende mal zu einem ersten Test mit 1:2 komme.

Viele Grüße,
Martin

Beitrag Donnerstag 20. Juni 2019, 09:42
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 2691
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Habe von einer Röhren-M5 einen Satz Verstärker abzugeben, allerdings mit geplünderten Übertragern, Röhren noch fast alle drin.

Ferner einen Netzteil-Block, sowie einen noch neuen Wickelmotor, passend für alle M5en und einen Pilotkopfträger in Vollspur in gutem Zustand.

Ein neues Beruhigungsrad für den KT wäre noch da, Brummklappen (fehlen oft) ein neuer Grifftelleraufsatz plus gebrauchte...

Rudy

Beitrag Sonntag 23. Juni 2019, 16:04
MartinR Routiner
Routiner

Beiträge: 25
Hallo Zusammen,

1:2 funktioniert mit dem Wiedergabekopf der A77. Der Frequenzgang ist gleich. Keine Resonanz bis 20KHz. Klingt aber schlechter. Der LL1550 ist damit wohl raus.

Viele Grüße,
Martin

Beitrag Montag 24. Juni 2019, 15:34
PhonoMax Haudegen
Haudegen

Beiträge: 266
Wohnort: München
Da, lieber Martin,

heißt es eigentlich, jede Klangesoterik hinter sich zu lassen und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu versuchen, den Ursachen deiner Beobachtungen beizukommen. Denn die lassen sich finden, wenn man sich Rechenschaft darüber ablegt, was den "schlechteren Klang" verursacht. Dafür muss auch auf den Tisch, welche Signale wie von dir miteinander verglichen wurden, wofür immerhin bedacht werden muss, dass ja auch das als 'original' betrachtete Signal (A77-Kopf direkt an G36-Elektronik?) Wiedergabeverhältnisse begründen kann, die alles andere als in Guido Besimos Sinn wären. Die direkt ans Gitter der beiden Systeme von V10 angekoppelte Kopfinduktivität ist ja nun alles andere als ein lineares Wandlungsglied, das sich als G36-Kopf vom A77-Kopf nicht unerheblich unterscheiden kann.

Also:
Ist der Frequenzgang (besser vielleicht: Einhaltung der Wiedergabeentzerrung) im Ergebnis korrekt (die intendierten Frequenzgänge des Wiedergabeverstärkers liegen ja vor), wie sieht es mit dem Klirrfaktor (einfachheitshalber zunächst bei 1 kHz) aus und schließlich: Bleibt man mit der Differenztondämpfung im akzeptablen Bereich? Damit sind wir ja bereits durch, was die klangfarbliche Wahrnehmung unseres Gehörssinns mit der analog magnetischen Tonspeicherung gemeinsam hat.

Unsere in der Regel vorhandenen Messmittel reichen hier aber meist nicht aus; so habe ich die aus dem Grusch der EMTEC erworbenen Koppelschleifen längst wieder den ursprünglichen Nutzern übergeben, so dass man sich andere Verfahrensweisen überlegen müsste, um zu Testzwecken ein Signal in ein Kopfpaket zu induzieren. Abgesehen davon fehlt mir die Erfahrung im Umgang mit den Koppelschleifen. Wenn die Praxis fehlt, hat die Theorie ihre Rechte verloren, sagt dazu der klassische Musiker in mir...

Hans-Joachim

Beitrag Montag 24. Juni 2019, 19:34
MartinR Routiner
Routiner

Beiträge: 25
Hallo Hans-Joachim,

der Eingangsröhre, egal welcher Schaltung, ist die Kopfinduktivität relativ egal. Sie verstärkt einfach nur das Wechselspannungssignal, welches vom Kopf kommt.

Und hier kommt bei beiden Köpfen das gleiche heraus, da die Frequenzgänge am Ausgang gleich sind.

Erwartungsgemäß steigt der k3 Anteil mit Übertrager ein paar dB an.

Weitere Untersuchungen habe ich noch nicht vorgenommen. Es läßt sich auch nicht alles messen. Kann durchaus einfach sein, das die beiden nicht zueinander passen. Ähnlich wie bei Tonannehmern, wo MC und Übertrager auch nicht immer harmonieren.

Nur leider ist die Auswahl eingeschränkter.

Viele Grüße,
Martin

Beitrag Donnerstag 27. Juni 2019, 16:37
MartinR Routiner
Routiner

Beiträge: 25
Hallo Zusammen,

der ebenfalls vorhandene LL7903 ist komplett aus dem Rennen, da es bei 10KHz eine Resonanz gibt. Die höhere Induktivität des Übertragers und die Kopfinduktivität kommen sich hier wohl in die Quere.

Entwickler von Fertiggeräten legen scheinbar sehr großen Wert auf Eingänge mit geringer Kapazität, da Tonköpfe hierauf wohl sehr empfindlich reagieren. Dies könnte durchaus der Grund für die klangliche Verschlechterung sein, da bei 1:2 der Kopf die vierfache Kapazität sieht. Plus Streukapazitäten.

Vielleicht lasse ich es auch einfach. Mit dem Pegel den der A77 Kopf liefert kann man durchaus leben. Zumal der Kopf wegen der geringeren Induktivität unempfindlicher gegen Einstreuungen ist. Jetzt müßte er nur in der linken Position montierbar sein. Denn bestellt man eine Brummsperre, erhält man eine mit großem Abschirmblech. Lötarbeiten unötig.

Was mich zu einer Frage bringt. Kann man eigentlich den Kopf aus dem Gehäuse ausbauen und ihn evtl. in ein asymetrisches Gehäuse für den G36 Kopf einbauen?

Viele Grüße,
Martin

Beitrag Mittwoch 3. Juli 2019, 17:56
MatthiasB. Foren As
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Beiträge: 64
Wohnort: 01445 Radebeul
Ich könnte Dir ein Kopfgehäuse so wie Du es an den .36 Köpfen findest, also mit dem unmittig aufgepunkteten Befestigungsbolzen, zukommen lassen.
Da brauchst Du nur den A77 Kopf. von unten mit der kleinen Schraube und einer U-Scheibe!!! (damit die Schraube nicht die Spulen im inneren beschädigt) befestigen.
Viele Grüße

Matthias

Beitrag Donnerstag 4. Juli 2019, 10:53
MartinR Routiner
Routiner

Beiträge: 25
Hallo Matthias,

vielen herzlichen Dank.

Ich habe dir mal eine Nachricht geschickt.

Viele Grüße,
Martin

Beitrag Samstag 13. Juli 2019, 10:24
MartinR Routiner
Routiner

Beiträge: 25
Hallo Zusammen,

MartinR hat geschrieben:
Denn bestellt man eine Brummsperre, erhält man eine mit großem Abschirmblech. Lötarbeiten unötig.


Schön das es das Teil fertig gibt. Noch schöner wäre es allerdings, wenn es wenigsten ein bißchen passen würde. Tut es aber nicht. Entweder man ändert die vorhanden Löcher für die Befestigung erheblich, oder man lötet die Klappe anders an.

Hat man es allerdings hinbekommen, liefert die große Klappe am neuen eckigen Kopf einen um 10dB besseren Fremdspannungsabstand. Im Gegensatz zu dem kleinen Abschirmblech des alten Kopfs. Der bringt bei dem neuen Kopf gar nichts.

Viele Grüße,
Martin

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