Revox B250/260 Display flackert zeitweise

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dl9day
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Revox B250/260 Display flackert zeitweise

Beitrag von dl9day »

Hallo !

Habe einen defekten B260 ersteigert und instandgesetzt, sämtliche hellblauen philips Elkos getauscht, keine große Tat, jetzt läuft er wieder...nur zeitweise flackert das Display.
Diese VFD Displays habe Ich auch in einer Uhr mit 6 Röhren; sie werden mit 4...6 Volt AC als Heizspannung angesteuert, bei meiner Uhr kann Ich an einem Trimmpoti die Heizspannung nachregeln und das Flimmern hört auf. Nun zu dem Revox: Für die Heizspannung gibt es eine 4Volt Trafowicklung, die über einen Triac (Q10) auf die Heizwicklungen geschaltet wird. Theoretisch könnte der Triac zeitweise unsauber schalten. Oder die beiden Kondensatoren ( C14,C15), die von den Wicklungen gegen Masse gelegt sind. Die Infos für das Display werden über Schieberegister ausgelesen, kann man schön beobachten; beim Einschalten kommt zuerst der linke Zahlenblock, dann der Sendername, dann rechts der Programmtyp. Ich kann mir nicht vorstellen, das das Flimmern durch die Schieberegister oder den Mikroprozessor verursacht wird, oder sollte Ich mal die 4,2Mhz Taktfrequenz kontrollieren ? Hatte Jemand schon mal diesen Fehler ?
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DerThomas
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Re: Revox B250/260 Display flackert zeitweise

Beitrag von DerThomas »

Das Display ist nicht ganz trivial. So ist die Helligkeitsansteuerung mit Hilfe eines Dual-Monoflops realisiert, der als Impulsgenerator arbeitet. Das erzeugte Rechtecksignal bestimmt durch das Verhältnis der Länge der An/Aus-Zustände, wie hell das VFD leuchtet - und das auch noch abhängig von der Stärke des Umgebungslichts, die mit einem Fotowiderstand gemessen wird. Das mit 2 Potis (R67, R70) einstellbare Verhältnis des Rechtecksignals (von 9:1 bei 0 Lux bis 1:9 bei 200 Lux) bestimmt den Anpassungsgrad der Display-Helligkeit an das Umgebungslicht.

Kurzum: Wenn das Display flackert, also insgesamt rhythmisch in der Helligkeit schwankt und nicht etwa einzelne der dargestellten Zeichen aufleuchten und verschwinden, dann würde ich im Bereich des IC9 (4538) bzw. Q2, ein BC307, nachschauen, ob es dort Kontaktprobleme (Potis, Lötstellen) oder Defekte gibt.

Berüchtigt ist auch die Platine selbst, die aufgrund von hygroskopischen Effekten des auf der Microcomputer Unit verwendeten Lötstoplacks schwer zu lokalisierende Kurzschlüsse produzieren kann. Bei 5 Geräten mit diesem Display ist mir das aber noch nicht untergekommen – ein flackerndes Display allerdings auch nicht, häufig dafür aber der nicht mehr reagierende Fotowiderstand aufgrund oxidierter Potis.
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