Start ReVox ReVox Technik A700 von 4 auf 2 Spur umrüsten

A700 von 4 auf 2 Spur umrüsten

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Montag 23. Dezember 2019, 15:42
jospitt Jungspund
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Hallo Forum,

ich würde gerne meine A700 von 4 auf 2 Spur umrüsten. Dafür sind natürlich 2 Spur Köpfe notwendig. Die ich auch habe.
Reicht der Austausch der Köpfe oder sind noch andere Anpassungen notwendig?

Schöne Grüße
jospitt

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Beitrag Dienstag 24. Dezember 2019, 02:48
Johnmaier Benutzeravatar
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Wenn ich Ehrlich bin Nein eine Umrüstung lohnt sich weniger. Selber hatte ich A700 in 2 und 4 Spur. Kauf dir eine zweite oder lege dir für 2 Spur eine Studer zu :-)
Zuletzt geändert von Johnmaier am Dienstag 24. Dezember 2019, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Dienstag 24. Dezember 2019, 09:40
Aegos94 Jungspund
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Beiträge: 5
der Oszillatorprint muss auch ersetzt oder umgebaut werden.

Da die 4 Spur Version seltener ist und höher gehandelt wird würde ich sie nicht umbauen oder so wie Johnmaier schon erwähnt hat eine andere Maschine kaufen

Beitrag Dienstag 24. Dezember 2019, 15:46
cavemaen Benutzeravatar
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Grundsätzlich geht das.

Danach muß die Lage der Tonköpfe überprüft werden nach

- Umschlingungswinkel,
- Tonköpf-Höhe,
- Taumelung seitlich und
- Taumelung (kippen) nach hinten oder vorn, da sich sonst die Köpfe einseitig abnutzen.

Dazu werden Bezugsbänder (NAB, CCIR, Geschwindigkeit) gebraucht, div. Messgeräte zum Einmessen der Maschine incl. Bandzug zum Schutz der neuen Tonköpfe.

Bei Langspielbändern kann der alte Oszillator drin bleiben, nur beim Einmessen auf dicke Studiobänder reicht der Löschstrom nicht aus, das wird's eng.

Bei der Gelegenheit rate ich aus Erfahrung, alle Kondensatoren in Rente zu schicken, da sich eine ältere Bandmaschine mit schwachen Bauteilen nur schwer einmessbar ist!

Rudy

Beitrag Mittwoch 25. Dezember 2019, 10:53
jospitt Jungspund
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Hallo zusammen,

danke für die Hinweise. Die Köpfe die in der A700 weisen einen Kopfspiegel von 6mm auf und haben einen Trapetzförmigen einschliff. Sie waren wohl nicht richtig justiert. Da ich noch einen Satz Köpfe 042 und 047 aus einer A77 habe möchte ich diese einbauen (Einschliff 3mm). Für die Einmessung fehlen mir allerdings die Bezugsbänder. Für Zweispur habe ich Bezugsbänder von Bluthard.
Da ich defekte Elkos und Tantals gefunden habe, habe ich bereits alle ausgetauscht. Die Trimmer habe ich auch durch neue ersetzt. Deshalb muss die Maschine auch schon neu eingestellt werden. Dafür suche ich Unterstützung und Tipps.

Schöne Weihnachtsgrüße
jospitt

Beitrag Mittwoch 25. Dezember 2019, 15:09
cavemaen Benutzeravatar
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Beiß Dich bitte nicht am Kopfspiegel fest, den Begriff hat mal jemand irgendwann einmal als Bezugsgröße in Umlauf gebracht, hat aber keine verlässliche Aussage!

Ich hatte schon Tonköpfe, deren Kopfspiegel neuwertig war, auber aufgrund Schaden im Kopfspalt Schrott waren und andersrum Köpfe mit reichlich breiten Kopfspiegel, die messtechnisch noch einwandfrei gewesen sind.

Wie Du schon richtig feststelltest, kann zuviel Bandzug aufgrund mangelnder Erfahrung und Spieltrieb des Vorbesitzers durchaus Tonköpfe lange vor deren Lebenszeit diese beenden - umgekehrt zu wenig Bandzug dazu führen, dass sich die Mühle mühsam bis gar nicht einmessen lässt.

Falls Messbänder (einfachere Version der Bezugsbänder) vorhanden sind, ist das eine gute Grundlage!

Meist sind diese Bänder in Vollspur aufgenommen, also beide Kanäle unabhängig von der Spurenlage gleich.

Nur Pilottonbänder oder welche mit TimeCode sind anders und im HiFi-Bereich gab es mal von Grundig Vierspur-Einstellbänder, damit die Tonkopfhöhen präzise eingestellt werden können, um kompatibel mit bereits woanders aufgenommenen Bändern zu sein.

Der Bandlauf ist übrigens an den Rillen am Tonkopf optisch zu sehen, der gleichzeitig auch die unterste Verschleißgrenze lt. Hersteller darstellt.

Mein Rat wäre zuerst das Netzteil zu sanieren, auf 240V umstellen (kann vereinzelt zu Kontaktprobleme im Netzspannungsumschalter führen!), alle Spannungen gemäß Handbuch überprüfen und sämtliche R/C-Glieder in Rente zu schicken.

Viel Erfolg!

Rudy

C Mehrspurkopf schiefgelaufen.jpg


schief eingelaufener Tonkopf aufgrund zu hohem Bandzug oder Dejustierung
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Beitrag Mittwoch 25. Dezember 2019, 18:11
eyes Routiner
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cavemaen hat geschrieben:

....... auf 240V umstellen......


Mit der Umstellung auf 240V hatte ich bei der A700 dann Probleme...........ich bin bei 220V geblieben.
(voll revidierte A 700) bzw. einfach ausprobieren......... ist ja wieder rückstellbar.

Servus
Tom
Zuletzt geändert von eyes am Sonntag 29. Dezember 2019, 11:35, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Sonntag 29. Dezember 2019, 10:35
jospitt Jungspund
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Zwischen der Umstellung von 220V auf 400V AC kann ich kein Unterschied feststellen. Bei meiner A700 ist ein deutliches Rauschen und ein kleines Brummen zu hören wenn ich mit Kopfhörer höre. Und zwar wenn die Lautstärkeregler auf 2/3 aufgezogen sind. Das Rauschen ist auch über den Line Out B Ausgang und angeschlossenen Verstärker mit Lautsprecher zu hören. Ich habe alle Elkos, Tantal`s und Trimmer erneuert.
Wo mag das problem liegen? Kann mir jemand einen Tipp geben?

jospitt

Beitrag Sonntag 29. Dezember 2019, 11:37
eyes Routiner
Routiner

Beiträge: 32
jospitt hat geschrieben:
Zwischen der Umstellung von 220V auf 400V.........

Ähm, :lol:

Beitrag Sonntag 29. Dezember 2019, 11:55
eyes Routiner
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Beiträge: 32
...... Ist das Rauschen bei 220V und bei 240V gleich ?
Hast Du die Kabel wieder nach Originalverlauf verlegt ? (Hätte ich auch nicht gedacht: Bei der Revision meiner B77 wurde dsbzgl. penibel darauf geachtet: Ein anderer Verlauf hätte auch unerwünschtes Rauschen verursacht). ---> HF Einstrahlung!
Tantal gegen Kond. getauscht ?
Oxyierte Kontakte ?
Fehlerhafte Abschirmung ? (Blech wieder montiert ?)
Möglichkeiten gibt es viele.................
Servus
Tom

Beitrag Sonntag 29. Dezember 2019, 17:14
cavemaen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Rauschen hat unterschiedliche Gründe.

Das kann auftreten nach

- Rückkopplungen / Übersteuerungen
- falscher Anpassung anderer Geräte
- vom Band selbst ect.

Schließe den / die Eingänge kurz, ist es weg, kam das Rauschen mit dem Kabel rein.

Auch nach einer Übersteuerung kann eine Sperrschicht eines Transistors beschädigt werden, was man als erhöhtes Granulatrauschen warnimmt (kommt oft bei Live-Mischpulten vor).

Prüfe bitte, ob das Rauschen wirklich von der Revox kommt und nicht aus Vorverstärker, Mischpult oder den Endstufen!

Sollte es von der A700 kommen wäre wichtig zu wissen, ob es nur bei Bandlauf oder schon im Stand passiert und welcher Eingang gewählt wurde.

Kommt es wirklich aus der Maschine bei Hinterband, kann das Rauschen vom Band selbst kommen (nicht eingemessen), oder bei STOP vom aufmagnetisiertem Wiedergabekopf.

Prüfung hier: Tonkopf-Pole kurzschließen.

Ist Ruhe, sollten die Köpfe nebst Laufwerk demagnetisiert werden, rauscht es lustig weiter (bei Stop), ist mind. ein IC reif für die Rente (TBA 931).
Aber zuvor bitte alle Eingänge kurzschließen, sonst kommt das Rauschen von draußen (extern) rein.

Kam es mal vor, dass die VU-Meter am Anschlag klebten? Dann stand eine Gleichspannung in der Schaltung und mehrere Bauteile wurden abgeschossen, nun folgt eine Grundüberholung.

Tipp:

Nadelton-Entzerrer & Mikrofon Vorstufen rauschen immer etwas stärker aufgrund ihrer größeren Verstärkung und sollte hier primärseitig kurzgeschlossen bleiben bei Nichtbenutzung (Kurzschlußstecker)!

Good Luck!

Rudy

Beitrag Sonntag 29. Dezember 2019, 20:34
jospitt Jungspund
Jungspund

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Das Rauschen tritt nur auf wenn die A700 auf "Tape" (Hinterbandkontrolle) geschaltet ist. Die Maschine steht dabei auf stopp. Es ist im Kopfhörer und auch über angeschlossenen Verstärker an den Ausgängen Line A oder B zu hören. Steht der Wahlschalter auf "In" ist nichts zu hören. Egal welcher Eingang gewählt wird. Auch bei kurzgechlossenen Eingangsbuchsen.
Kann es sein dass das Rauschen durch Bauteile wie z.B. Elkos oder den TBA 931 verursacht wird. Die Elkos sind alle neu. Allerdings habe ich keine von Panasonic FC..... Typen eingebaut.
Was kann die Ursache sein?

jospitt

Beitrag Dienstag 31. Dezember 2019, 13:46
cavemaen Benutzeravatar
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Prima, dass die alten Elko's schon mal entsorgt wurden, das war die halbe Miete.

Wie ich vermute, liegt es jetzt entweder am aufmagnetisiertem Wiedergabekopf (Pole kurzschließen und hören ob Ruhe ist), oder an den TBA 931.

Die hatte ich damals in meiner A700 auch tauschen müssen und im gleichaltrigen B-739 war die Phonostufe auch mit erheblichen Rauschen behaftet, auch hier war ein IC kurz vor Exodus...

Wenn beim schnellen Umspulen der Bandabheber versagt, werden hohe Spannungen im Tonkopf produziert, die den nachfolgenden Bauteilen auf Dauer schaden!

Vermutlich sind diese ICs fertig. Ersatz gibt es als vollwertige Adapterplatinchen.

Alles Gute an alle für 2020!

Rudy

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