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A80 auf Aufnahme umrüsten

Fragen und Antworten zur Technik bei STUDER Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Dienstag 4. Mai 2010, 23:08
ak23 Neuling

Beiträge: 3
Hallo Liebe Forumsmitglieder,

ich habe eine A80 im Rollwagen. Schallplattenschneidversion mit 2 Tonköpfen, Umlenkrollen 1/4" aber
keinen Aufnahme/Löschkopf und keine Aufnahme Hardware.
Wie kompliziert ist es diese Maschine auf Aufnahme umzurüsten oder eventuell gleich auf 1/2".

Habe noch eine TFK A15 in gleicher Version. Da kann ich aber Kopfträger und Platinen einfach auswechseln.
Habe ich auch alle Teile dafür. Würde mich aber mehr reizen die Studer in meinem Aufnahmestudio als Mastermaschine
zu benutzen.

Vielleicht weis jemand Rat.

viele Grüße und Danke

Andreas

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Beitrag Mittwoch 5. Mai 2010, 08:19
erich Haudegen
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Hallo Andreas,

von der A80 gab und gibt es viele verschiedene Versionen. Du musst prüfen
oder prüfen lassen, ob deine A80 für die gewünschte Umrüstung vorbereitet ist.

1. kann dein Verstärkerkorb mit dem Oscillator und 2 Aufnahmeverstärkern bestückt werden

2. ist der bestehende Kopfträger vorbereitet, um mit mit Aufnahme- u. Löschkopf
ausgerüstet zu werden, bei den Schallplattenzuspielmaschinen hatten die Tonköpfe
andere Positionen als bei der normalen Stereomaschine

Gruß

Erich

Beitrag Mittwoch 5. Mai 2010, 10:32
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2714
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Mein Tipp:

Die Maschine mit Rillensteuerung für Schallplattenschneideanlage ist sehr gesucht.

Verkauf die und such Dir eine nach Deinem Geschmack.

Solltest Du noch etwas unerfahren sein auf diesem Gebiet, empfehle ich Dir, die Finger von Halbzoll zu lassen. Bei den Amerikanskis spinnt man sogar mit 1" Stereo rum.

So etwas hört kein Mensch zu Hause, da niemand über Masterbänder verfügt!

Sinn macht Halbzoll nur, wenn man selbst Orchester aufnimmt und abmischt und das in Cinemax-Kinos mit zigfacher Verstärkung wiedergibt!

Dazu gibt es von Sennheiser das MKH-20 Mikrofon ab 12Hz, oder das neue MKH 8020 ab 10Hz oder Earthworks Mikrofone, welche ab 5Hz ihr Werk beginnen.

Das packt aber keine mir bekannte Bandmaschine und setzt sehr viel Erfahrung voraus, Schallereignisse mit solchen Frequenzen speichern zu wollen.

Gruß,

Rudy

Beitrag Mittwoch 5. Mai 2010, 10:55
endlandmusic Foren As
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Beiträge: 56
Wohnort: 3800 Unterseen / Schweiz
Hallo,
die Schallplattenschneideversion der A-80 ist nicht für die Aufnahme gedacht gewesen( der Umlenkrollenmechanismus diente ja zum zeitlich nach vorne versetztem Vorhören um beim Direktschnitt bei der Rillensteuerung noch korrigieren zu können ). Eine Umrüstung auf eine Aufnahmemaschine ist in diesem Falle sehr "von Hinten durch die Brust ins Auge", aber im Prinzip möglich:
Als Erstes musst Du, wie Erich schon erwähnt hat, prüfen, ob sie die zwei Karten für die Aufnahmeverstärker und die Oszillatorkarte aufnehmen kann. I.d.R. sieht man dass, ob auf dem "Motherboard" die Kontaktschienen für die betr. Karten vorhanden sind, was ich aber eher bezweifele. Dann benötigst Du die drei Karten ( die müsste Erich auf Lager haben, notfalls habe ich auch noch Welche ).
Die Umlenkrollen kannst Du getrost rückbauen, falls Du sie nicht benötigst. Dann muss zwingend der Bandzug neu justiert werden.
Danach baust Du den Aufnahmetonkopf und den Löschkopf ein ( der Kopfträger ist bei der A-80, bis auf Superspezialversionen einheitlich, ansonsten benötigst du den A-80 Standardkopfträger ) und verdrahtest diese mit dem Motherboard. A-80 Manual findest Du auf dem FTP-Server.
Funktioniert das Alles, d.h. Signal geht rein und raus, stellst Du den Azimuth der Tonköpfe und die Pegel mit einem Bezugsband ein. Dann muss die Maschine nur noch auf Dein verwendetes Bandmaterial eingemessen werden... Und fertig ! Zeitbedarf für einen geübten "Studeraner" : Einen Nachmittag.

Spass beiseite: Rudy hat absolut recht, wenn Du diese Rarität schon hast, und sie gut funktioniert würde ich sie auch verkaufen und mich nach einer guten Gebrauchten umschauen.

Bei der Umrüstung auf 1/2" würde noch hinzukommen:
- Tonköpfe
- Kopfträger
- Umlenkrollen für Bandführung und Bandzugwaagen
- Spulenaufnahmen für 1/2" Spulen

Wenn Du den Umbau selber Bewerkstelligen kannst kommen Dich die benötigten Teile für 1/4" Umbau mit Kopfträger, überholten Karten und geläppten Köpfen auf ca. 1000 - 1200EUR. Die Kosten für den Umbau auf 1/2" wage ich noch nicht mal zu schätzen, aber sicher nicht unter 2500EUR.
Es kommen also zusätzlich zum Umbau noch erhebliche Kosten hinzu.

Ich möchte Dir sicherlich nicht die Freude an der Maschine verderben ( besitze und verwende selber eine A-80 zum Mastern ), aber man muss auf dem Boden der Tatsachen bleiben und Bedenken für was die Maschinen gebaut wurden. Dein Vorhaben ist ungefähr so, wie einen seltenen Oldtimer nachträglich mit Allradantrieb auszurüsten. Machbar; aber vom Aufwand her nicht sinnvoll. Es gibt noch sehr gute A-80 aus Rundfunkbeständen zu humanen Preisen , die der Fachmann für ein paar hundert Euro überholt und einmisst. Man hat dann eine sehr dankbare und unglaublich gut klingende Maschine, die für die Ewigkeit gebaut wurde. Oder Du fragst mal bei Erich oder Hilpert an.
Eine 1/2" Mastermaschine ist natürlich der Traum eines jeden Masteringengineers. Habe selber mal eine Produktion auf einer A-820 1/2" gemastert, einfach der Overkill !
1/2" sollte man sich schon im Vorfeld gut überlegen: Teure Bandkosten, sehr wenig existente Maschinen, fast keine Ersatzteile, kaum noch Bezugsbänder, teurer Unterhalt.
Und, wie Rudy schon gesagt hat, es macht auch nur Sinn, wenn das Ausgangsmaterial und die Hardware stimmt. Ich muss nicht 1/4" oder 1/2" Mastern, wenn das Ergebnis irgendwo nur als 192kbs mp3 im Netz steht.
Ich hoffe, ich konnte Dir behilflich sein,
in diesem Sinne,
Jens

Beitrag Mittwoch 5. Mai 2010, 11:05
heinzmen Benutzeravatar
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Wohnort: 34513 Sachsenhausen - Waldeck

Moin,

ich persönlich würde die Maschine auch nicht umbauen. Viel zu aufwendig. Wenn du dann dagegen rechnest bekommst du für den Preis dann schon eine gute A80 oder A81.

Gruß Heinzmen

Beitrag Mittwoch 5. Mai 2010, 12:30
endlandmusic Foren As
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Beiträge: 56
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Hallo nochmals,
Zur Info:
Der Umbaukit A-80 von 1/4" auf 1/2" mit allen benötigten Teilen kostet bei JRF in den Staaten USD 4450.-
Grüesse,
Jens

Beitrag Mittwoch 5. Mai 2010, 19:37
cavemaen Benutzeravatar
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
... naja, was heißt "hat dich umgehauen".

Wenn ich meine Masterbänder über Studer 900 und den großen JBL mit Röhrenverstärker ablaufen lasse, wirfst Du das digitale Spielzeug auch weg.

Man muß einen echten A/B Vergleich fahren und da bezweifele ich, ob ein ungeübter Hörer den Unterschied kennt. Dazu sollte man neben einem Dirigent ein Orchester auf sich wirken lassen um zu Hause dann festzustellen, dass man nur Serienmüll in der Stube hat, was den Klangkörber nie erreichen kann.

In den 70ern wurde ich in einem Laden eines Kühlschrank & Staubsaugerhändlers (er ist inzwischen "inkontinent" und pleite) beschissen, da der hinter seinem Lautsprecherumschaltpult einen EQ zugunsten seiner haufenweise vorrätigen Brüllwürfel seiner Hausmarke geklemmt hatte!

Will damit nur sagen, dass auch die Joghurtbecher einer Sourroundanlage "klingen" können, aber man muß das Rumpeln, Scheppern und Dröhnen qualitativ einordnen und Instrumentenguppen noch unverzerrt raushören und orten können und mit einem Originaltape vergleichen.

Krach ist nicht Klang und Gebrüll ist nicht gleich hochwertig.

Im Hause Studer nahm ich an einem Hörerlebnis teil, wo es um das Entdecken eines symetrischen Ausgang mit Trafo oder elektronische Symetrierung ging. Ich hatte zwar eine hohe Trefferquote, aber ein nicht genannter Dirigent konnte das zu 100% heraushören und es fiel die Entscheidung zugunsten beider Ausgangplatinen, in diesem Fall dem damaligen CD-Player A727.

Wegen einem einmaligen Klangerlebnis jetzt auf eine teure Bandmaschine umzusteigen, hat wenig Sinn. Heinzmen hat Recht.

Wo bekommst Du dann Futter für die Maschine her, edles Mischpult, Lautsprecher ect...

Gruß,

Rudy

Beitrag Mittwoch 5. Mai 2010, 23:38
ak23 Neuling

Beiträge: 3
erich hat geschrieben:
Hallo Andreas,

von der A80 gab und gibt es viele verschiedene Versionen. Du musst prüfen
oder prüfen lassen, ob deine A80 für die gewünschte Umrüstung vorbereitet ist.

1. kann dein Verstärkerkorb mit dem Oscillator und 2 Aufnahmeverstärkern bestückt werden

2. ist der bestehende Kopfträger vorbereitet, um mit mit Aufnahme- u. Löschkopf
ausgerüstet zu werden, bei den Schallplattenzuspielmaschinen hatten die Tonköpfe
andere Positionen als bei der normalen Stereomaschine

Gruß

Erich


Hallo Erich,

vielen Dank für die Antwort.

Zu 1. das ist schon mal was.

Zu 2. Ob der Kopfträger vorbereitet ist, weis ich nicht. Schau ich mir noch mal genau an.
ODer ich poste mal einen link mit nem bild davon.

viele GRüße und Danke

Andreas

Beitrag Mittwoch 5. Mai 2010, 23:46
ak23 Neuling

Beiträge: 3
endlandmusic hat geschrieben:
Hallo,
die Schallplattenschneideversion der A-80 ist nicht für die Aufnahme gedacht gewesen( der Umlenkrollenmechanismus diente ja zum zeitlich nach vorne versetztem Vorhören um beim Direktschnitt bei der Rillensteuerung noch korrigieren zu können ). Eine Umrüstung auf eine Aufnahmemaschine ist in diesem Falle sehr "von Hinten durch die Brust ins Auge", aber im Prinzip möglich:
Als Erstes musst Du, wie Erich schon erwähnt hat, prüfen, ob sie die zwei Karten für die Aufnahmeverstärker und die Oszillatorkarte aufnehmen kann. I.d.R. sieht man dass, ob auf dem "Motherboard" die Kontaktschienen für die betr. Karten vorhanden sind, was ich aber eher bezweifele. Dann benötigst Du die drei Karten ( die müsste Erich auf Lager haben, notfalls habe ich auch noch Welche ).

Ok danke ich schau mir das mal an.


Die Umlenkrollen kannst Du getrost rückbauen, falls Du sie nicht benötigst. Dann muss zwingend der Bandzug neu justiert werden.
Danach baust Du den Aufnahmetonkopf und den Löschkopf ein ( der Kopfträger ist bei der A-80, bis auf Superspezialversionen einheitlich, ansonsten benötigst du den A-80 Standardkopfträger ) und verdrahtest diese mit dem Motherboard. A-80 Manual findest Du auf dem FTP-Server.
am liebsten wär mir wenn ich mit der maschine aufnehmen kann aber die zwei wiedergabeköpfe behalten könnte. aber ich
denke der Platz reich dafür nicht aus. Wäre eine feine Sache mit nur einer Maschine zu mastern und das dann direkt wieder
an die Schneidmaschine ohne über ein Delay schicken zu können.

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Spass beiseite: Rudy hat absolut recht, wenn Du diese Rarität schon hast, und sie gut funktioniert würde ich sie auch verkaufen und mich nach einer guten Gebrauchten umschauen.

hast recht, ist sicher einfacher aber ich gebe sowas ungern her.


Bei der Umrüstung auf 1/2" würde noch hinzukommen:
- Tonköpfe
- Kopfträger
- Umlenkrollen für Bandführung und Bandzugwaagen
- Spulenaufnahmen für 1/2" Spulen

ich glaueb das mit dem 1/2" ist ein Splin den schenk ich mir doch. Habe früher mal auf eine 820 1/2" gemastert, das war super.
Laut aussteuerbar und wenig Rauschen + super klang.


Wenn Du den Umbau selber Bewerkstelligen kannst kommen Dich die benötigten Teile für 1/4" Umbau mit Kopfträger, überholten Karten und geläppten Köpfen auf ca. 1000 - 1200EUR. Die Kosten für den Umbau auf 1/2" wage ich noch nicht mal zu schätzen, aber sicher nicht unter 2500EUR.
Es kommen also zusätzlich zum Umbau noch erhebliche Kosten hinzu.

PReislich wäre das in Ordung für mich.


Ich möchte Dir sicherlich nicht die Freude an der Maschine verderben ( besitze und verwende selber eine A-80 zum Mastern ), aber man muss auf dem Boden der Tatsachen bleiben und Bedenken für was die Maschinen gebaut wurden. Dein Vorhaben ist ungefähr so, wie einen seltenen Oldtimer nachträglich mit Allradantrieb auszurüsten. Machbar; aber vom Aufwand her nicht sinnvoll. Es gibt noch sehr gute A-80 aus Rundfunkbeständen zu humanen Preisen , die der Fachmann für ein paar hundert Euro überholt und einmisst. Man hat dann eine sehr dankbare und unglaublich gut klingende Maschine, die für die Ewigkeit gebaut wurde. Oder Du fragst mal bei Erich oder Hilpert an.
Eine 1/2" Mastermaschine ist natürlich der Traum eines jeden Masteringengineers. Habe selber mal eine Produktion auf einer A-820 1/2" gemastert, einfach der Overkill !
1/2" sollte man sich schon im Vorfeld gut überlegen: Teure Bandkosten, sehr wenig existente Maschinen, fast keine Ersatzteile, kaum noch Bezugsbänder, teurer Unterhalt.
Und, wie Rudy schon gesagt hat, es macht auch nur Sinn, wenn das Ausgangsmaterial und die Hardware stimmt. Ich muss nicht 1/4" oder 1/2" Mastern, wenn das Ergebnis irgendwo nur als 192kbs mp3 im Netz steht.

Du ich habe auch sonst gutes Equipment und mastere nicht unbedingt für mp3 :)

Ich hoffe, ich konnte Dir behilflich sein,
in diesem Sinne,
Jens


vielen Dank für die Antworten und Infos

Andreas

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