Willi Studer Technik der Steinzeit

Fragen und Antworten zur Technik bei STUDER Geräten...

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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Ich grüße €uch!

Vermutlich diente das Zweitgerät dazu, überlappend (ununterbrochen) aufnehmen zu können, da auch die Decelith Folienschneidemaschinen vom Reichsrundfunk oft paarweise aufgestellt waren.

Arno, miss mal den Durchmesser vom Zwischenrad und die Bohrung im Lager Deiner Soundmirror.

Optisch sieht mir das sehr nach einem Zwischenrad vom Dual-Plattenkratzer aus.

Vermutlich kommen die "Standflächen" im Zwischenrad davon, dass das nach rechts verlaufende Halteblech fest ist und beim Ausschalten nicht mehr aus der Arbeitsposition wegschwenkt!

Rudy
revfan
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

Hallo Rudy,

das mit dem Zweitgerät klingt plausibel, wobei das Gerät mit seiner 18-er Spule mit kleinem Kern und einem speziell dafür von 3M produzierten Papier-Spezialband (damals gab es noch nicht einmal Standardmagnetbandband in den USA) sowie ca 19 cm/sec wohl bereits mindestens 30 Minuten gelaufen sein dürfte und damit die Wachsplatten bei weitem geschlagen hat.. :o

Das mit dem Dual dürfte aber nicht stimmen, der Durchmesser ist geschätzt so etwa 65 mm, was viel größer ist, als bei den Dual Reibradlern die ich habe (2x 1019-er Geräte und für die mobile Party einen 295-er Koffer mit eingebautem Röhrenverstärker).

Das Reibrad wird übrigens nicht ausgerückt, sondern ist permanent angedrückt über das flache Blech und eine Feder. Daher ist es natürlich nach all den Jahren an zwei Stellen platt. Es dient als "Getriebeteil" wahrscheinlich um den Motor vom eigentlichen Capstan mit fester Schwungmasse (das große Messingrad) zu entkoppeln.

Ich habe mir vorübergehend dadurch beholfen, dass ich das Gummirad etwas angeschmirgelt habe, was aber nur sehr oberflächlich ging, da die Gummierung nur sehr dünn ist und über die Motorantriebswelle O-Ringe gezogen habe. Damit rumpelt es weniger, die Bandgeschwindigkeit - die hier eh wurst ist - wird etwas höher.

Habe heute ein neues magisches Auge geliefert bekommen und werde weiter berichten. Am Gehäuse gibt es noch viel/alles zu tun, wozu ich z.Z. aber nicht komme. Dann gibt es auch Gesamtfotos

Dennoch Danke für die Idee :-)

revfan
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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Hallo Arno!

Habe zum Thema Wachsplatten (oder meinst Du Wachswalzen?) gehört, dass wenn man die lackiert, einen sehr guten Klang haben sollen.

Nun, das Zwischenrad würde ich modifizieren und erst über einen Hebel oder Anzugsmagnet aktivieren, besser ist das.

Gummiandruckrollen werden nach dem vulkanisieren auf die Zentrumsbuche mit hoher Geschwindigkeit geschliffen, was einen sehr guten Rundlauf ergibt.

Versuche das doch mal z.B. auf einer Feinmechaniker-Drehbank oder Säulenbohrmaschine. Das Schleifmittel aber nur leicht an das Gummi halten, sonst werden die Druckstellen breiter!

Rudy
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heinzmen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von heinzmen »

Moin,

wenn es um Andruckrollen geht und sonstiges.... guckst du hier... sehr gute Qualität...und günstig...

http://www.elektro-ersatzteile.eu/Andru ... ollen.html

Gruss Heinzmen
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Aluspule33
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von Aluspule33 »

Hallo,
Ich hatte das Glück mit meinem Kumpel Rolf Fischer einen "Soundmirror BK-401" zu reparieren.
Hier ein kurzer Bericht zu dem Gerät.
http://www.analogfan.de/studer-museum/s ... k-401.html

Gruß
Andreas ;-)
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revfan
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

Hallo,

ein sehr interessanter und gut bebildeter Bericht.

Es ist aber offenbar nicht die durch Willi Studer umgebaute "schweizer" Version, sondern wohl eines der Original- US-Geräte (keine Aufschrift der Firma Traco Zürich, einige fehlende Verbesserungsteile, wie etwa ein zweiter Schwingkreis für die Vormagnetisierung; ein US-Netzstecker, 60 Hz Motoren).

Läuft das Gerät denn im 50 Hz Netz?

Bei meinem Gerät herrscht berufsbedingt z.Z. leider eine gewisse Stagnation (müsste endlich mal anfangen, das Gehäuse zu spachteln und neu zu lasieren.) Die Technik läuft, nur das Reibrad sollte ich tatsächlich zu Herrn Hewicker schicken. Dann steht das Gerät allerdings ein paar Wochen :roll:

revfan
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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Ich grüße €uch!

Arno, Du hast doch genügend €rsatzmaschinen, wenn da halt mal eine fehlt.... ;-)

Schönes Wochenende!

Rudy
revfan
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

Hallo Rudy,

auf keine kann ich auch nur eine Woche verzichten :o

revfan
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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Boah, bist Du etwa auf (Bandmaschinen-) Entzug?? :lol:
studer289
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von studer289 »

Hallo Männer

So ähnlich gehts auch mir :lol: :lol:
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

So,

noch ein Bild in Gesamtansicht.

Nachdem ich einige neue Erkenntnisse gewonnen habe (z.B.: dass man seinen Bastelkeller mit einer teuren Gleichrichter- Röhren- Doppeldiode vom Typ 5Y3 durchaus taghell beleuchten kann - aber nur kurz :hammer: ) habe ich den Deckel jetzt mal zugemacht.

Der Verstärker klingt über den eingebauten Lautsprecher ordentlich. Das Gerät spult, nimmt auf und spielt die Aufnahmen brav in LowFi wieder ab - das reicht für ein solches Museumsstück. Es dürfte nicht mehr allzu viele von Willi Studers ersten Tonbandgerätumbauten geben, die überhaupt noch aufnehmen und abspielen können.

Die rumpelnde Andruckrolle muss warten, da ich z.Z keine Nerven habe, den Antrieb noch einmal komplett zu zerlegen (never change a running soundmirror).


Ich wünsche allen Forumsmitgliedern einen Guten Rutsch

revfan
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Danke Arno, €uch auch alles Gute!!

Schönes Bild - völlig ohne Kabelwürste am Boden (bei mir siehts aus...)!

Rudy
Bricksounder
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von Bricksounder »

Hallo Arno,

falls Du mit Röhren künftig sparsamer umgehen mußt,
würde ich Dir zur Erhellung Deines Bastelkellers mit
einer Glühbirne aushelfen (kost nix!!!)

Röhren sind zum Hören .... (wollt's blos mal erwähnen) :lol:

Grüße
Ralf
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

Hallo Ralf,

Das ist wirklich nett von Dir. Meine überzähligen Gleichrichterröhren sind jetzt leider alle hin (die brennen bei Kurzschluss der Anodenspannung gegen Masse durch Kabelbruch leider nur ca 10 sec pro Stück)

Hättest Du vielleicht mal gerade 3-4 60W Birnen für den E24 Sockel :lol: :lol: :lol:

Alles Gute

revfan
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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Arno, dafür hat man mal so kleine Teile erfunden, die nennen sich Sicherungen! :idea:

Löte doch von unten am Sockel Brückengleichrichter ran, merkt eh niemand und wäre billiger, als reihenweise die teuren Glimmstengel zu verheizen... :?

Rudy (hust-hust-röchel)
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von Bricksounder »

Hallo Arno,

"... 3-4 60W Birnen ..."

wenn Dir damit ein Licht aufgeht? :lol:
klar + gerne, einfach PN schicken
hab allerdings nur E27er am Lager ... mußt halt bissle squeeeezen
:hammer:

... ich hab hier 4 x 58W Leuchtstoffröhren ... und tappe trotzdem manchmal gefühlt "saumäßig" im Dunklen :roll:


Und Rudy ???
der schreibt jetzt in jedem Beitrag "hust hust röchel" :?:

gehts noch? ... kommst noch mit rüber nach 2014 ??? wär echt cool !!!

Grüße Ralf
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hugohabicht
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von hugohabicht »

cavemaen hat geschrieben:Arno, dafür hat man mal so kleine Teile erfunden, die nennen sich Sicherungen! :idea:
Ach was, Sicherungen sind für Weicheier; echte Männer (so wie Willi Studer damals) bauen so etwas nicht ein :lol: .
Rudy (hust-hust-röchel)
Ich hoffe doch auch schwer dass Du es noch nach 2014 schaffst...
revfan
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

Hallo Ralf,

E24 Lampen haben einen großen Vorteil: man kann sie sowohl in E14 als auch in E27 Sockel schrauben :idea:

Wenn es Dich tröstet: auch ich habe den Eindruck, dass es in meiner Bastelecke immer dunkler wird - liegt aber sicher an der Jahreszeit und nicht an meinen Augen :o

Hagen hat Recht, Sicherungen sind nur für Weicheier. Daher hat man dem Gerät hier auch nur eine 3A Sicherung primärseitig für Alles (Elektronik, drei (!) Motore) spendiert und die Röhre kann nur so 2-2,2 A ab. Auch 1949 wurde also schon gespart, hier aber mal nicht von Willi Studer. Das war insoweit das amerikanische Originaldesign. Die 60 Hz Variante für die USA hat nach Servicemanual allerdings eine 2 A Sicherung, für die 50Hz Variante ist eine 3A Sicherung vorgesehen, obwohl beide für 110 V haben. Hängt vielleicht irgendwie mit den 50Hz Motoren zusammen :roll:

Was den Rudy angeht, bin ich ganz zuversichtlich. Altes Hausmittel bei Husten: Ein Tee-Aufguss mit M15A Tonköpfen, aber nur die Sprechköpfe :sound: :lol:


revfan
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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Seit nunmehr 2,5 Monaten ringe ich nach Luft und röchele vor mich hin.

Wäre ich ein Gaul, hätte man mich schon längst aus humanitären Gründen in der Abdeckerei abgeliefert!

Bei den Ärzten komme ich mir vor, wie im gestrigen Asterix-Film im "Haus was Verrückte macht":

Der Zuständige ist nicht da, derjenige welcher da ist, darf nichts entscheiden, der Entscheidungsträger steckt in irgendeiner Besprechung bei Kaffee & Krümelkram fest, der Tomograph ist in der Wartung, der Chefarzt prüft ungestört seine Aktienkurse und der Ersatzhausarzt verschreibt was billiges von Ratiofarm - billige Preise, keine Besserung (hust-röchel)!

Ab 2. Januar darf ich mich ganz hinten in die Warteschlange einreihen (jenachdem wie erfurchtvoll ich mich verneigte) und weitere gute Virenstämme anderer Artgenossen inhalieren und mir nicht ernstgemeinte Fragen demotivierter Personale anhören, wie beispielsweise ob ich schon mal da war, wo ich versichert bin und warum ich nicht in meiner Gegend um Termine gebettelt habe.

Nachher gurgele ich mit Whisky, soll'n altes Hausmittel sein (hust-hust-hust)...
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Niederberger Jean
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von Niederberger Jean »

Lieber Rudy

versuch es mit einer Kur von Sidroga "Brust und Hustenthé" (kostest nicht viel) und sehr heiss getrunken mit etwas gutem Bienenhonig ! Natürlich darf ein guter Whisky auch nicht fehlen, der Malt "smaltiert" (ital. verdauen, abbauen) ja vorzüglich.

Ich wünsche Dir und allen Forumsmitglieder, vorallem Christoph Rose für seine grosse Arbeit, meine besten Glückwünsche zum Jahreswechsel und vor allem gute Gesundheit.
Zuletzt geändert von Niederberger Jean am Sonntag 29. Dezember 2013, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.
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