Willi Studer Technik der Steinzeit

Fragen und Antworten zur Technik bei STUDER Geräten...

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hugohabicht
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von hugohabicht »

cavemaen hat geschrieben:Nachher gurgele ich mit Whisky, soll'n altes Hausmittel sein (hust-hust-hust)...
Genau. Ein heißer Whiskey; da kann sich keine Bazille halten :lol: .

Ich wünsche Dir gute Besserung.
Hagen

p.s.: und ich dachte das Gesundheitssystem hier ist schlecht :o ...

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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Ich danke Euch!

Der Whisky hat meinem Hals geholfen, aber als ich heute beim nächsten diensthabenden "Doggder" war und mein bewährtes Rezept der etwas hochwertigeren Schleimlöser nicht bekam und wieder ganz unten mit dem Billigst-Präparat abgefunden werden sollte, platzte mir der Kragen und bin gegangen.

Dazu wieder die Standartfragen, wo ich sonst hingehe und nur Miniverpackungen N1 - ich brauche die Familienpackung!

Wünsche €uch was!

Rudy

Bricksounder
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von Bricksounder »

cavemaen hat geschrieben: - ich brauche die Familienpackung!

Rudy
Familienpackung wovon:

- von Tapes
- von Bandmaschinen
- von Röhren
- oder wovon ????

ganz schön krank ...!!!

zugegeben ... aber Rudy .... deshalb muß man doch nicht gleich zum Arzt gehen :lol:

mit Ferrum vom Homöopathen wird's sicher nix mit Bandsättigung

gute Bäässserung

Ralf
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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Danke Ralf!

Habe vor längerer Zeit mal gelesen, dass irgendwo nach einen mehrwöchigem Ärztestreik die ermittelte Sterblichkeit um etwa 70% zurück gegangen war!

Kein Scherz:

Als mein Großvater mit 67 Jahren in unserer Klinik lag, wollte der Chefarzt alles von ihm wissen.

- Wann zuletzt in einer Klinik? Nie!

- Schon mal schwer krank gewesen? Nein!

- Schwere Infektionen? Nein!

Irgendwann fiel meinem Opa ein, dass er als Jungspunt im 1. Weltkrieg 14 Tage lang in einem Lazarett war.

"Na sehen sie" sprach unserer Chefarzt, "was hat damals der Truppenarzt mit ihnen gemacht?"

Antwort meines Großvaters:

Nichts, damals habe ich einen Hund gehabt, der hat keinen Doggder an mein Bett gelassen!


Alles Gute fürs Neue Jahr!

Rudy

revfan
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

So,

es hat zwar etwas gedauert, aber nach dem spontanen Kauf einer Wundertüte mit Treibrädern bei ebay und etlichem Bohren und Feilen schnurrt das Gerät - an dem ich wegen seiner Bedeutung als allererste Tonbandarbeit (so jedenfalls die sprechenden Maschinen, 3. Aufl. S. 130 wo auch ein Foto zu sehen ist) von Willi Studer damals noch persönlich besonders hänge - nun prima. :-) :-)

In der Wundertüte war zufällig ein Rad mit passendem Durchmesser, altem Kern und offenbar neuem Gummi dabei, dessen Lagerbohrung noch etwas geweitet und flacher gefeilt werden musste. Auch am Gerät selbst musste eine Mutter flacher gefeilt werden.

Vorher lief das Gerät, rumpelte aber wirklich übel laut und war auch wegen des geänderten Durchmessers der Antriebsrolle zu schnell. Eine Parallele zu den Problemen, wegen denen man damals zu Willi Studer ging, damit er die Geräte für die Schweiz zum Laufen bringen sollte (a.a.O. Seite 131)

Nun läuft das Gerät aus dem Jahr 1947 wieder astrein - hoffentlich noch weitere 67 Jahre. :D :D

revfan

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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von Bricksounder »

Moin Arno,

aber wer von uns will das in 67 Jahren nochmal überprüfen ?????
ich befürchte da sehen wir dann schon ziehhhhmlich alt aus :lol: :lol: :lol:

und nein nein nein .... heute sehen wir noch jung und dynamisch aus ... :-)

viele Grüße
Ralf

der sich endlich mal auf den Weg nach München machen muß
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revfan
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

Hallo Ralf,

ich dachte schon, der See in dessen Umgebung Du lebst, sei über die Ufer getreten und habe Dich von der Außenwelt abgeschnitten........ :lol: :lol:

revfan

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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

Hallo,

passend zum 70 Jahre Studer Jubiläum hole ich mal dieses Uralt-Thema (wie die Zeit vergeht :o ) zum allerersten Heimtonbandgerät, einer Brush BK 401 Soundmirror heraus. An dieses Gerät hat Willi Studer vermutlich noch höchstpersönlich Hand angelegt.
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Dieser Auftrag zum Umbau von durch die Firma Traco Trading in die Schweiz importierter US-Geräte soll ihn 1949 der Fama nach erst auf die Idee zur Produktion eigener Tonbandgeräte, des "Dynavox" (später Revox T26) gebracht haben.
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Da es bei der Markteinführung noch kein Tonband- Bandmaterial zu kaufen gab, musste dieses extra für das Gerät produziert werden.

Durch einen glücklichen Zufallsblick in die US-Version eines bekannten Online-Auktionshauses ist es mir jetzt nach jahrelanger - allerdings recht entspannter - Suche endlich gelungen, so ein Original-Band zu erweben - und auch noch den darbenden Bundeshaushalt durch Zahlung von Einfuhrumsatzsteuer unterstützen zu können :(
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Das Interessante daran ist, dass dieses Band, nicht aus Kunststoff, sondern aus Papier :!: besteht.
Hier die beschichtete Vorder-Seite:
resized_SAM_2337.JPG
Hier die Rückseite:
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Auf dieser erkennt man deutlich die packpapierähnliche Struktur.

Es lässt sich auch wie ein Papierstreifen problemlos mit der Hand abtrennen.

revfan



P.S.: Die auf diesem Band befindliche Aufnahme einer englischsprachingen Rundfunksendung über den Schauprozess gegen Kardinal Mindszenty 1953 in Ungarn ließ sich noch - mit den originalen Rundfunksempfangsstörungen - problemlos abspielen und auch noch mit dem oben abgebildeten Gerät sehr gut anhören :lol: . Wiederholen werde ich das aus Angst um das im wahrsten Sinne papierdünne Band allerdings nicht noch einmal.
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Zuletzt geändert von revfan am Dienstag 20. Februar 2018, 16:49, insgesamt 2-mal geändert.

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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Hallo Arno!

Willkommen zurück unter den "tönernden Lebenden"!

Habe gestern erfahren, dass in der Schweiz eine Firma dichtgemacht haben soll, die von Willi Studer Material geerbt hatte und dieses Equipment gegen Spende an eine Kinderkrebshilfe abgeben sollte.

Da der Laden zu ist, soll man von dort LKWs mit Material weggeholt haben und bietet das én Bloc an.

Das sollen zig originalverpackte Revox A77 MKIV sein, wo schon Asiaten hellhörig wurden! :!:

Bin am recherchieren, wie der Kurs ist.

Rudy

studer289
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von studer289 »

Lieber Rudy


Ich denke da eher an ein gerücht....

Die geräte wurden sicher schon vor jahren geschmissen.

Herzlich und auch mal wieder an den tasten :lol:

Clemens

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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Hallo Clemens!

Habe recherchiert und zur Antwort bekommen, dass die Maschinen keiner haben wollte und der Kurs heute zu hoch ist.

Heinz sagte mir gestern, dass wenn man alle Elko's rauswirft und alles durchsieht, kann man nichts daran verdienen.

Klar, nach 30 Jahren in der Schachtel sind nahezu alle Elko's fertig, man hat Arbeit, geht in Vorkasse und auf volles Risiko und am €nde wird eine Maschine zum Boomerang.

Die B-Serie ist weg und neben den A77 MKIV sollen noch einige wenige A78 Verstärker da sein.

Mich würde es nicht wundern, wenn Revox selbst die Mühlen zerlegt und daraus plötzlich die Original Tonköpfe ausbaut und anbietet...

R.

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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von studer289 »

Grüezi Rudy

Ja leider sind die geräte heute nichts mehr wert...und viele junge menschen können mit einer solch tollen maschine
leider nichts mehr anfangen.

Eine revision kostet bei richtiger arbeit sein geld....danach darf eine solche maschine für mich auch wieder wert haben...

Von der A77 habe ich noch genau eine,die auch bleiben darf...eine HS 19 38cm MK3...diese maschine macht freude....

Sonst gibts nur studer und telefunken neben nagras und stellavox:-)

Herzlich aus dem schöggeli-land

Clemens

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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Tja die Nagra...

Meine IV-S habe ich wieder verkauft, rauschte bei 19cm wie 'n Wasserfall und fand den Fehler nicht.

Jetzt habe ich die Unterlagen - aber nicht mehr die Nagra.

Ein Freund von mir hatte mal eine Stella und war begeistert von ihr.

Heinzmen ist Spezialist für Studer, ich halte an Telefunken fest, die lassen sich aus meiner Sicht leichter reparieren und sind mechanisch robuster (nach meiner Meinung).

Wenn nur die die hohen Preise für Toblerone wären (frisst auch meine Mietz), aber Ihr Eidgenossen habt eh ein anderes Preis-Niveau.

Das hat auch zum Tot und Abbruch der Loki-Werkstätten in Winterthur geführt, die Lokomotiven von Henschel (später Adtranz, Bombardier) waren exakt halb so teuer, nämlich "nur 4 Millionen" statt 8 Mille für eine Winterthurerin.

Aber die Qualität war früher auch besser, siehe Ce 6/8; Anfang der 1920er Jahre gebaut für den Gotthard und laufen heute noch immer... ;-)

Rudy

revfan
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von revfan »

Hat aber mal wieder alles nichts mit den allerersten Tonbandversuchen von Willi Studer zu tun........ :( :( :( :( :(

revfan

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cavemaen
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von cavemaen »

Ja-nee, is klar!

(Zitat von Atze Schröder)

Vladimir
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Re: Willi Studer Technik der Steinzeit

Beitrag von Vladimir »

revfan hat geschrieben:Hallo,

damit sich Clemens mit seiner Uralttechnik von AEG im Forum nicht so alleine fühlt - gell so bin ich halt :lol: - lege ich jetzt auch mal nach
mit einem Gerät mit Willi Studer, das mir kürzlich zugelaufen ist.

Kurzes Quiz: Was könnte es sein ?

Teilnahmebedingung: heinzmen darf nicht mitmachen, sondern mir nur beim Restaurieren helfen

(der kommt mir zu schnell auf die Lösung ;-) )


SAM_2195.JPG
SAM_2182.JPG

revfan
Auch versucht zu ändern, durch die Art, wie ich kürzlich so etwas wie Schimmel im Dusche, musste ich putzen

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