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Gelöst: B67 Take Up Motor wird sehr warm

Fragen und Antworten zur Technik bei STUDER Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Samstag 6. Oktober 2018, 21:18
benmuetsch Foren As
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Beiträge: 53
Hallo zusammen,

mittlerweile bin ich mit meiner B67MKII fast fertig. Naja, eigentlich fertig und sie läuft wieder super, nur habe ich das Problem, das der rechte Motor sehr warm wird.

Was erledigt wurde - unter anderen auch mit einigen tollen telefonischen Ratschlägen von heinzmen - danke an dieser Stelle nochmal, ich nerv dich mal nicht am Wochenende und poste stattdessen mal wieder ins Forum, muss ja auch belebt werden ;-)

- komplettes Recapping, sämtliche verdächtigen Elkos, Rifas, Frakos, Tantalkondensatoren wurden durch neue Kondensatoren ersetzt
- Kabelbruch Supply Motor gefixt
- alle Platinen kontrolliert, gereinigt
- Maschine komplett zerlegt, gereinigt
- Motorkondensatoren sind noch original, da die Maschine eigentlich kräftig spult und so auch gut läuft
- MJ411 Motortransistoren sind ebenfalls noch original
- Bandzug lässt sich wunderbar einstellen
- Einmessen ging ebenso super, wobei ich endlich mal neue Bezugsbänder brauche (Peter, ich meld mich noch!)

Problem wie gesagt, ganz simpel: der rechte Motor wird so warm, dass man ihn nach 95min Spielzeit nichtmehr anfassen kann (1100m Band bei 19,05 cm/s). Auch das Chassis wird oben rechts sehr warm, sodass Handauflegen unangenehm ist.
Der Supplymotor wird lediglich gut handwarm, der Capstan zeigt kaum Erwärmung.

Irgendwo las ich bereits, dass die B67 ja gut warm werden soll, aber das erscheint mir nicht mehr normal. Kann es am Transistor liegen? Oder am Betriebskondensator? Meines Wissens nach würde dieser ja am ehesten in der Kapazität schrumpfen, das dürfte den Motor allerdings nicht heißer laufen lassen, sondern nur weniger Anlaufdrehmoment erzielen...
Die Bremse löst ebenfalls, Motor lässt sich leicht drehen.

Würde mich über allgemeine Tipps freuen,

Grüße, Ben
Zuletzt geändert von benmuetsch am Donnerstag 18. Oktober 2018, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag Sonntag 7. Oktober 2018, 18:01
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2629
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Nach der Laufzeit und "gemächlichen 19cm" kommt kaum Luft an den Wickelmotor.

Im Gegensatz dazu dreht der Capstanmotor erheblich mehr und bekommt so auch erheblich mehr Kühlung "zugefächelt".

Wenn Du sicher bist, dass die Motoen-ELKOs noch Original sind, dann höre auf Heinz und spare nicht an der falschen Stelle uns schick auch diese in Rente!

Mangelnde Kapazität kann durchaus einen Motor heißer werden lassen, obwohl Wirbelstromläufer immer eine respektable Abwärme erzeugen.

Prüfe mal das Themperaturverhältnis zwischen linkem und rechten WM und ob der rechte nach 30 Minuten schon heiß ist.

Falls nicht; Viel Spaß mit der B67! :sound:

Rudy

Beitrag Sonntag 7. Oktober 2018, 18:31
benmuetsch Foren As
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Beiträge: 53
Danke Rudy,

ja, vermutlich sollte man da einfach nicht an der falschen Stelle sparen, hast Recht. :!:

Trotzdem hab ich heute vermutlich nochmal einen kleinen Erfolg erzielen können, ich habe nochmals penibel nach SM den Bandzug kontrolliert und mir zuvor eine passende Lehre gebastelt, konnte dadurch genauer vorgehen. Der Zug des aufwickelnden Motors war etwas hoch, nicht dramatisch, aber doch ein bisschen.
Dies habe ich nun korrigiert und heute nochmal eine Stunde gehört. Die Wärmeentwicklung ist nun schon geringer.

Ansonsten -> neue Betriebskondensatoren kommen auf jeden Fall noch rein.

Viele Grüße,

Ben

Beitrag Montag 8. Oktober 2018, 16:00
cavemaen Benutzeravatar
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Sehr gut!

Mit Senkung des Bandzuges mindert man gleichzeitig den Tonkopfverschleiß.

Dummerweise können sich die Einmessungsdaten bei Änderung des Bandzuges (Andruck vom Tape auf die Köpfe)
sich auch verschieben.

Vielleicht passt ja jetzt alles...

R.

Beitrag Montag 8. Oktober 2018, 16:24
benmuetsch Foren As
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Beiträge: 53
Das kann natürlich sein, die Maschine(n) sind aktuell jedoch sowieso noch nicht 100%ig exakt eingemessen, da ich nur sehr betagte Bezugsbänder habe. Diese wären AGFA 19S / 38S auf PER 525, vermutlich ebenso alt wie die Maschinen und aus unbekannter Herkunft. Da bin ich schon gespannt, wie die sich gegen Exemplate aus aktueller Fertigung schlagen.

Wenn ich die Maschinchen soweit alle betriebsfertig habe, werde ich mir für die beiden genannten Geschwindigkeiten noch neue Kalibrierbänder zulegen, damit dann auch alles passt, das jedoch ganz zuletzt. ;-)

Grüße,

Ben

Beitrag Montag 8. Oktober 2018, 21:12
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2629
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Deine Bezugsbänder können durchaus noch in Ordnung sein, habe genug davon gesammelt.

Die meisten meiner alten Agfa 19s (Studio) und 19h (Homegeräte) stimmen noch im Pegel.

Für meine M15A's habe ich mal jungfräuliche BASF für 19+38cm gekauft, von MRL sind auch noch welche da, die aber anfangen zu schmieren (könnten Ampex / Quantegy sein).

Du kannst sie aber mal bei jemanden mit frischen Bezugsbändern (BASF / Emtec) vergleichen, bevor ggf. viel Geld fließt...

Solange die nicht über magnetisierte Laufwerke gezogen werden, können die sich kaum anlöschen.

Diesen Müll erhält man oft in iiBäh (Slogan: kann nicht prüfen) oder als miserabele unbrauchbare Kopien.

R.

Beitrag Donnerstag 18. Oktober 2018, 17:05
benmuetsch Foren As
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Beiträge: 53
So, kleine Rückmeldung:

hatte heute früher Uni aus und habe die neuen Motorkondensatoren im Briefkasten vorgefunden.
Nach Vorschlag von Heinzmen direkt 8uF Kondensatoren (450V AC) genommen und die olle 50/60Hz Parallelschaltung aus 6,5uF und 1,5uF rausgeworfen. Die neuen Kondensatoren hängen somit direkt an den Motorsupplyboards.

Die Wärmeentwicklung ist nochmal einen Tick zurückgegangen, die Motoren werden trotzdem noch sehr warm. Da jedoch alles korrekt justiert ist, der Bandzug exakt stimmt und ansonsten alles gut zu sein scheint, nehme ich mal an, dass das einfach so ist.

Die Umspulgeschwindigkeiten haben sich nicht wesentlich verändert, somit gehe ich davon aus, dass die alten Motorkondensatoren noch ziemlich in Ordnung waren.

PS: als Kondensatoren habe ich welche von der polnischen Firma MIFLEX eingesetzt, die neuerdings auch Tonfrequenzelkos etc. herstellen.
Die Betriebskondensatoren sind zwar auch in einem Plastikbecher, allerdings ist die M8 Befestigungsschraube aus Metall und insgesamt machen sie einen stabilen Eindruck.

Ich markiere damit das Thema als gelöst. Danke an alle beteiligten. :-)

Viele Grüße aus Stuttgart,

Ben

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