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STUDER A807 - wie Phoenix aus der Asche...

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Moderator: Administratoren


Beitrag Dienstag 27. Juli 2010, 17:55
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... und es ermutigt gleichzeitig...

Hallo zusammen,

habe gerade mal auf dem STUDER Server ein paar alte Ausgaben des STUDER ReVox PRINT Magazins angesehen und fand in der Ausgabe 12 / 1990 die folgende interessante Geschichte mit entsprechendem Foto...

a807_feuer.jpg


Es war einmal eine STUDER A807 die- von einem Studiobrand fast zerstört - als Ersatzteilspenderin letzte Dienste erweisen sollte. Julian Tipping von East Midlands Audioservice in Chesterfield, England, beschloss etwas anderes: er wollte die A807 wieder aufbauen.

Als er die ramponierte Maschine an das Netz anschloss, brannten nicht einmal die Sicherungen durch! Ihr äußerer Zustand war jedoch so schlecht, dass ohne einen kosmetischen Eingriff an eine Inbetriebnahme nicht zu denken war; so wurde sie total demontiert. Kabel, PCBs und andere Teile waren verkohlt, das Laufwerk unter einer dicken Schicht Asche verborgen. Alle Teile wurden entfernt, gesäubert, gestrichen und eingebaut oder an unsere Vertretung, F.W.O. Limited, zur Identifizierung und Ersatzteillieferung gesandt. Die Gesamtkosten für die Teile beliefen sich auf 1.500 SFr.

Abdeckungen, Köpfe, Capstan, Bandführungsrollen und Leitungen wurden original zusammengebaut - noch bevor eine STUDER Serviceanleitung zur Hand war. Mit Ausnahme der VU-Meter wurden lediglich der Monitorlautsprecher, die Kopfhörerbuchse, ein IC für die LED-Steuerung, der Bandendschalter und der Bremsmagnet als einzige elektronische Teile ausgetauscht.

Ein Jahr lang dauerte die Testzeit, dann wurde die "Neue" an eine bekannte englische Universität verkauft, die noch heue völlig zufriedenstellend damit arbeitet. Der Witz an der Geschichte ist, das Julian vor der Instandsetzung dieser unglückseeligen Tonbandmaschine noch nie eine STUDER A807 gesehen hatte!

Wir finden es bemerkenswert, dass heute, im Zeitalter der rationalen und teuren Serviceleistungen derartige Dienste noch geboten werden. Julian Tipping ist sicher eine Ausnahme. Er hat schon im zarten Alter von fünf Jahren Bandmaschinen auseinandergenommen und sich in den ersten Schuljahren bereits im Rahmen von Klassenprogrammen mit der Geschichte der magnetischen Tonaufzeichnung befasst. Während seiner Lehre im Elektrobereich beschäftige er sich vorwiegend mit Messinstrumenten und seine erste ReVox A700, die er immernoch besitzt, kaufte er 1978. Anschließend hat Julian in der Electronic Engeneering Abteilung der Universität gerarbeitet und daneben ReVox Tonbandgeräte repariert. Von der großen BBC in London hat er dann A77, A62, B62 und B67 Modelle gekauft und sie in Originalzustand versetzt.

Konsequenterweise beschloss er, seine eigene Gesellschaft zu gründen, die East Midlands Audioservices in Chesterfield. Inzwischen verkauft er auch alte und neue STUDER und ReVox Maschinen innerhalb des Landes und alte Modelle sogar nach Übersee.

Wir wünschen Julian weiterhin viel Erfolg bei seiner Arbeit und hoffen, dass seine Genialität und seine Begeisterung für STUDER- und ReVox Produkte noch lange anhalten!

Renate Ziemann

STUDER REVOX PRINT 12 / 1990
Christoph

Technik ändert sich - Gefühle bleiben!

Das STUDER und ReVox Infoportal | Tonbandgeschichte

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Beitrag Dienstag 28. September 2010, 12:06
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Haudegen
Haudegen

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Hallo Christoph,

zugegeben, eine recht schöne Geschichte.
Bernd


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