DAT in der Musikproduktion

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AAAMusik
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DAT in der Musikproduktion

Beitrag von AAAMusik »

Hallo Forum,
ich mache mal ein Faß auf.

In der Nachbearbeitung von Musiktiteln vor dem Mastering lasse ich die Tracks über ein Sony PCM 7040 und eine Studer A810 laufen und vergleiche A/B gegen das Original...das DAT-Ergebnis hört sich besser an als das Original...und als die Bandaufnahme. Daher in Loblied auf die unterbewerten Wandler der DAT-Maschinen im Vergleich zur Bandmaschine

Grüße Gerald

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cavemaen
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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von cavemaen »

Dann teste mal eine selbstgemachte Originalaufnahme eines Orchesters oder Musikgruppe und vergleiche dann mal das Band von der A810 und dem DAT.

Dann wirst Du die Studer umarmen!

Die AD-Wandler der professionellen Sony's sind brauchbar, kommen aber nicht an die von Burr-Brown ran.

Ich selbst hatte den Sony PCM 7010 und ausgiebig getestet. Aber er verstarb dann rasch an "orthopädischem Schaden" des Laufwerks - wie üblich.

Burr-Brown ging wieder back to the Roots und baut aktuell sehr gute Wandler-Schaltkreise in ursprünglicher Größe mit der Ergebnis weniger Jitter und besserer Wärmeableitung.

Hier die großen 20er DA-Wandler in meinem Pioneer PD-93:


Rudy
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AAAMusik
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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von AAAMusik »

Hm, ich habe das nochmal gecheckt... Ich hatte ein LPR35 eingelegt anstelle eines SM911, die Telcom C4 war nicht korrekt angeschlossen, ich hoere den ID-Ton nicht, grummelgrummel...ich zahle noch ordentlich analoges Lehrgeld.
Danke fuer Dein Input, den PioneerDAT hatte ich bislang gar nicht auf dem Schirm, eher ein Sony DTC 2000ES. Hat das jemand?
Gruesse Gerald

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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von Administrator »

Hallo,

ich habe irgendwo im Keller noch meinen Sony 700ES stehen den ich mir damals für 1100 DM gekauft hatte. Der hat natürlich auch längst seinen Geist aufgegeben aufgrund von Laufwerksproblemen... Wirklich gut klang dieser nie. Immer sehr "scharf" und eher "blechern". Aber ok: zwischen meinem Modell und dem 2000ES ist sicherlich eh nochmal ein Qualitätsunterschied da Deiner die nächst höhere Klasse war damals.

Ein Freund von mir hat noch 2 oder 3 Panasonic SV-3800 zuhause rumstehen die aus seinem ehemaligen Tonstudio stammen. Hätte jemand Interesse daran?
Christoph

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AAAMusik
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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von AAAMusik »

Haha, ich hätte eher Interesse an einem Korg SDD1000, wenn das noch in seinem Tonstudio rumsteht
Grüße Gerald

AAAMusik
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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von AAAMusik »

Hallo Rudy,
Der Sony PCM 7010 hat doch einen Burr-Brown Wandler, nicht aber 7030/7040/7050, ist auch technisch komplett anders aufgebaut als der 7040, auch wenn die Front identisch ist.
Noch ein Nachtrag zum Sony Es 2000: klanglich hervorragend über SPDIF, über Cinch mäßig. Die Panasonic SV 3900 neutral sowohl digital AES und analog XLR, ähnlich wie die Studer D780. Bei ausschließlicher Nutzung von unbespielten Sony PDP 60 bislang keine Aussetzer oder andere Probleme
Grüße Gerald

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cavemaen
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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von cavemaen »

Ich nutze noch gelegendlich meinen Panasonic SV 4100, um optisch vom SAT-Reciever ins Neumannpult zu spielen.

Aber die Tonqualität ist ernüchternd, haut mich nicht um und ist nur geringfügig besser, als der eingebaute Chinch.Kram am Reciever.

Auch eine fremdbespielte Kassette klingt synthetisch mit wenig Dynamik und kommt bei weitem nicht an das analoge Band heran! :?

Zur echten Qualitätsbeurteilung muß man sich auskennen, mit sehr guter Technik auffahren (Mikros und VV) und eine qualitativ hochwertige Schallquelle zur Aufnahme haben.

Dann, und erst dann kann man parallel Aufnahmen machen mit DAT und Analog und danach vergleichen!

Warum wohl nutzen nur noch wenige Menschen DAT?

Anfangs wollte und mußte jeder unbedingt den Mist haben, inzwischen nutzen nur noch wenige den störanfälligen Kram für ihr Archiv und selbst dort kommt es zu enormen Verlusten.

Mein analoges Archiv in Form von Schellacks, Vinyl und Senkelbändern läuft noch heute problemlos und erst ein einziges Azetatband von 1950 mußte entsorgt werden.

Von PEM 469 und 468 habe ich mich früh nach dem Umkopieren getrennt und Ampex kam mir nie ins Haus. :sound:

Rudy

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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von AAAMusik »

Hallo Rudy,
zunächst dient zur Qualitätsbeurteilung das Ohr, gleich, welcher Zuspieler oder welcher Musiker ( von der technischen Seite, nicht vom musikalischen Aspekt, haha). Auch DATs dienen bei mir nur als Effektgerät, nicht etwa zur Archivierung, und stehen in einer Reihe mit Tonbändern, oder von mir aus auch Kassetten ( die kommen aber nicht ganz heran, genausowenig wie MDs). Da wird auch mal ein Vocoder zwischengeschaltet oder ein beliebig anderes Effektgerät, ich habe als Gitarrist ohnehin einen ganzen Sack davon. Ich lege auch nicht eingemessene Bänder auf oder fahre unterschiedliche Geschwindigkeiten.
Bisher habe ich nur eingemessene SM911 und RTM468, weil LGR50 und PER 528 für mich nicht erhältlich sind, außer einem bespielten LGR50 vom SWF, aber ich kann ja nicht für jede Sorte eine eigene Maschine vorhalten (hätte ich trotzdem gerne, haha) So wie Deine Neumann-Konsole, ich bin bekehrt, seit ich eine gesehen und gehört habe
Grüße Gerald

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cavemaen
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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von cavemaen »

Von einem SWR-Redakteur habe ich einen Teil dessen "Belegbänder" mit Jazzmusik bekommen, näheres kann ich im Rahmen des Personenschutzes nicht sagen.

Das sind LGR50 mit kompletten Sendungen drauf. Musikalisch würde ich mir nichts davon kaufen, da einige Werke nur aus Lärm bestehen und zum Teil schon von mir gelöscht wurden.
Aber qualitativ wurden diese Werke in ausgezeichneter Qualität aufgenommen mit einer natürlichen guten Tonqualität.

Ausgerechnet in der Klassik steht man auf Digital, da man dort die vorzüglichen Höhen mir Präsenzen mag und man dort gerne auf "übertriebene Tiefenwiedergabe" verzichtet, wie mir kürzlich ein leitender Ton-Ing. sagte.

Wenn man bestimmte klassische Werke mag, fällt der geringere Tiefenanteil spätestens ab dem 2. Satz nicht auf
, so dessen Argument.

Er bestätigte mir auch, dass man zugunsten Klarheit und Ortung bei Orchesteraufnahmen gern auf Tiefen unter 60Hz verzichtet und manche berühmte Werke sogar unterhalb 80Hz beschnitten* wurden, in einem Einzelfall sogar schon bei 120Hz aufgrund Umgebungsgeräuschen der Aufnahmestätte!

*hat nicht mit Beschneidungsfesten zu tun)

Rudy

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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von AAAMusik »

Hallo Rudy,
meine Panasonic SV3900 haben die schlechtesten Wandler, klingen eher dünn, deutlich leiser als ein D780, obwohl sie nach 6dB eingemessen sind, deutlich schlechter als ein Sony DTC 2000Es oder ein PCM 7040.
Ich würde keine Belegbänder überspielen oder löschen, Tondokumente erreichen bei Sammlern mitunter verrückte Preise, und ein paar Bänder wirst du doch noch frei überhaben.
Deine Aussagen zur Aufnahmetechnik kann ich nur bestätigen

Grüße Gerald

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Re: DAT in der Musikproduktion

Beitrag von cavemaen »

Bei mir steht auch noch ein Panasonic SV 4100 angeschlossen herum, hat das Gnadenbrot bekommen.

Ein Panasonic SV 3700 steht bei mir auf Halde... :?

Habe gestern sogar noch Futter für das Schubfach gefunden, orig. BASF Wirtschaftskriegsware!

Ich stehe bald vor der Rente und muß mich irgendwann an reinen Rolli gewöhnen, statt an "dicke Tal-Technik".

Den Müll überlasse ich gerne der "Schmierphone-Generation"! :lol:

R.

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