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B77 MkII Bremsetrommeln

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Sonntag 19. August 2018, 13:04
IQ955 Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Hallo,

Ich möchte im meinen B77 MkII Bremsen einstellen / regulieren / und evtl. reparieren.
Im Zusammenhang damit hätte ich folgende Fragen:

1. Wie lange soll Bremsenvorgang dauern (beim Abspielen und Vor-/Zurückspulen)?
2. Was für ein Stoff befindet sich auf den Bremsetrommeln und wo kann ich es kaufen
(im Netz habe ich nichts gefunden)?
3. Hier:
https://www.youtube.com/watch?v=fAv2dKL ... M&index=14
ist die Bremsereparatur zu sehen. Ist es möglich für diesen Zweck ein ganz übliches Pflaster zu benutzen?

Danke für die Beratungen im Voraus.

Marek.

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Beitrag Sonntag 19. August 2018, 16:07
9146 Trippel As
Trippel As

Beiträge: 101
Wohnort: Eupen / Belgien
Hallo Marek,

leider kann ich Dir in diesem Fall nicht besonders helfen.
Aber, Du stellst eine Frage welche ich mir auch schon des Öfteren gestellt habe: Welches Material wäre als Ersatz für den Bremsbelag von Revox als auch Studer Maschinen geeignet?
Auf die Idee Verndspflaster zu nehmen wäre ich nich gekommen. Offenbar funktioniert es, denn die Firma welches den Wechsel im Video vornimmt scheint ja eine darauf spezialisiertes Unternehmen zu sein und macht das wahrscheinlich nicht zum ersten Mal.
Nun bin ich gespannt was unsere hiesigen Spezialisten dazu sagen oder ob diese einen besseren Vorschlag haben.
Was mir bei dem Tip gefällt ist, dass dieses Material rückseitig mit Kleber versehen ist. Das sollte das Ganze vereinfachen...
Aber wie ist das mt dem Reibwert und der Langzeitkonstanz, insbesonere unter Hitzeeinwirkung während des Bremsvorganges? Ist der Bremskoefizient vergleichbar oder muss alles anders eingestellt werden? Wer hat Erfahrung?

Gruß

JR

Beitrag Sonntag 19. August 2018, 23:46
IQ955 Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Hallo,

Danke für die schnelle Antwort.
Ich glaube, das
"Reibwert und der Langzeitkonstanz, insbesondere unter Hitzeeinwirkung"
sind die Schlüsselwörter.

• Reibwert kann man einfach messen (Service Manual 4.2.1) und feststellen, ob diese ausreichend wird.
• Langzeitkonstanz kann wirklich ein Problem sein. Ich habe mal gesehen Verbandpflaster nach jahrelanger Lagerung. Klebstoff war ganz hart und brüchig. Vielleicht andere "technische" Bänder würden eine Lösung. Anderseits - wenn übliches Pflaster 3..4 Jahre halten und richtig arbeiten wird - es könnte auch eine Lösung sein. Es ist billig und nicht besonders schwer zu austauschen.

Grüße,

Marek.

Beitrag Montag 20. August 2018, 13:50
cavemaen Benutzeravatar
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Jeder Reibwert verändert sich. Das kann schon bei Themperaturunterschied sein, Luftfeuchtigkeit, Materialien, äußere Einwirkungen wie Staub ect.

Filz hat sich gut bewährt, auch Metall auf Graphit (Telefunken).

Habe vor vielen Jahren bei meiner damaligen PR99 den Belag durch altes (trockenes) Leukoplast-Pflaster hinbekommen, die Enden mit Patex fixiert und gat war's.

Sollte der Bremsenzug noch zu hoch sein und das lockern der Federn nicht ausreichen, borge Dir beim Nachbarkind etwas Kreide aus....! :!:

Wichtig ist nur, dass die abwickelnde Seite mehr Bremswirkung als die aufwickelnde hat, sonst liegt das Band auf dem Fußboden und die Katze freut sich!

Bei Revox gibt es wieder Ersatz, einfach mal in Löffingen anfragen.

R.

Beitrag Montag 20. August 2018, 15:26
9146 Trippel As
Trippel As

Beiträge: 101
Wohnort: Eupen / Belgien
Hallo Rudy,

Gibt's in Löfflingen nur das Band oder muss man die ganze Trommel erwerben?

Gruß

JR

Beitrag Montag 20. August 2018, 17:24
cavemaen Benutzeravatar
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Mein letzter Kenntnisstand ist der, dass es die Bremstrommeln nur komplett neu gibt und für die Bremsbänder man die alten einsenden muß(te), da man die Endstücke braucht.

Diese Info stammt etwa vom Jahresanfang, wo das Erneuern der Bremsbänder aber sehr billig gewesen sein soll!

R.

Beitrag Mittwoch 22. August 2018, 12:31
IQ955 Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Hallo Cavemean,

Danke für die Antwort. Das jedoch:
Wichtig ist nur, dass die abwickelnde Seite mehr Bremswirkung als die aufwickelnde hat, sonst liegt das Band auf dem Fußboden
verstehe ich nicht. Laut Service Manual sollen beide Bremsetrommeln gleich eingestellt werden. Wie kann mann zwischen den ab- und aufwickelnden Seiten underscheiden?

Marek.

P. S. Kreide - wenn Bremsekraft zu hoch ist und Kolophoniumpulver - wenn zu klein.
Das weiß jeder Geiger und Klavierstimmer :-)

Beitrag Mittwoch 22. August 2018, 16:50
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2622
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Wenn man vorspult, wird links abgewickelt und rechts aufgewickelt.

Beim Rückspulen wird links aufgewickelt und rechts abgewickt.

Beim Vorspulen muß die linke Seite stärker bremsen, beim Rückspulen logischerweise die rechte Seite.

Im Manual wird mit "gleichem Bremsmoment" gemeint, dass beide Seiten messtechnisch beim Abwickeln gleich stark sein sollten, wohlgemerkt bei jeweils 100mm Durchmesser des Bandes, Spule oder Bobbie.

Auf jeden Fall beidseitig auch immer gleiche Spulengrößen benutzen, da die kinetische Energie von Großspulen nicht zu verachten ist und es im Extremfall sonst zu Bandsalat kommen kann!

R.

Beitrag Dienstag 28. August 2018, 19:17
Broesel6900 Eroberer
Eroberer

Beiträge: 16
Wohnort: Bregenz
Hallo

Habe dieses Jahr Bremsbänder für ca. 20 Euro und Bremmstrommeln für ca. 40 Euro das Stück inkl. MWST für die A700 in Villingen gekauft.
Bremsbänder sind die gleichen wie bei der B77, Bremstrommeln weiss ich nicht.
Alte Bremsbänder muß man zurück schicken.

Gruß B.

Beitrag Mittwoch 29. August 2018, 12:18
9146 Trippel As
Trippel As

Beiträge: 101
Wohnort: Eupen / Belgien
Gute und interessante Antwort hier von "Broesel".
Somit dürfte die Eingangsfrage von Marek wohl gelöst sein und auch klar sein dass sich eine Reparatur mit fraglichem Ergebnis wohl nicht lohnt.
Dank also nach Bregenz und irgendwie auch an Villingen...

JR

Beitrag Donnerstag 30. August 2018, 01:26
IQ955 Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Hallo,

Danke für alle Antworten.
Das Problem wurde damit, nach meiner Meinung, gelöst.

Noch (aus bloßer Neugier) zwei Fragen:
1. Warum eigentlich soll ich meine alte Bremsbänder zurück schicken statt wegwerfen?
2. Was für ein Stoff befindet sich ORIGINAL auf den Bremsetrommeln?

Grüße,

Marek.

Beitrag Freitag 31. August 2018, 14:53
revfan Lebende Forenlegende
Lebende Forenlegende

Beiträge: 690
Hallo,

im Parallelforum gab es dazu schon etliche Beiträge mit Interessanten Materialien (textile Klebebänder) aus dem Baumarkt. Einfach mal googeln

revfan

Beitrag Freitag 31. August 2018, 19:15
Broesel6900 Eroberer
Eroberer

Beiträge: 16
Wohnort: Bregenz
1. Warum eigentlich soll ich meine alte Bremsbänder zurück schicken statt wegwerfen?


Weil nach 40 Jahren die Bremsbänder nicht mehr hergestellt werden.
Es werden die alten Bremsbänder neu aufgearbeitet.
Die Bremsbänder komplett neu herzustellen, wäre so teuer, dass das keiner mehr bezahlen würde...

Mal ne Gegenfrage:

Kennst Du sonst noch einen Hersteller, der Dir nach 40 Jahren noch Ersatzteile liefern kann oder will?!?

Gruß
B.

Beitrag Freitag 31. August 2018, 23:21
IQ955 Jungspund
Jungspund

Beiträge: 6
Kennst Du sonst noch einen Hersteller, der Dir nach 40 Jahren noch Ersatzteile liefern kann oder will?!?

Ja. Die Natur. :-)

Aber ernst...

Meine Frage "Was für ein Stoff befindet sich ORIGINAL auf den Bremsetrommeln?" wurde bis jetzt nicht beantwortet. Ich finde zweifelhaft, dass Studer für diesen Zweck etwas selbst produziert hat. Ich glaube, dass er eher etwas fertiges benutzt hat. Aber was - das ist gleich meine Frage.

Darüber hinaus - ich kann mich kaum vorstellen, dass die zurückgeschickte Bremsebeläge irgendwie regeneriert werden.

Aber das sind nur meine Meinungen; vielleicht jemand wirklich weiß es genau...

Grüße,

Marek.

Beitrag Sonntag 2. September 2018, 00:28
heinzmen Benutzeravatar
Lebende Forenlegende
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Beiträge: 413
Wohnort: 34513 Sachsenhausen - Waldeck

die Halter an den Stahlbändern werden wieder benutzt. Die nieten neue Stahlbänder an die Halter.

Gruss Heinzmen

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