Start ReVox ReVox Technik A 700 mit zusätzlichem 4-Spu Tonkopf

A 700 mit zusätzlichem 4-Spu Tonkopf

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Sonntag 18. November 2018, 19:12
HiFly Jungspund
Jungspund

Beiträge: 5
Guten Abend liebe Forengemeinde,

ich bin auf ein Verkaufsangebot gestoßen, welches Fragen aufwirft.

Es handelt sich dabei um ein A 700, in 2-Spurtechnik, dem ein weiterer Tonkopf eingepflanzt wurde, um damit das Abhören von 4-Spurbändern zu ermöglichen.
Also 2-Spur aufnehmen und abhören und 4-Spur nur abhören.

Gab es so etwas mal von Revox oder ist das eher eine besondere Spezifikation die nachgerüstet wurde?

Gruß in die Runde

Harald

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Beitrag Montag 19. November 2018, 01:28
Niederberger Jean Benutzeravatar
Trippel As
Trippel As

Beiträge: 163
Wohnort: Lugano
Ich glaube nicht das Revox offiziell diese Version anbot, obwohl die Ingeniere von Willi Studer viele Spezialwünsche anfertigen liessen. Ich kenne einen Revoxfan in der Gegend von Milano der eine solche Version realsiert hat, und der 4 Spur Wiedergabekopf ist anstelle des Diapilot Kopfes installiert und auf der Frontseite der A-700 ist ein ein
kleiner Kippschalter für 2 Spur oder 4 Spur Wiedergabe.
Mit freundlichen Gruessen
ein Revox Studer Fan aus dem Tessin.

Beitrag Montag 19. November 2018, 15:30
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2635
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Den Zweispur gegen einen 4spurigen Wiedergabetonkopf tauschen kann man machen.

Habe auch an einer M15A einen 0,75er Wiedergabekopf gegen einen mit Zweispur getauscht, um Bänder von Revox Tascam & Co. abspielen zu können.

Durch die zus. Verkabelung plus Schalter fängt man sich messtechn. Störungen ein, ferner macht der Schalter irgendwann so massive Probleme, dass man sich im Extremfall die Wiedergabekarte abschießen kann!

Habe nämlich mal eine A77 mit ähnlicher Modifikation wieder rückgebaut.

R.

Beitrag Montag 19. November 2018, 20:25
heinzmen Benutzeravatar
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Beiträge: 414
Wohnort: 34513 Sachsenhausen - Waldeck

Moin,

es gab mal so eine Revox Version mit 2 und 4 Spur Wiedergabe Kopf.... dort war aber ein Drehschalter verbaut.

Gruss Heinzmen

Beitrag Montag 19. November 2018, 20:32
HiFly Jungspund
Jungspund

Beiträge: 5
Ich habe den Verkäufer um weitere Informationen gebeten. Bisher habe ich allerdings noch keine Antwort.

@cavemaen, welcher Art sind denn die messtechnischen Störungen? Und mit welchen Problemen müsste ich bei dem Schalter rechnen? Was zerstört die Wiedergabekarte? Spannungsspitzen?

Gruß
Harald

Beitrag Dienstag 20. November 2018, 09:45
Johnmaier Eroberer
Eroberer

Beiträge: 22
Wohnort: Gais (Schweiz)
Hallo

Ich habe eine Studer A807 (keine Revox) welche auch einen zusätzlichen 4 Spur Wiedergabe Kopf hat. Gabs orginal als Sonderwunsch von Studer damals. Musste einfach eine zusätzliche Karte einbauen lassen dazu. So kann ich auf einer Studer meine alten 4 Spur bänder noch abhören. Mit den Schalter Tape A/B kann 2 und 4 Spur umgeschaltet werden.

Grüsse

Beitrag Dienstag 20. November 2018, 15:18
cavemaen Benutzeravatar
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Beiträge: 2635
Wohnort: 34582 Borken / Hessen
Ja, normale Umschalter sind ungeeignet, die müssen nicht öffnend beim umschalten sein, sondern überlappend!

Die Tonkopfspulen haben einen induktiven Widerstand.

Fehlt der Wiedergabekarte dieser Widerstand, geht die Verstärkung zur ins Unendliche und kann den Eingang zerstören oder dauerhaft zum Rauschen bringen, hörbar am lauten Umschalt-Impuls.

Abhilfe kann man mit einen kleinen Kondensator schaffen, den man berechnen muß.

Werden diese empfindlichen kurz gehaltenen Kabelchen verlängert, fängt man sich Störungen ein wie z.B. Schaltnetzteile, Leuchstoffröhren ect.

Minimieren kann man das Phänomen, indem man abgeschirmte Kabel nimmt und den Schirm sicher auf Masse legt.

Nicht umsonst sind Tonkopfkabel ab Werk ineinander verdrillt, was schon viel ausmacht.

Verlängert man diese Kabel (zu einem Schalter), ändert sich auch die Empfindlichkeit gegenüber einer Wellenlänge der Funkfrequenzen.

Beispiel:

Nimm 1m Draht und stecke diesen in einen Mikrofonverstärker. Was hat man? Ein Empfänger. Die Funkfrequenz ändert sich mit der Länge des Kabels.

Gerade hochohmige HiFi-Geräte sind empfindlicher als niederohmige Studiogeräte, die Kopfträger-Hauben aus Metall haben!

Es schadet einer Revox nicht, wenn man in der Kopfträgerabdeckung Leitsilber oder Alufolie anbringt und erdet, falls die Maschine im Einzugsbereich von störenden Magnetfeldern steht.

Die Studer A800 und A827 haben aus diesem Grund eine Vorverstärkungsstufe direkt und dem Kopfträger sitzen, um genau diesem Phänomen* entgegen zu wirken und das geringe und empfindliche Wiedergabesignal absolut störungsfrei in die Wanne zu den Vorverstärkerplatinen bringen zu können!

ProBIERe es halt mal aus... ;-)

R.

*Phänomen war früher ein ungarischer Fahrzeugbauer

Beitrag Donnerstag 22. November 2018, 18:46
HiFly Jungspund
Jungspund

Beiträge: 5
So, nun habe ich die Antwort vom Verkäufer.

Bei dem Gerät handelt es sich um eine von Revox nach Kundenwunsch so ausgestattete A 700 aus Erstbesitz. Die Umschaltung zwischen den Köpfen geschieht durch einen Schalter am Kopfträger
Weiterhin hat sie eine Anschlussmöglichkeit für ein B202 IR-Empfänger und ist somit über das Tischterminal B210, und auch B208 und B205 fernsteuerbar.
Eine Rückmeldung über den Schaltzustand ans Tischterminal erfolgt nicht.

Ich habe die Maschine heute gekauft. :-) :-)

Gruß in die Runde

Harald

Beitrag Donnerstag 22. November 2018, 20:47
A721 Benutzeravatar
Haudegen
Haudegen

Beiträge: 299
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Das B210 benötigt für den bidirektionalen Betrieb einen B207, der am B200 angeschlossen sein muss. Viel Freude mit der A700.

Was hat sie für eine SerienNr ?
Bernd

Beitrag Donnerstag 22. November 2018, 23:32
HiFly Jungspund
Jungspund

Beiträge: 5
Ja, da hast Du recht. In meiner Anlage läuft das Terminal bereits über den B 207. Mein B77 bisher über einen B202 in Verbindung mit einem B208.

Die Seriennummer ist 17683, also eine relativ späte Maschine.

Gruß

Harald

Beitrag Freitag 23. November 2018, 16:36
A721 Benutzeravatar
Haudegen
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Die A700 hatte im Laufe ihres Produktionslebens zahlreiche Modifikationen erfahren, die bei Deiner Maschine weitgehend berücksichtigt sein dürften; insgesamt wurden wenig mehr als 20.000 Exemplare gebaut. Hatte auch zwei A700 in Betrieb, eine davon via B202 mit B208.

Grüße
Bernd

Beitrag Samstag 24. November 2018, 11:09
wtegel Jungspund
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Ich habe seit ca. 20 Jahren eine A 700 im Besitz, die ich seinerzeit gebraucht gekauft hatte. Es ist ein Vierspurgerät mit zusätzlichem 2 Spur Wiedergabe Kopf. Ist keine "Bastelarbeit", sondern sieht schon nach Original aus.
Aber der 2-Spur produzierte immer schon ein deutliches 50 Hz Brummen. Bin dem aber noch nie auf den Grund gegangen.

Meine Studer A 807 hat auch dieses zusätzliche Kopfbestückung (hier 4-Spur Wiedergabekopf). Da läuft das perfekt ohne irgendeine Störung.
Gruß

Beitrag Samstag 24. November 2018, 17:35
cavemaen Benutzeravatar
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Läuft ohne Probleme aber mit Brummen?

Entweder schlägt von außen ein am Netz hängendes anderes Gerät oder Lampe rein, die Abschirmung kann mangelhaft sein, oder in der A700 ist ein Sieb-Elko rentenreif würde ich mal spontan tippen.

R.

Beitrag Mittwoch 28. November 2018, 14:51
wtegel Jungspund
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Läuft ohne Probleme aber mit Brummen?

Da habe ich mich natürlich ziemlich dumm ausgedrückt. Sollte eher heißen "funktioniert im Prinzip".
Nun ist das "Brummen" auch nicht so laut, dass es alles überdecken würde. Man muss schon etwas mit dem Lautstärkeregler am Verstärker in der Pause zwischen zwei Musikstücken etwas provozieren, um es zu hören.

Muss die Maschine sowieso mal überholen. Aber die 700er liebe ich sowieso nicht besonders.

Die beschriebenen Fehler sind alle denkbar, aber im Vierspurbetrieb kein Brummen!
Gruß

Beitrag Mittwoch 28. November 2018, 15:53
cavemaen Benutzeravatar
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... genau das meinte ich im Bezug auf zu lange Kopfkabel & Umschalter.

Mein Rat wäre der, die Kopfkabel gegen abgeschirmtes Kabel (Siemensdraht 2x0,14qmm) aus der Studioverkabelung auszutauschen und den Schirm auf das Gehäuse legen, dann müßte schon Ruhe sein.

Schau auch mal nach, ob eine 50Hz Störspannungsquelle in der Nähe Deiner A700 steht und ob alle Deiner Audiogeräte an der gleichen Steckdose (mit identischer Phase) betrieben werden, Alternativ sollten alle Wiedergabeköpfe über die "Brummklappe" verfügen!

Habe vor Jahren mal das Phänomen in einem Tonstudio vorgefunden und gelöst, dass Geräte an unterschiedlichen Drehstromphasen hingen und die Differenz hörbar war und selbst ein Elektromeister vor mir den Fehler nicht fand.

Habe dort im Zählerschrank alle Steckdosen des Raumes auf gleiche Phase gelegt und Ruhe war! :!:

R.

Beitrag Donnerstag 29. November 2018, 02:01
wtegel Jungspund
Jungspund

Beiträge: 14
Wohnort: Ibbenbüren
Sehe gerade, so dumm war meine Aussage ja gar nicht. Hab mein eigenes Geschreibsel noch einmal nachgelesen.
Da steht:

"Meine Studer A 807 hat auch dieses zusätzliche Kopfbestückung (hier 4-Spur Wiedergabekopf). Da läuft das perfekt ohne irgendeine Störung."

War gar nicht auf die A 700 bezogen. Und DAS stimmt auch.

In der Studer sind sogar die Kabel zu den Köpfen noch einmal von außen mit Metall abgeschirmt.
Gruß

Beitrag Freitag 30. November 2018, 13:59
cavemaen Benutzeravatar
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Wohnort: 34582 Borken / Hessen
... mir fällt da gerade noch eine Möglichkeit für Brummschleifen ein;

wenn Du die Studer (symetrisch) an einer HiFi oder Musikeranlage (asym.) betreibst, werden bei Musikern gerne die b-Ader (braun) mit auf Masse gelegt und die Symetrie der Bandmaschine zerstört, hat aber Vorteile in Verbindung mit Thyristor oder Triac gesteuerten Lichtanlagen auf der Bühne.

So baut man sich aber u.U. zu Hause und im Studio Brummschleifen.

Abhilfe:

Bei der sym. Studiomaschine den XLR-Stecker normal anlöten:

Pin1: Masse / Abschirmung
Pin2: + heiß a-Ader (weißer Draht gem. Deutscher Norm)
Pin3: - b-Ader.

Chinch:

Stift: a-Ader
außen: b-Ader aber hier den Schirm ablassen!

Bleibt noch immer ein Restbrumm (bitte Nachbargeräte aus der Steckdose ziehen, ausschalten reicht nicht), dann bitte den nachfolgenden Verstärker mit gutem Übertrager* ausstatten.

R.

*gute Übertrager haben einen dem Pegel angepassten Kern mit entspr. Draht und sind nicht aus China zu bekommen)

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