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Klangunterschied zwischen 9,52 und 19,5cm

Fragen und Antworten zur Technik bei ReVox Geräten...

Moderator: Administratoren


Beitrag Donnerstag 3. Oktober 2019, 15:51
Tobit Jungspund
Jungspund

Beiträge: 7
Hi,

Ich habe verschiedene Aufnahmen auf LPR35 Bänder gemacht und kann zumindest für mich so gut wie keinen Klangunterschied zwischen langsamen und schnellem Lauf feststellen. Es soll bei 9,52cm ja eigentlich mehr rauschen und die Höhenwiedergabe beeinträchtigt sein was ich aber nicht nachvollziehen kann. Rauschen stört mich eigentlich auch nicht, im Gegenteil, ich finde die sterilen Aufnahmen fangen mit einem leichten Rauschen erst an zu leben, solange es nicht zu viel ist. Mein Nakamichi BX-300 rauscht da wesentlich mehr. Mit viel Fantasie lässt sich eine minimale Gleichlaufschwankung vermuten, höre ich die Aufnahmen blind, höre ich sie wieder nicht und liege oft daneben.
Ist das Unterschied tatsächlich so gering oder habe ich was auf den Ohren, evtl. sind auch die neuen LPR35 Bänder besser als die alten? Eine Kassette läuft ja noch langsamer.

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?

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Beitrag Freitag 4. Oktober 2019, 11:35
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Administrator
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Beiträge: 570
Wohnort: Würzburg

Hallo Tobit,

der große Unterschied ist der Frequenzgang! Bei 9,5 cm/S. Hierzu mal die Daten der ReVox B77:

(über Band gemessen, bei -20 VU)

bei 9,5 cm/s
30 Hz bis 16000 Hz + 2/-3 dB
50 Hz bis 10000 Hz ±1,5 dB

bei 19 cm/s
30 Hz bis 20000 Hz + 2/-3 dB
50 Hz bis 15000 Hz ± 1,5 dB

Das LPR35 ist aber in der Tat für die B77 auch ein sehr gut geeignetes Band. Und wenn Deine Maschine darauf eingemessen ist, dann stimmt die Qualität auch und man hört da vielleicht wirklich nicht so viel Unterschied. Ich kann mich an analoge Zeiten erinnern als ein hiesiger Radiosender sein Nachtprogramm über zwei STUDER A810 abwickelte die mit zwei jeweils dreistündigen Bändern bei 9,5 cm die Musik lieferten - war auch kein Problem... ;-) Allerdings endet die Übertragung im Radio bei UKW eh bei 15 Khz. ;-)

Fazit:

Wenn Du die Maschine nur dafür nutzt Musik im Hintergrund abzuspielen und wenn Du nicht auf eine "High-End" Qualität wert legst, dann reichen die 9,5 cm sicherlich aus (vor allem bei Wort!). Für alles anderen sind höhere Geschwindigkeiten sicherlich besser geeignet.
Christoph

Technik ändert sich - Gefühle bleiben!

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Beitrag Freitag 4. Oktober 2019, 12:03
Tobit Jungspund
Jungspund

Beiträge: 7
Hi Christoph,

danke für die Antwort.
Wenn es hauptsächlich nur der Frequenzgang ist, dann ist alles gut.
Ein Kind hört evtl. bis 20.000Hz. Bei den meisten Erwachsenen ist bereits bei 13.000Hz Schluss.
Ich möchte eigentlich schon High-End Qualität, aber da ich so gut wie keinen Unterschied feststelle, bleibe ich erstmal bei 9,5cm.
Diess schont auch die Hardware, weil z.B. die Tonköpfe nur halb so schnell zugeschliffen werden. :-)
Bei Gelegenheit, mache ich aber nochmal Testaufnahmen.

LG
TOBI

Beitrag Freitag 4. Oktober 2019, 18:55
wtegel Eroberer
Eroberer

Beiträge: 22
Wohnort: Ibbenbüren
Teste mal mit hochtonreichen Aufnahmen und steure etwas weiter aus. Noch besser mit Gesangsaufnahmen mit Zischlauten. Dann wirst du einen Unterschied hören.
Für Hintergrundmusik ist die langsame Bandgeschwindigkeit allemal ausreichend.
Gruß

Beitrag Freitag 4. Oktober 2019, 20:15
Tobit Jungspund
Jungspund

Beiträge: 7
Ich habe gerade nochmal verglichen. Es stimmt man hört einen leichten Unterschied, ich kann mich nur nicht entscheiden was jetzt schöner klingt. Bei langsamer Geschwindigkeit meint man es liegt ein leichter Filter über den Aufnahmen, wie wenn man Puderzucker darüber streut. Bin echt total Happy mit dem B77. Interessant ist, das Aufnahmen die ich mit meinem Calyx M abspiele und mit dem B77 aufnehme, danach mehr Bühne haben und noch mehr zu leben anfangen. Es ist echt unglaublich.

Beitrag Samstag 5. Oktober 2019, 11:44
wtegel Eroberer
Eroberer

Beiträge: 22
Wohnort: Ibbenbüren
Ich würde das folgendermaßen bewerten:

9,5 cm/Sek. (auch in Vierspurtechnik)
Absolut ausreichend für Hintergrund Beschallung. Ein Band läuft 3 Std./Seite. Und das Übersprechen ist sogar geringer.

19 cm/Sek. 2 Spur
Ein MUSS für bewussten Musikgenuss. Da gibt es schon deutliche Unterschiede zu der langsameren Bandgeschwindigkeit. Außerdem weniger empfindlich für Drop Outs.

38 cm /Sek. 2 Spur
Ein MUSS für Musikproduktion. Alleine schon wegen der Reserven.
Aber: Laufzeit ist nur 45 Minuten

Beitrag Samstag 12. Oktober 2019, 17:40
Tobit Jungspund
Jungspund

Beiträge: 7
Durch was entsteht ein Dop Out? Konnte ich bis jetzt keinen feststellen.

Beitrag Samstag 12. Oktober 2019, 18:16
KarlMeyne Benutzeravatar
Jungspund
Jungspund

Beiträge: 11
Wohnort: südliche Nordsee

Hallo,

ein Drop Out ist ein Tonaussetzer.
Er entsteht durch schlechten Band/Tonkopfkontakt,
Fehler im Bandmaterial, Fingerprints oder Dreck auf Band oder Kopf.
Karl

Beitrag Sonntag 13. Oktober 2019, 09:12
Tobit Jungspund
Jungspund

Beiträge: 7
Verstehe, ist bei einwandfreien Bändern also nicht vorhanden. Ich konnte bis jetzt keinen Aussetzer feststellen.

Beitrag Sonntag 13. Oktober 2019, 12:44
cavemaen Benutzeravatar
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Drop-out, Bild entstammt altem Agfa-Buch:

Bandverschmutzung.jpg
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Beitrag Dienstag 19. November 2019, 02:18
dl9day Jungspund
Jungspund

Beiträge: 7
wtegel hat geschrieben:
Teste mal mit hochtonreichen Aufnahmen und steure etwas weiter aus. Noch besser mit Gesangsaufnahmen mit Zischlauten. Dann wirst du einen Unterschied hören.
Für Hintergrundmusik ist die langsame Bandgeschwindigkeit allemal ausreichend.
Gruß


Genau so ist es. Ich habe einige wenige Musikstücke, die bekomme Ich sehr schlecht auf's Band, die "S" Laute sind verzischt. Wenn Ich diese Aufnahmen auf den B710 Kasettenrecorder überspiele, ist es eine Katastrophe; wenn ich die Bandgeschwindigkeit auf 19cm erhöhe, ist die Aufnahme einwandfrei.

Die Tonbandeinmesserei nehme Ich sowieso nur bedinght für voll, es wird bei -20dB eingemessen, aber hinterher bis 0dB ausgesteuert...versuch mal ein 16 kHz Signal mit 0 dB aufzunehmen.. Das funktioniert nur, da die sehr hohen Frequenzen mit geringerem Pegel im Musiksignal sind, oder von den anderen Frequenzen verdeckt sind. Außerdem wird über Band eingemessen, heißt, wenn der Wiedergabekopf z.B 5dB zu wenig Mitten bringt, wird auf der Aufnahmeseite um 5dB angehoben..heißt der Frequenzgang ist dann zwar linealglatt, nur wenn ich die Bänder auf einer besseren Maschine abspiele, habe Ich 5dB zuviel an Mitten. Ist aber auch in der Praxis nicht schlimm...Bei der PR99 kann man meines Wissens nach den Wiedergabefreuenzgang auch einstellen, das wäre natürlich besser

Beitrag Dienstag 19. November 2019, 14:08
wtegel Eroberer
Eroberer

Beiträge: 22
Wohnort: Ibbenbüren
Ich stimme Dir voll zu. Revox selbst gibt ja für den Frequenzgang nur folgende Werte an für 19 cm/Sek. : 0 Hz bis 20000 Hz + 2/-3 dB

Immer wieder lese ich, dass jemand stolz mitteilt er habe seine Maschine auf Maschine auf +/- 0,5dB eingestellt. Das bezweifele ich auch gar nicht, denn es ist gar nicht so schwer. Das ist aber immer nur eine Momentaufnahme. Und unter speziellen Bedingungen gemessen (-20dB) Gleiches Band, andere Charge - schon kann das wieder anders sein. Äußere Bedingungen spielen auch eine Rolle! Schließlich braucht sich der Wert eines Trimmers nur minimalst verändern.Und wie Du schon sagst, stimmt das dann sowieso auch nur so lange, wie das Band auch mit dieser Supermaschine abgespielt wird.

Und was soll es. Sowieso unhörbar, aber ich staune immer nur, was die Leute alles hören. Neulich bei Facebook:
"Der Klang der PR 99 ist um Längen besser als der einer B 77" (gleiche Spezifikation vorausgesetzt). Dann begründet der Schreiber das noch mit den wesentlich besseren Köpfen der PR 99. :-) hahaha

Wer einen linealglatten Frequenzgang haben möchte, der sollte die analoge Welt verlassen und in die digitale auswandern.
Gruß
Walter

Beitrag Mittwoch 20. November 2019, 17:53
revfan Lebende Forenlegende
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Beiträge: 713
Der Klirrfaktor spielt auch eine Rolle beim Einmessen

revfan

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