flyingdoc hat geschrieben:@ Chlorophytum
Warum finden die Anlaufstellen für Revisionen so Anklang? Modeerscheinung? Würde dafür aber schon lang anhalten.
Die Geschichte mit Altgeräten ist ohnehin eine absolute Modeerscheinung und aus technisch sachlicher Sicht absoluter Quatsch!
Ist eine Mode wie analoges High End auch, was nicht zwingend bedeutet das es sich nicht auch längere Zeit auf den Markt halten kann.
flyingdoc hat geschrieben:
Es gibt diverse werksseitige Updates für die B77 MkI.
Die meisten Bauteile wurden an den Grenzwerten betrieben, z.B. Elkos Netzteil 40V heute mit Bautypen 63V bis 105° zu ersetzen.
Allein Rifas, Frakos und Konsorten sind Zeitbomben.
Das mag ja alles zutreffen, jedoch wird eine B77 oder A77 durch den Tausch von Bauteilen, welche mit einer höheren Spannungsfestigkeit oder Temperaturklasse daher kommen in keinster Weise bessere elektroakustische Parameter erringen, da spielen die Unwägbarkeiten der analogen Bandaufzeichnung eine erheblich größere Rolle.
Ein Vergleich fällt mir hierzu noch ein um den technischen Sachverhalt zu verdeutlichen. Es ist so als ob man bei einem Auto welches für den Betrieb Normal-Benzin benötigt, stattdessen Super-Plus-Benzin tankt. Dadurch wird das auto auch nicht besser als bei Werksauslieferung mit Normal-Benzin.
Wenn dann auch noch die Rifas herhalten müssen, die haben damit auch nicht viel zu tun, denn die haben durchaus 20Jahre voll funktioniert. In jener Zeit gab es da zu heutigen Bauteilen keinerlei Änderung an deren Funktion die sie innerhalb der B77 oder A77 übernehmen.
flyingdoc hat geschrieben:
Bei der A700 ist die Mechanik (Umlenkrollen, sandgestrahlter Capstan, Bandzugsensoren mit neuer Silikonbedämpfung u.v.m.) wesentlich zu verbessern.
Bei B251 und B242 kann die Selbstzerstörung durch Hitzeentwicklung behoben werden.
Viele Revox-Leute haben im Laufe der Zeit Kniffe und Tricks für Verbesserungen entwickelt, die man in keiner Serviceanleitung findet.
Das es Ausnahmen gibt bestreite ich nicht, es ging hier um die B77!
Gerade an der A700 wurde schon innerhalb ihres Fertigungszeitraums erheblich von ReVox nachgebessert, so dass sicherlich die letzten Stückzahlen ab SN21k außerordentlich sind.
Auch eine A700 hatte bei Auslieferung eine neue Silikonbedämpfung, ob ein nachträglich sandgestrahlte Tonwelle hier eine wirkliche Verbesserung erbringt?
Das müsste erst belegt werden. Ich denke da hatte Revox nicht irgendwen dran gelassen als er die MK-IV der A77 oder die B77 mit vorgealterter Tonwelle ausstattete.
flyingdoc hat geschrieben:
Allgemein ist die Qualität der heute erhältlichen Bauteile wesentlich verbessert, und die Justage des Bandlaufs und Einmessung auf eine Bandsorte durch einen Fachmann steigern die Qualität.
Was willst Du denn an einem Bandlauf einer A/B77 denn noch herumdrehen, an der einzigen Position wo dies vorgesehen ist sollte man nicht ohne guten Grund herumdrehen. Erst recht würde ich Vorsicht bei einer A700 walten lassen, da steckt keinesfalls Optimierungspotential dahinter!
Das Einmessen geht heute in der Regel leichter von der Hand im Vergleich mit den Messmitteln von gestern, jedoch besser wird das Ergebnis bei sorgsamer Arbeit auch heute nicht als gestern.
Mann sollte sich durch den analogen Glauben nicht blenden lassen!
Gruß
Thomas